Yvan Goll (eigentlich Isaac Lang, * 29. März 1891 in Saint- Dié, † 27. Februar 1950 bei Paris) war ein deutsch-französischer Schriftsteller.
1919 zog es Goll zurück nach Frankreich. Hier heiratete er die Schriftstellerin Claire Goll (geb. Aischmann, gesch. Studer, *1890, †1977). Mit ihr emigrierte er 1939 nach New York und kehrte 1947 nach Paris zurück.
Er starb 1950 in Neuilly-sur-Seine, einem Vorort von Paris, im Alter von 58 Jahren.
Goll bewegte sich sein Leben lang zwischen mehreren Identitäten. Seine Zugehörigkeit erläuterte er selbst mit den Worten: Durch Schicksal Jude, durch Zufall in Frankreich geboren, durch ein Stempelpapier als Deutscher bezeichnet.
1920 erschien in der Anthologie Menschheitsdämmerung die Vers- und die Prosafassung seiner Dichtung Panamakanal. 1924 kam das von ihm 1919 verfasste satirische Drama Methusalem oder Der ewige Bürger in Berlin zur Uraufführung. Darin nahm Goll erhebliche Elemente des absurden Theaters vorweg.
Eines seiner Hauptwerke ist der Gedichtzyklus Johann Ohneland (Originaltitel Jean sans terre), der postum 1957 veröffentlicht wurde. Hierin sind auch autobiografische Elemente zu sehen, denn Goll thematisert die Ortslosigkeit des modernen Menschen.
Trotz seiner Bedeutung für Expressionismus und Surrealismus und seines trilingualen Schreibens in englischer, französischer und deutscher Sprache bleiben Golls Werke in Deutschland recht unbekannt.
Mann | Autor | Literatur (Deutsch) | Literatur (Französisch) | Literatur (20. Jh.) | Geboren 1891 | Gestorben 1950
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