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Irrer Iwan (engl. Crazy Ivan) ist der Name, den U-Bootfahrer der US-Marine einem Manöver von russischen bzw. sowjetischen U-Booten gegeben haben.

Bei diesem Manöver, das sowjetische U-Boote auf Patrouille oft durchgeführt haben (während US-amerikanische U-Boote ihnen dicht folgten), sind die sowjetischen Kapitäne in gewissen zeitlichen Abständen einen vollen Kreis gefahren, um per passivem Sonar in den durch den eigenen Antrieb und die Lage des Sonodoms im Bug des Bootes hervorgerufenen "tauben Sektor" lauschen zu können.

Der ehemalige Kommandant der USS Lapon (SSN 661), Fregattenkapitän Chester Whitey Mack, wird wie folgt zitiert:

Alle 90 Minuten änderte er den Kurs. Es waren weder 89 Minuten noch 91 Minuten, es waren also exakt 90 Minuten. Das war auch die längste Zeit, die ich während der ganzen Zeit schlafen konnte. Er ging hoch, wir gingen hoch; er ging runter, wir gingen runter. Und manchmal gingen wir ganz schön tief. Wir machten diesen lustigen alten Tanz, du weißt schon, zwei Sechstausend-Tonnen Schiffe, die sich um sich herum drehen.

Laut Berichten soll es durch solche Manöver selbst bis in die 1990er Jahre noch zu Unterwasserkollisionen gekommen sein.

Eine dieser Kollisionen ereignete sich am 20. Juni 1970, als die USS Tautog (SSN-639) (USS Tautog (SSN-639)) mit einem sowjetischen U-Boot der Echo-Klasse kollidierte.

Würden bei so einer Kollision Raketen oder Torpedos beschädigt, wäre ein Totalverlust des U-Boots wahrscheinlich.

Irrer Iwan wird auch in der U-Boot-Literatur benutzt, um Spannung zu erzeugen, so verwendete z.B. Tom Clancy das Manöver mehrmals in Jagd auf Roter Oktober verfilmt mit Sean Connery.

Marine | Manöver

crazy Ivan

 

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