Der älteste und auch gleichzeitig der bekannteste und spektakulärste Ironman ( britisches englisch: [) ist der Ironman Hawaii, der seit 1978 jährlich auf der Inselgruppe Hawaii im Pazifischen Ozean ausgetragen wird (seit 1981 auf Big Island, davor auf Oahu). Er ist das höchste Ziel der meisten Triathleten. Für diesen Wettkampf muss man sich seit 1988 bei einem der weltweit stattfindenden und als Ironman lizenzierten Wettbewerbe durch eine schnelle Gesamtzeit in seiner Alterklasse qualifizieren.
Der Triathlon Ironman Hawaii findet jedes Jahr im Oktober statt und gilt als einer der schwierigsten Ausdauerwettkämpfe der Welt. Neben der extremen Länge der Wettkampfstrecke kommen auf Hawaii die erschwerenden Wettkampfbedingungen, denen die Athleten während des Rennens ausgesetzt sind, hinzu. Neben der Hitze von zum Teil über 40 Grad Celsius können die aufkommenden Mumuku-Winde vor allem auf der 180 km Radstrecke das Rennen stark beeinflussen, zumal dort - wie bei allen Ironmanrennen - das Windschattenfahren strikt untersagt ist.
Offizielle Qualifikation für den Ironman Hawaii in Europa:
1974 Im September 1974 organisierten zwei Amerikaner aus San Diego, Kalifornien den ersten Triathlon-Wettkampf, der auch so bezeichnet wurde. Der Wegbereiter war eine allgemeine Jogging-Welle Anfang der 70er Jahre, die auch den ehemaligen Leistungsschwimmer Jack Johnstone (35) mitriß. Aufgrund der Lage der Stadt San Diego an einer großen Ozeanlagune mit einigen kleineren Inseln, der Mission Bay, bot sich die Kombination Schwimmen und Laufen am Strand als ideale Ausdauerkombination an. Man gab dieser den Namen Biathlon, nicht wissend oder ignorierend, dass es sich hierbei längst um eine olympische Wintersportart handelte. Der Dave Pain Birthday Biathlon war ein solcher kleiner Amateurwettkampf, an dessen zweiter Auflage Ende Juli 1973 auch Johnstone teilnahm. Die Disziplinen waren damals 4,5 Meilen Laufen und eine Viertelmeile Schwimmen. Nach einer weiteren Teilnahme im Jahr darauf kam er so auf den Geschmack, dass er baldmöglichst selber einen Biathlon ausrichten wollte. Er schrieb diesen Wettkampf für den 25. September des gleichen Jahres aus und bekam vom offiziellen Sponsor, dem San Diego Track Club noch den Tip, sich von einem gewissen Don Shanahan helfen zu lassen, der ähnliche Gedanken hege. Dieser schlug Johnstone die Integration eines Radrennens vor. Wie die meisten Amerikaner hatte Johnstone gar kein Fahrrad und war skeptisch. Dennoch ging er auf den Vorschlag ein und benannte den Wettkampf nomenklaturgemäß in Mission Bay Triathlon um. Der Begriff „Triathlon“ war damals in keinem Wörterbuch zu finden, so dass der Schildermacher, der die Siegerpokale anfertigte, Johnstone nach der korrekten Schreibweise fragen musste. An jenem Mittwoch, dem 25. September 1974 um ca. 17.45 Uhr (US PST) gingen insgesamt 46 Teilnehmer an den Start. Die Strecken waren damals in dieser Reihenfolge: 6 Meilen Laufen, 5 Meilen Radfahren und 500 Yards Schwimmen. Aufgrund der heraufziehenden Dämmerung standen einige Pkw mit eingeschalteten Scheinwerfern am Strand, die die letzten Meter der Schwimmstrecke kurz vor dem Ziel beleuchteten. Als Sieger des ersten auch so genannten Triathlon lief Bill Phillips nach 55:44 min ein. Johnstone selbst wurde Sechster, Shanahan nahm aufgrund einer Verletzung nicht teil und übernahm die Rennleitung. Als 35. von 46 "Finishern" kam John Collins ins Ziel, der vier Jahre später den Grundstein für den Ironman Hawaii legte. Der Legende nach entstand dieser Wettbewerb aus einer Diskussion darüber, welches der härteste Ausdauerwettkampf sei: Der Waikiki Rough Water Swim über 2,4 Meilen (3,86 km), das Radrennen Ride around the Island über 180 km oder aber der Honolulu-Marathon.
