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Wappen Karte
Isny Wappen.jpg Karte Isny in Deutschland.png
Basisdaten
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Bundesland: Baden-Württemberg
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Regierungsbezirk: Tübingen
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Landkreis: Ravensburg
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Geografische Lage:
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Höhe: 705 m ü. NN
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Fläche: 85,37 km²
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Einwohner: 14.545 (31. Dezember 2004)
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Bevölkerungsdichte: 170 Einwohner je km²
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Ausländeranteil: 8,2 %
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Postleitzahl: 88305-88316
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Vorwahl: 07562
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Kfz-Kennzeichen: RV
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Gemeindeschlüssel: 08 4 36 049
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Adresse der
Stadtverwaltung:
Wassertorstraße 3
88316 Isny

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Offizielle Website: www.isny.de
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E-Mail-Adresse: info@rathaus.isny.de
Politik
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Bürgermeister: Manfred Behrning (Parteilos)
Die Stadt Isny im Allgäu ist ein heilklimatischer Luftkurort im württembergischen Allgäu in Baden-Württemberg. Die ehemalige Reichsstadt liegt an der Hauptroute der Oberschwäbischen Barockstraße.

Geographie


Im Osten der Gemeinde liegt die Adelegg, ein sehr waldreicher Mittelgebirgszug, der als ein Nordausläufer der Allgäuer Alpen weit in das Alpenvorland reicht und mit dem „Schwarzen Grat“ (1.118 m) die höchste Erhebung Württembergs aufweist. Luftkurort-isny-1918.jpg

Geschichte


Isny_tuerme.jpg Isny wurde um das Jahr 1042 vom Grafen von Altshausen gegründet. 1096 wurde die Kirche den Mönchen von Hirsau zur Gründung des Klosters St. Georg übergeben. Um das Jahr 1235 – Isny hatte bereits das Marktrecht – erhielt der Ort das Stadtrecht.

1284 fielen Stadt und Kloster einem Brand zum Opfer. 1365 erkauften sich die Isnyer die Rechte einer Freien Reichsstadt von ihrem Vogtherren, dem Truchsessen von Waldburg. 1401 brannte es erneut in Isny. 1507 erhielt die Stadt das Münzrecht.

Isny war eines der Zentren der Reformation im Allgäu und wurde 1529 protestantisch. Hier arbeitete der Prediger und Reformator Paul Fagius, der hier dem jüdischen Dichter und Grammatiker Elijah Levita einige beachtliche Druckwerke in Auftrag gab. Die Stadt gehörte zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens.

Im Jahr 1631 zerstörte ein Großbrand um die 380 Gebäude, auch die beiden Kirchen und das Kloster. Wie viele andere Städte auch litt Isny unter den Wirren des Dreißigjährigen Krieges.

1802 wurde die Reichsstadt mediatisiert und kam zunächst an die Reichsgrafen von Quadt, 1806 kam Isny zum Königreich Württemberg.

Politik


Dem Gemeinderat gehören 29 Mitglieder aus den Fraktionen der CDU (13), FWV (7) und einer Fraktionsgemeinschaft der SPD (9). Sie treffen sich regelmäßig in den Ausschüssen teils vorberatend, teils beschließend, oder im gesamten Gremium in etwa 4-wöchigem Turnus, um über wichtige Themen zu beraten und Entscheidungen zu mitunter weitreichenden kommunalen Fragen zu treffen.

Vorsitzender des Gemeinderates ist Bürgermeister Manfred Behrning. Seine ehrenamtlichen Stellvertreter sind Herr Dieter Hechelmann (1.) und Frau Sibylle Lenz (2.).

Partnerstädte


Isny unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

Wirtschaft und Infrastruktur


Ansässige Unternehmen

Die nach Beschäftigungszahlen am Standort Isny größten Betriebe sind:

  • Dethleffs (Wohnwagen, Motocaravans), ca. 700 Beschäftigte ohne Fremdkräfte
  • Waldburg-Zeil-Kliniken, ca. 850
  • Gardinia (Vorhangschienen), ca. 450 (mit Heimarbeitern ca. 600)
  • Stephanuswerk (Altenhilfeträger), ca. 385
  • Landes (Lederwaren), ca. 205
  • Blaser (Jagdwaffen), ca. 200
  • Motan (Gerätebau), ca. 160
  • Walcker (Offsetdruck), ca. 150
  • Aquatec (med. Geräte), ca. 100
  • Volksbank Allgäu-West eG, ca. 90
  • Edelmann & Ridder „Edelrid“ (Litzen, Seile), ca. 80
  • Wittner (Feinmechanik und Kunststoff), ca. 84
  • Naturwissenschaftlich-Technische Akademie Isny (ca. 70)

Verkehr

Die Stadt ist mit einigen Buslinien u.a. mit Leutkirch, Wangen im Allgäu und Kempten im Allgäu verbunden und gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an. Früher bestanden Eisenbahnverbindungen mit diesen Städten, von denen die Verbindung nach Kempten, einstmals die höchststeigende Normalspurbahn in Deutschland, als letzte 1983 stillgelegt wurde. Isny ist im Straßenverkehr nach Westen über die B12 mit Wangen im Allgäu verbunden. Es besteht hier sowie auch nach Norden bei Leutkirch ein Anschluss an die A96. Nach Osten hin besteht nach dem Ausbau der B12 eine Verbindung nach Kempten an die Autobahnen A980 und A7.

