Irrer Iwan (engl. Crazy Ivan) ist der Name, den U-Bootfahrer der US-Marine einem Manöver von russischen bzw. sowjetischen U-Booten gegeben haben.
Bei diesem Manöver, das sowjetische U-Boote auf Patrouille oft durchgeführt haben (während US-amerikanische U-Boote ihnen dicht folgten), sind die sowjetischen Kapitäne in gewissen zeitlichen Abständen einen vollen Kreis gefahren, um per passivem Sonar in den durch den eigenen Antrieb und die Lage des Sonodoms im Bug des Bootes hervorgerufenen "tauben Sektor" lauschen zu können.
Der ehemalige Kommandant der USS Lapon (SSN 661), Fregattenkapitän Chester Whitey Mack, wird wie folgt zitiert:
Laut Berichten soll es durch solche Manöver selbst bis in die 1990er Jahre noch zu Unterwasserkollisionen gekommen sein.
Eine dieser Kollisionen ereignete sich am 20. Juni 1970, als die USS Tautog (SSN-639) (USS Tautog (SSN-639)) mit einem sowjetischen U-Boot der Echo-Klasse kollidierte.
Würden bei so einer Kollision Raketen oder Torpedos beschädigt, wäre ein Totalverlust des U-Boots wahrscheinlich.
Irrer Iwan wird auch in der U-Boot-Literatur benutzt, um Spannung zu erzeugen, so verwendete z.B. Tom Clancy das Manöver mehrmals in Jagd auf Roter Oktober verfilmt mit Sean Connery.
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