1978 Die Idee des Ironman wurde 1978 während der Preisverleihung des Oahu Perimeter Relay (Laufwettbewerb für Teams aus fünf Athleten) in Hawaii geboren. Unter den Teilnehmern waren verschiedene Vertreter der Mid-Pacific Road Runners und des Waikiki Swim Club, die schon lange diskutierten, wer denn die fitteren Athleten wären: Schwimmer oder Läufer? Bei dieser Gelegenheit bemerkte U.S. Navy Commander John Collins, dass beim großartigen Fahrradfahrer Eddy Merckx die größte je bei einem Athleten festgestellte Sauerstoffaufnahmefähigkeit gemessen wurde. Commander Collins und seine Frau Judy hatten 1974 und 1975 schon an Triathlons teilgenommen und daher schlug Cdr. Collins vor, drei existierende Rennen auf der Insel zu kombinieren: Den Waikiki Roughwater Swim (2,4 Meilen/3,85km), das Around-Oahu Bike Race (115 Meilen, ursprünglich ein zweitägiges Rennen) und den Honolulu Marathon (42,195 km). Es sei angemerkt, dass keiner der Anwesenden an dem Fahrradrennen je teilgenommen hatte; Cdr. Collins bemerkte, dass es durch Kürzen um 3 Meilen möglich war, das Radrennen beim Schwimmziel zu starten und beim Aoha Tower, dem traditionellen Marathonstart, enden zu lassen. Mit einem Nicken zu einem hiesigen Läufer, berüchtigt für sein anspruchsvolles Training, sagte Collins "Whoever finishes first, we'll call him the Iron Man".
Also machten sich 15 Starter 1978 auf, um einen König der Ausdauer in einem Nonstop-Wettbewerb aller drei Distanzen zu bestimmen. Von den 15 Teilnehmern, die am frühen Morgen des 18. Februar 1978 starteten, erreichten 12 das Ziel. Der erste "Iron Man" war der Taxifahrer Gordon Haller in 11 Stunden, 46 Minuten und 58 Sekunden.
1979 Mundpropagande reichte aus, um im Jahr darauf bereits 50 Athleten an den Start zu bringen. Wegen schlechten Wetters musste die Veranstaltung aber um einen Tag verschoben werden - nur 15 Teilnehmer starteten an einem Sonntag Morgen. Der 35-jährige Tom Warren aus San Diego gewann in 11:15:56. Lyn Lemaire, eine Meisterschaftsradfahrerin aus Boston, wurde insgesamt Sechste und erste "Ironwoman". Collins plante, das Rennen in einen Staffelbewerb zu ändern, doch der Journalist Barry McDermot der Zeitschrift Sports Illustrated, wegen einem Golfturnier in der Gegend, entdeckte das Rennen und schrieb einen 10-seitigen Artikel.
1980 Im folgenden Jahr kontaktierten hunderte interessierter Teilnehmer Commander Collins. Die amerikanische Fernsehgesellschaft ABC übertrug das Spektakel und trug so zur weltweiten Beachtung und zum Mythos Ironman Hawaii bei.
1981 Der Ironman wird mit einem Bericht der ZDF-Sportreportage nun auch in Deutschland einem breiten Fernsehpublikum bekannt gemacht. Bereits im Jahr darauf werden die ersten Triathlon-Veranstaltungen u. a. in Essen, Kehl und Immenstadt organisiert.
Seit 1982 findet er auf der Hawaii-Insel Big Island statt (vorher auf Oahu). Zudem wurde der "Race day" vom Frühjahr auf den Oktober gelegt, womit es in jenem Jahr zwei Auflagen gab. Grund war die steigende Popularität u. a. bei den Europäern, für die sich der Winter nicht gerade als Trainingszeit eignet.
1982 Die in Führung liegende Julie Moss kollabierte wegen Dehydratation (Flüssigkeitsmangel) kurz vor der Ziellinie. Die an zweiter Stelle liegende Kathleen McCartney konnte sie überholen und wurde Erste. Moss raffte sich auf und bewegte sich auf allen Vieren in Richtung Ziel. Am Ende wurde sie noch Zweite vor Lyn Brooks, die mit derselben Zeit finishte wie Sally Edwards. Diesen Zieleinlauf sah damals Mark Allen live und beschloss ebenfalls am Hawaii-Ironman teilzunehmen. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt wissen, dass er in den 90ern diesen Wettkampf sechs Jahre lang dominieren würde und dass Julie Moss seine Frau werden sollte. Durch die Verlegung des Rennens von der Insel Oahu nach Big Island fanden 1982 zwei Wettkämpfe statt. Im Oktober 1982 nahmen erstmals deutsche Triathleten teil, nämlich Detlef Kühnel aus Roth und Manuel Debus aus Nürnberg.
