Die Hebräer besaßen nach dem offiziellen Verständnis der Bibel, bzw. der deuteronomistischen Schule, jeweils nur einen einzigen legitimen Tempel, zuerst den Zelt-Tempel, der das Volk seit der Gotteserscheinung am Sinai begleitet hatte und seinen Sitz später in Hebron, dann in Schilo fand, später den berühmten Tempel zu Jerusalem, ihr Nationalheiligtum. Daneben erwähnt die Schrift aber auch die sogenannte "Höhen", vermutlich Heiligtümer auf Hügeln, die in der Bibel als nicht legitim beschrieben und häufig kritisiert werden. Sie entstammten offenbar dem landläufigen Kult der Kanaaniter, und wurden zum Teil in die Jahwe-Verehrung des Volkes Israel mit einbezogen. In dem Nordreich Israel existierten daneben vor allem zur Zeit der Omriden-Dynastie noch andere Heiligtümer, vor allem die des Baal. König Josia beendete später den Höhenkult und den Polytheismus. Zur Zeit der babylonischen Gefangenschaft etablierte sich bei den Samaritanern, das Heiligtum auf dem Berg Gerizim bei Sichem als Ersatz für den zerstörten Tempel.
Am Eingang zum Heiligen standen fünf mit Gold überzogene Säulen.
Die Stiftshütte war von einem Vorhof umgeben, der 100 mal 50 Ellen maß. Er war nach Außen hin mit einem 5 Ellen hohen Zaun umgeben. Er wurde mit kupfernen Säulen gehalten.
Im Allerheiligsten stand die Bundeslade mit zwei Cheruben über ihr. Im Heiligen waren die goldenen Leuchter, der goldene Räucheraltar, der Schaubrottisch und goldene Geräte. Im Vorhof stand der Brandopferaltar und ein kupfernes Becken, das mit Wasser zum Waschen der Priester gefüllt wurde.
Einige Forscher behaupten, dass manche Details in der Beschreibung des Zelt-Tempels und seiner Zeremonien in Wirklichkeit dem späteren steinernen Tempel entstammen und erst nachträglich dem Zelt-Tempel beigelegt wurden. Martin Noth beruft sich im Neuen Göttinger Bibelwerk auf die kostbaren Materialien, die verwendet wurden, berücksichtigt aber nicht, dass die Israeliten bei ihrem Auszug aus Ägypten offenbar große Mengen von Wertgegenständen mitführten (2. Buch Mose 12, 35) und für den Bau des Heiligtums offenbar große Mengen davon spendeten (2. Buch Mose 35, 5).
Das Innere enthielt einen 40 Ellen langen Vorderraum, das Heilige, worin die goldenen Leuchter, der Schaubrottisch und der Räucheraltar standen, und einen durch einen Vorhang davon geschiedenen quadratischen Hinterraum von 20 Ellen Länge, das Allerheiligste, mit der Bundeslade und den zwei großen Cherubim. Beide Räume waren an den Wänden, das Allerheiligste (Adyton) auch am Boden und an der Decke mit Holzwerk getäfelt. Der große Hauptaltar für die Brandopfer stand im Hof, vor dem Eingang des eigentlichen Tempels.
Man geht heute allgemein davon aus, dass das Heilige nur den Priestern zugänglich war, das Allerheiligste durfte nur der Hohenpriester einmal jährlich, am Jom Kippur, betreten.
Das Tempelgebäude war von einem inneren Vorhof der Priester mit dem Brandopferaltar, dem Reinigungsbecken und anderen Gerätschaften umgeben, und dieser durch Säulengänge mit bronzenen Toren von dem für das Volk bestimmten und von einer Mauer umschlossenen äußern Vorhof getrennt.
Die Aufzeichnungen über den Salomonischen Tempelbau finden sich, - außer einzelnen Notizen bei Jeremia 52 und im 2. Buch der Könige 25 - im 1. Buch der Könige, Kap. 5-7, und 2. Buch der Chronik, Kap. 2-4. Der Tempel wurde zu Beginn der babylonischen Gefangenschaft von den Babyloniern zerstört, vermutlich durch gezieltes Abbrennen. Der Bau des Tempels dauerte sieben Jahre (1. Könige 6,38).
Unter Herodes dem Großen begann seit 21 v. Chr. eine gänzliche Umgestaltung des Tempels in großartigem Maßstab und im griechischen Stil (daher Herodianischer Tempel). Diese Tempelanlage war nach Flavius Josephus ein Stadion (zwischen 185 bis 200 m) lang und ein Stadion breit. Im jüdisch-römischen Krieg im Jahr 70 war der Tempel die letzte Schutzwehr der Juden und wurde schließlich zerstört. Einige Historiker vermuten, dass die Juden den Tempel selbst anzündeten, um seine Entweihung zu verhindern. Von der Klagemauer wird heute angenommen, sie sei der einzige erhaltene Teil der unter Herodes errichteten Westmauer der Tempelberganlage.
Auf dem Tempelberg entstand dann zunächst ein römischer Jupiter-Tempel und danach eine christliche Kirche. Unter dem römischen Kaiser Julian Apostata gab es einen Versuch, den jüdischen Tempel wieder zu errichten. Er plante 363 den Wiederaufbau in Jerusalem, der jedoch dann zugunsten des Perserfeldzugs zurückgestellt und niemals verwirklicht wurde. Seit 691 stehen auf der Tempelstätte der islamische Felsendom und seit 705/715 die Al-Aqsa-Moschee. Streng orthodoxe Juden betreten den Tempelberg nicht, aus Angst, dort unwissentlich das Allerheiligste zu betreten, in dem die Bundeslade stand. Man weiß nicht genau, an welcher Stelle sie sich befand, weil der damalige Ort des Allerheiligsten unbekannt ist.
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