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200Lek(1992).jpg Ismail Qemali (eigentlich Ismail Qemali Bey Vlora; * 16. Januar 1844 in Vlora; † 24. Januar 1919 in Perugia) war ein albanischer Politiker.

Während des 19. Jahrhunderts hatte Qemali zahlreiche Positionen in der Verwaltung des Osmanischen Reichs inne. Nach dem er zwischenzeitlich ins Exil musste, war er ab 1908 oppositioneller Abgeordneter im türkischen Parlament. Er setzte sich für eine Dezentralisierung der Verwaltung und für die Rechte der Albaner innerhalb des Osmanischen Reichs ein. Nach Ausbruch des Ersten Balkankriegs machte er sich in Wien für die albanischen Interessen stark.

Am 19. November 1912 kehrte Ismail Qemali nach Albanien zurück und leitete die Nationalversammlung in Vlora. Als Vorsitzender spielte er eine zentrale Rolle bei der Ausrufung der Unabhängigkeit Albaniens am 28. November 1912. Zusammen mit Isa Boletini und Luigj Gurakuqi hisste er auf einem Balkon in Vlora die rote Flagge mit Skanderbegs Doppeladler als Zeichen der Unabhängigkeit der albanischen Nation.

Qemali wurde Vorsitzender der (provisorischen) ersten albanischen Regierung, die mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, aber vor allem um die Anerkennung des Landes ringen musste. Nachdem die Großmächte den Deutschen Wilhelm zu Wied zum Fürsten von Albanien ernannt hatten, trat Qemali am 22. Januar 1914 zurück. Er verließ Albanien und starb fünf Jahre später in Italien.

Literatur


  • Sommerville Story (Herausgeber): The Memoirs of Ismail Kemal Bey. Constable and Company, London 1920

Weblink


Albaner | Premierminister (Albanien) | Mann | Geboren 1844 | Gestorben 1919

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