Ivar Kreuger (* 2. März 1880 in Kalmar, Schweden, † 12. März 1932 in Paris - Selbstmord) war der Gründer der Svenska Tändsticks AB (STAB) und damit die zentrale Figur im europäischen Zündwarenmonopol, ein europäischer Tycoon. Im Jahr 1929 gründete er die Firma Svenska Cellulosa Aktiebolaget, die noch heute existiert. Er beging Selbstmord, als der Konkurs seines Trusts unabwendbar wurde, um sich nicht öffentlicher Schmach ausgesetzt zu sehen.
Das Problem seiner Geschäftsstrategie war, dass er auf der Basis einer Baufirma und einiger Streichholzfabriken ein riesiges finanzielles "Schneeballsystem" aufbaute um die großen Summen, die er den jeweiligen Staaten zum Erwerb des Zündholzmonopolrechtes verlieh, zu erhalten. Kreuger & Toll-Vorzugsaktien zahlten 50% Dividende im Jahr. Da die Rückzahlung der Kredite durch die Weltwirtschaftskrise nicht möglich war, und die Aufnahmebereitschaft des Publikums für neue Aktienausgaben nach dem Crash 1929 ein Ende fand, brach das ganze Kartenhaus kurz vor seinem Tode zusammen.
Kreugers Hauptbüro war der Match Palace (Streichholzpalast) in Stockholm, er hatte aber auch repräsentative Büros in vielen anderen europäischen Hauptstädten wie Berlin und Paris.
Er gehörte zu den ausländischen Spendern an die NSDAP.
1930 übernahm er die Mehrheit an der Firma Ericsson. Ein Teil seiner früheren Firma existiert heute als Swedish Match AB, u.a. der weltgrößte Streichholzproduzent mit umfangreichen Aktivitäten im Tabakhandel.
Mann | Schwede | Unternehmer (Industrie) | Geboren 1880 | Gestorben 1932
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