Isomalt (E 953) ist der einzige Zuckeraustauschstoff/Polyol, der ausschließlich aus Rübenzucker gewonnen wird. Seine Herstellung erfolgt in einem Zweistufen-Prozess: Zunächst wird Saccharose (Zucker) enzymatisch in das Disaccharid 6-O-ά Isomaltulose überführt. Diese wird dann durch Anlagerung von Wasserstoff in Isomalt umgewandelt. Das Endprodukt Isomalt ist eine weiße, kristalline Substanz mit zuckerähnlichem Süßeprofil.
In der Nahrungsmittelherstellung ersetzt Isomalt Zucker im Mengenverhältnis 1:1 und unterscheidet sich dadurch wesentlich von Intensiv-Süßstoffen. Diese weisen eine extreme Süßkraft (bis zu 1.000 mal süßer als Zucker) auf und können nur in sehr geringen Mengen eingesetzt werden, da sie Nahrungsmittel lediglich Süße und keine Textur/Masse verleihen.
Isomalt gehört zu der Gruppe der schwer-verdaulichen Kohlenhydrate. Diese regen bei der Verdauung die Darmtätigkeit an und wirken der Darmträgheit entgegen - übermäßiger Verzehr kann, wie z.B. auch bei Pflaumen, abführend wirken.
Das Joint Expert Committee on Food Additives (JECFA) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Sicherheit von Isomalt evaluiert und festgehalten, dass keine mengenbezogene Einschränkung nötig ist (entspricht dem "ADI not specified"). Damit wurde Isomalt in die sicherste Kategorie für Nahrungsmittelzutaten eingeordnet. Darüberhinaus wurde Isomalt von Zulassungsbehörden in über 70 Ländern bewertet und zugelassen u.a. von der amerikanischen FDA.
Isomalt wird in verschiedenen zuckerfreien und / oder kalorienreduzierten Süßwaren und Lebensmitteln verwendet, wie z.B. Bonbons, Kaugummis, Schokolade, Desserts und Speiseeis.
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