Das Isartor ist das östliche Stadttor der historischen Altstadt von München und beherbergt das Valentin-Karlstadt-Musäum.
Das Isartor (Tal 43) steht am östlichen Ende des "Tals" im sogenannten Graggenauer Viertel, das Teil der Salzstraße und damit der Ost-West-Magistrale der historischen Altstadt ist. Damit trennt das Isartor die historische Altstadt von der Isarvorstadt und der Au. Vor dem Isartor befindet sich der Isartorplatz, heute Teil des Altstadtringes.
Das Isartor ist fast vollständig erhalten. Als letztes der Münchner Stadttore besitzt es den Hauptturm, der als Mittelturm die gesamte Anlage überragt. Ebenso sind die Flankentürme, die sogenannte Barbakanen erhalten wie die drei Toreingänge in der Binnenmauer zwischen den Flankentürmen. Im Ostteil befindet sich eine Balustrade zum Hof hin.
1833 beauftragte König Ludwig I. Friedrich von Gärtner mit der Wiederherstellung des Isartores. In Rahmen dieser Wiederherstellung wurden auch die Wappenbilder an den Flankentürmen sowie die Historienwandfesken außen an der Binnenmauer über den Toreingängen angebracht, das den Siegeszug Kaiser Ludwig des Bayern nach seiner Schlacht bei Ampfing im Jahre 1322 zeigt. Der Mittelturm erhielt 1860 eine Uhr, die ursprünglich für den Mittelturm des Karlstores vorgesehen war, nach seiner Zerstörung durch eine Schwarzpulver-Explosion aber dann für den Mittelturm des Isartores verwendet wurde.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Isartor 1944 schwer beschädigt. 1946 bis 1957 wurde seine Wiederherstellung, die sich auf die notwendigsten Arbeiten zur Sicherung des Isartores beschränkte, zunächst abgeschlossen. Daher blieben erhebliche Baumängel, Kriegsschäden waren zum Teil nur notdürftig ausgebessert worden. Ebenso wurde eine einfache Turmuhranlage nach Stil der Einheitsbahnhofsuhren eingebaut. 1971/72 wurde eine Sanierung des Isartores durchgeführt, die das mittelalterliche Erscheinungsbild wieder stärker zur Geltung gebracht und manche Entscheidungen der Wiederherstellung von 1833 korrigierte. So wurde 1971 die komplette Turmuhrenanlage mit den zwei Glaszifferblättern und Zeigerpaaren im Zuge der Sanierung des Isartores demontiert und anschließend nicht wieder installiert.
Uhr am Isartor Muenchen.jpg Am 4. November 2005 wurde am Hauptturm wieder eine große Uhr angebracht. Auf der Westseite läuft die Uhr (absichtlich) rückwärts, um an Valentin bzw. an Bayern zu erinnern (Willy Brandt: „In Bayern gehen die Uhren anders“). Zur Ostseite zeigt die Uhr die Münchner Ortszeit im Uhrzeigersinn.
Seit 1959 befindet sich im südlichen Flankenturm das Valentin-Karlstadt-Musäum, wo auch das Café Turmstüberl eingerichtet wurde.
Beim Bau des neuen Verwaltungszentrums Isartorplatz der Stadtsparkasse München am Thomas-Wimmer-Ring sind Mitte der 1980er Jahre die Fundamente der Stadtmauer sowie die Fundamente eines Wachturms entdeckt wurde, die heute öffentlich zugänglich sind. Ebenso sind in der Straße Lueg ins Land ebenso Reste der Stadtmauer und Wachtürme zu Häusern umgebaut, die teilweise die Fliegerangriffe 1944 überstanden haben.
Das Isartor ist auch Namensgeber für den S-Bahnhof Isartor, der Teil der S-Bahn-Stammstrecke ist.