Bildung

Die Stadt Isny ist Träger einer Grundschule in der Kernstadt sowie von Grundschulen in Beuren, Neutrauchburg und Rohrdorf. Außerdem gibt es eine Hauptschule mit Werkrealschule, eine Realschule (gegründet 1998) und ein Gymnasium. Die Eduard-Schlegel-Schule als staatliche Förderschule und eine private Schule für Erziehungshilfe im Evangelischen Kinder- und Jugenddorf Siloah runden das allgemeinbildende Schulangebot ab.

Eine Außenstelle der Wirtschaftsschule Wangen in Trägerschaft des Landkreises Ravensburg ist baulich im Gymnasium Isny integriert.

Mit der privaten Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie Prof. Dr. Grübler (nta) ist in Isny auch ein Berufskolleg und eine Fachhochschule für die Fachrichtungen Physik, Chemie, Informatik und Medizin ansässig. Diese kam 1950 als „Chemieschule Prof. Dr. Grübler“ nach Isny.

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Sammlungen und Museen

  • Prädikantenbibliothek: Im Turm über der Sakristei der Nikolaikirche befindet sich eine in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts eingerichtete Predigerbücherei, die in Einrichtung und Bestand fast originalgetreu erhalten ist und als „biobliothekarisches Gesamtdenkmal“ gilt. Die Prädikantenbibliothek enthält zahlreiche Handschriften und Inkunabeln, darunter das „Isnyer Graduale“ von ca. 1200, Schriften der Reformatoren Luther und Melanchthon, das „Straßburger Gesangbuch“ (1541) und der Weltatlas des Amsterdamer Kartographen Abraham Ortelius (1640–1650).
  • Museum am Mühlturm: Museum zur Stadtgeschichte mit Spezialausstellungen zum Flachsanbau und zur Weberei sowie zur Münzgeschichte der Stadt. Eine besondere Attraktion ist die Münzwerkstatt, in der Besucher auf Wunsch selbst eine Erinnerungsmünze prägen können.
  • Wassertormuseum: Ausstellungen zur Feuerwehrgeschichte, zum Wintersport in Isny, komplett eingerichtete historische Schuhmacherwerkstatt und Türmerwohnung.
  • Kunsthalle im Schloss: Die Kunsthalle im Schloss zeigt eine ständige Ausstellung von Werken des Malers Friedrich Hechelmann sowie wechselnde Sonderausstellungen. Außerdem wird eine Sammlung hellenistischer Skulpturen gezeigt.

Bauwerke

  • Nikolaikirche: Dreischiffige Pfeilerbasilika ursprünglich erbaut 1288, restauriert im 15. Jahrhundert, nach dem großen Brand 1631 wieder neu ausgebaut. Spätgotischer Chor mit Sternrippengewölbe.
  • Georgskirche: Ehemalige Klosterkirche im Rokoko- und Barockstil. Ursprünglich erbaut im 11./12. Jahrhundert. Nach dem großen Brand 1631 neu erbaut. Die Innenraumgestaltung war erst im 18. Jahrhundert fertiggestellt, die Kirche enthält wertvolle Deckenfresken und Altäre.
  • Rathaus: Eine Verbindung von drei ehemaligen Patrizierhäusern mit Bausubstanz aus dem 15. Jahrhundert. Von 1682-1687 um- und ausgebaut im frühbarocken Stil. Das Knorpelschnitzwerk auf den Türblättern, die Holzkassettendecken in den Erkersälen und vor allem der Winterthurer Fayence-Kachelofen sind sehenswert.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Kinderfest, immer am zweiten Juli-Wochenende
  • Isny-Oper-Festival, Mitte Juli
  • Theaterfestival Isny, Anfang August

Persönlichkeiten


Söhne und Töchter der Stadt

Sonstige Persönlichkeiten

Literatur


  • Karl Friedrich Eisele (Red.): Isny im Allgäu. Ein Führer durch die Stadt und ihre Geschichte. Stadt Isny, Isny 1992
  • Sylvia Greiffenhagen, Gesa Ingendahl: Isny im 19. und 20. Jahrhundert. Stadt Isny, Isny 2003, ISBN 3-00-012529-9
  • Helmut Schmid: Die mittelalterliche Predigerbücherei zu Isny (= Kleinode, Band 7). Kreissparkasse Ravensburg, Ravensburg 2000

Weblinks


Landkreis Ravensburg | Ort in Baden-Württemberg | Reichsstadt

Isny im Allgäu | Isny im Allgäu | Isny | Isny

 

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