| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wap irrel_.gif | Lage_Alsdorf_BIT.png | - | Basisdaten | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Rheinland-Pfalz | - bgcolor="#FFFFFF" | Kreis: | Landkreis Bitburg-Prüm | - bgcolor="#FFFFFF" | Verbandsgemeinde: | Irrel |
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Sehenswert in Irrel sind die Wasserfälle der Prüm, die Teufelsschlucht im Ferschweiler Plateau und das Westwallmuseum Katzenkopf.
Die erste urkundliche Erwähnung Irrels ist für das Jahr 814 belegt, als Besitzung der Abtei Echternach. Im Mittelalter gehörte Irrel zu Luxemburg, seit 1555 zu den Spanischen Niederlanden, und ab 1713 den Österreichischen Niederlanden. Von 1795 bis 1815 ist Irrel Teil des französischen Wälderdepartements, nach dem Wiener Kongress wird der nahegelegene Fluss Sauer zum Grenzfluss des neugegründeten Großherzogtums Luxemburg, und Irrel somit preußisch. Im 19. Jahrhundert erlangten vor allem Land- und Forstwirtschaft, die Gewinnung von Gerberlohe sowie die Steinbrüche der Umgebung an Bedeutung. Jedoch war die Gegend bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg, bedingt durch die dünne Besiedlung , mäßig fruchtbare Böden und geringe industrielle Entwicklung, aber auch die 1815 entstandene Randlage an der Westgrenze, von Armut geprägt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts förderte die Gründung einer Spar- und Darlehenskasse, in den zwanziger Jahren die einer Molkereigenossenschaft die wirtschaftliche Entwicklung. Die Molkerei stellte bereits in den sechziger Jahren ihren Betrieb wieder ein. Mit dem Bau der Nims-Sauertalbahn wurde der Ort 1915 vom Eisenbahnnetz erschlossen, was der gesamten Region einen gewissen wirtschaftlichen Aufschwung brachte. In dieser Zeit war Irrel vor allem von Landwirtschaft und Handwerk geprägt. Der Personenverkehr dieser Strecke wurde 1968, der Güterverkehr 1988 eingestellt. Durch die Eisenbahn konnten die typischen Produkte der Region, landwirtschaftliche Erzeugnisse, Holz und Sandstein, erstmals in grösserem Umfang befördert werden. Auch der Tourismus entwickelte sich durch die Eisenbahn in der landschaftlich reizvollen Eifelregion.
Weitere einschneidende Veränderungen brachte 1938 der Bau des Westwalls. Durch die Arbeiter des Westwalls nahm die Einwohnerzahl zeitweilig enorm zu, auch boten die Baumaßnahmen zusätzliche Arbeitsplätze für die einheimische Bevölkerung in einer traditionell sehr strukturschwachen Region. Da Irrel sehr nah an der Westgrenze zu Luxemburg liegt, wurden auf dem Gemeindegebiet eine große Anzahl von Stellungsbunkern gebaut, darunter zwei der größten Bunkerbauten des Westwalls: Der Katzenkopfbunker, in dem heute ein Museum eingerichtet ist, sowie der Nimsbunker, beide jeweils mit Panzerkuppeln und mehreren unterirdischen Etagen. Vom Zweiten Weltkrieg war Irrel schon ab dem Jahr 1939 betroffen. Durch die Lage in unmittelbarer Nähe zur Westgrenze, innerhalb der so genannten "Roten Zone", wurde auch Irrel für mehrere Wochen evakuiert, die Bevölkerung in den Harz und den Westerwald verbracht. In den Jahren 1944 und 1945 wurde der Ort durch Artilleriebeschuß, Fliegerbomben und Sprengungen der sich zurückziehenden Truppen zu ca. 70% zerstört. Die Einwohner harrten von Herbst 1944 bis zur Befreiung im Februar 1945 durch die US Armee in Nachbarorten oder den Wäldern der Umgebung aus.
Die Nachkriegszeit ist geprägt von der Entwicklung des Ortes zu einem Unterzentrum der Region, zum Beispiel durch den Bau von Schulen und die Ansiedlung von Einkaufsmöglichkeiten. Der Tourismus erreichte in der Südeifel seine Blüte in den 50er und 60er Jahren, viele Hotels, Pensionen und die Campingplätze Irrels stammen aus dieser Zeit. Heute ist die Region eher ein Reiseziel für Naherholung und Kurzreisen. Die bis dahin ortsbildprägenden Bahnanlagen wurden in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts in der Ortsmitte komplett abgetragen. Heute ist die Landwirtschaft, bis in die Nachkriegszeit einer der Haupterwerbszweige, nur noch von sehr geringer Bedeutung, die meisten Arbeitnehmer pendeln in den Raum Bitburg, ins nahe Luxemburg oder nach Trier.