Der
Iztaccíhuatl (oder
Ixtaccíhuatl, in neuer Nahuatl-Schreibweise
Istaksiwatl, auch
Iztactépetl bzw.
Istaktepetl) ist mit 5.286 Metern der dritthöchste Berg
Mexikos nach dem
Citlaltépetl und dem
Popocatépetl. Der erloschene Vulkan besitzt drei Gipfel, die von der Bevölkerung als Kopf, Brust und Füße einer schlafenden Frau assoziiert werden. Sein Name kommt aus dem
Nahuatl und bedeutet auf Deutsch "Weiße Frau". Er liegt ca. 70 km südöstlich der Hauptstadt
Mexiko-Stadt und ist bei guten Sichtverhältnissen von der Stadt aus sichtbar.
Die offizielle Erstbesteigung erfolgte
1889 durch James de Salis, jedoch haben
archäologische Untersuchungen ergeben, daß der Berg bereits von den
Azteken und noch früheren Kulturen bestiegen worden sein muss.
Die Legende von Popocatépetl und Iztaccíhuatl
In der
Mythologie der Azteken war
Iztaccíhuatl eine Prinzessin, die sich in einen der Krieger ihres Vaters verliebte. Ihr Vater sandte den Krieger in einen Kriegszug in
Oaxaca. Der Vater versprach dem Krieger seine Tochter, wenn er zurückkehren würde (was der Vater aber nicht glaubte). Der Tochter wurde erzählt, ihr Geliebter sei tot, woraufhin sie vor Kummer starb. Als der Krieger aber zurückkehrte, starb er wiederum, aus Kummer darüber, sie verloren zu haben. Die Götter bedeckten die beiden mit Schnee und verwandelten sie in Berge. Der schneebedeckte Berg Iztaccíhuatl wird deshalb auch „weiße Frau“ genannt, da er einer auf dem Rücken liegenden Frau ähnelt. Der Krieger wurde zum Vulkan Popocatépetl, der aus Zorn über den Verlust der Geliebten Feuer speit.
Fünftausender | Vulkan | Berg in Mexiko
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