Ivrea ist eine Stadt in Italien in der Provinz Turin, Region Piemont mit 24.095 Einwohnern (Stand: 31. Mai 2005).
Nachbargemeinden sind Chiaverano, Montalto Dora, Burolo, Bollengo, Cascinette d'Ivrea, Fiorano Canavese, Banchette, Salerano Canavese, Pavone Canavese, Albiano d'Ivrea, Romano Canavese, Strambino und Vestignè.
Der Schutzpatron des Ortes ist San Savino.
Die Telefonvorwahl lautet +39-0125. Die Postleitzahl lautet 10015.
Ivrea veduta dora.jpg
Geographie
Die Stadt befindet sich am nördlichen Rand der
Poebene zwischen
Turin und dem
Aostatal auf einer Höhe von 253 m über dem Meeresspiegel.
Sie liegt am Fuße eines 25 km langen Bergrückens
moränischen Ursprungs, bekannt unter dem Namen
La Serra.
Durch die Stadt fließt der Fluss
Dora Baltea.
Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 30
km², die Einwohnerdichte beträgt circa 784 Einwohner/km².
Geologie
Der Name Ivrea ist in der
Geologie bekannt, da der sogenannte Ivreakörper nach der Stadt benannt wurde.
Im Tal des Flusses
Sesia, einem Nebenfluss des
Po, kann man eine Schichtenfolge finden,
die den Aufbau der
Erdkruste bis hin zum oberen
Erdmantel genau nachbildet.
Man nimmt an, dass dieser Körper bei der Entstehung der
Alpen verkippt wurde.
Geschichte
Ivrea wurde im Jahre 100 v. Chr. von den
Römern als
Eporedia gegründet.
Im 6./7. Jh. nach der Trennung von der Diözese Vercelli wird Ivrea Bischofssitz. Sie war Zentrum eines langobardischen Herzogtums und Markgrafschaft in nachkarolingischer Zeit. Nach der Familie der Anskarier, die im 10. Jahrhundert in der Stadt bestimmend waren, übernahm Arduin von Ivrea ca. 990 die Macht und führte mehrere Kriege gegen seine Nachbarn, besonders gegen Bischof Leo von Vercelli, der seinerseits vom ottonischen Kaiserhaus unterstützt wurde.
Nach Arduins Tod zerfiel die Markgrafschaft und die Bischöfe von Ivrea wurden zusammen mit den kommunalen Einrichtungen die bestimmende Kraft: im 12. Jahrhundert ging man gegen Friedrich Barbarossa vor. Der Blüte Anfang des 12. Jahrhunderts folgte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Eingliederung in die Markgrafschaft Montferrat und damit der Niedergang der kommunalen Strukturen. Im 14. Jahrhundert geriet die Stadt unter den Einfluss der Familie von Savoyen.
Ivrea carnevale.jpg
Kultur
Ivrea ist bekannt für seinen historischen Karneval, bei dem traditionellerweise eine "Orangenschlacht" (
battaglia delle arance) ausgetragen
wird. Der Ursprung dieser Tradition geht zurück auf das Jahr 1808, in dem die damaligen napoleonischen Herrscher den Zusammenschluss der
verschiedenen Karnevalsfeste zu einem einzigen beschlossen.
Wirtschaft
In Ivrea wurde im Jahre
1908 die Firma
Olivetti gegründet. Die wirtschaftliche und soziale Struktur der Stadt ist eng mit der
Unternehmensgeschichte von Olivetti verflochten, das lange der größte und wichtigste Arbeitgeber der Stadt war. Seit der schweren
Krise der Firma Anfang der 1990er Jahre haben sich jedoch auch mehrere mittelständische Unternehmen zu wichtigen Arbeitgebern entwickelt.
Literatur
- Francesco Carandini: Vecchia Ivrea, edizioni Enrico, 1963 (italienisch)
- Piero Polino (Hrsg.): Guida turistica di Ivrea, Val Chiusella e Dora Baltea canavesana, edizioni Enrico, 1979 (italienisch)
Weblinks
Ort im Piemont
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