1989 The „IRONWAR“ Die beiden Triathlon-Legenden Dave Scott und Mark Allen (die einzigen, die 6-mal die Ziellinie beim IRONMAN Hawaii als Erste durchliefen) lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen während des gesamten Wettkampfes. Am Ende konnte sich The Grip (so der Spitzname von Mark Allen) an einem leichten Anstieg von The Man (Dave Scotts Spitzname) absetzen und das Duell für sich entscheiden.
Die erfolgreichsten Triathleten auf Hawaii sind mit je sechs Siegen die beiden US-Amerikaner Dave Scott und Mark Allen. Peter Reid (CAN) konnte das Rennen dreimal siegreich beenden. Es folgen Scott Tinley, Tim DeBoom (beide USA) und der Belgier Luc van Lierde mit je zwei Siegen.
Als erster Deutscher erklomm Wolfgang Dittrich aus Neuss 1993 als Dritter das Podest. Thomas Hellriegel konnte nach einem zweiten Platz 1995 hinter Mark Allen und 1996 hinter Luc van Lierde dann schließlich 1997 den ersten deutschen Hawaii-Sieg in 8:33:01 h erzielen. Er siegte dabei vor Jürgen Zäck und Lothar Leder. 2004 siegte Normann Stadler als zweiter Deutscher mit 8:33:30 h. Faris Al-Sultan gewinnt im Jahr 2005 als dritter Deutscher mit 8:14:17 h die Ironman World Championships.
Der Belgier Luc van Lierde hält den Rekord auf Hawaii seit 1996 mit 8:04:01 h.
Bei den Frauen siegte Paula Newby-Fraser (USA) achtmal. Sie hält den Streckenrekord seit 1992 mit 8:55:28 h.
Den Rekord für den schnellsten Ironman aller Zeiten hält seit 1997 der Belgier Luc van Lierde, der die Strecke beim Ironman Europe (Roth, Deutschland) in 7:50,27 h bewältigte.
Am 15. Oktober 2005 gewann der aus Bayern stammende Faris Al-Sultan mit deutlichem Vorsprung den Triathlon und trägt nunmehr für ein Jahr den Titel "Ironman". Der 27-jährige absolvierte den Wettbewerb in 8 Stunden, 14 Minuten und 17 Sekunden. Beim Zieleinlauf wurde er traditionell von Fackelträgern auf den letzten Metern begleitet. Er ließ sich eine bayerische Fahne reichen und streckte sie beim Überqueren der Ziellinie triumphal in den Himmel.
Natascha Badmann aus Oftringen AG in der Schweiz siegt 2005 zum sechsten Mal mit einer Zeit von 9:09:30 h.
| Männer | Frauen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Jahr | Weltmeister | Zweiter Platz | Dritter Platz |
|---|---|---|---|
| 2005 | Faris Al-Sultan, GER | Cameron Brown, NZ | Peter Reid, CAN |
| 2004 | Normann Stadler, GER | Peter Reid, CAN | Faris Al-Sultan, GER |
| 2003 | Peter Reid, CAN | Beke, Rutger, BEL | Cameron Brown, NZ |
| 2002 | Tim DeBoom, USA | Peter Reid, CAN | Cameron Brown, NZ |
| 2001 | Tim DeBoom, USA | Cameron Brown, NZ | Thomas Hellriegel, GER |
| 2000 | Peter Reid, CAN | Tim DeBoom, USA | Normann Stadler, GER |
| 1999 | Luc van Lierde, BEL | Peter Reid, CAN | Tim DeBoom, USA |
| 1998 | Peter Reid, CAN | Luc van Lierde, BEL | Lothar Leder, GER |
| 1997 | Thomas Hellriegel, GER | Jürgen Zäck, GER | Lothar Leder, GER |
| 1996 | Luc van Lierde, BEL | Thomas Hellriegel, GER | Greg Welch, AUS |
| 1995 | Mark Allen, USA | Thomas Hellriegel, GER | Rainer Müller-Hörner, GER |
| 1994 | Greg Welch, AUS | Dave Scott, USA | Jeff Devlin, USA |
| 1993 | Mark Allen, USA | Pauli Kiuru, USA | Wolfgang Dittrich, GER |
| 1992 | Mark Allen, USA | Christian Bustos, CHI | Pauli Kiuru, FIN |
| 1991 | Mark Allen, USA | Greg Welch, AUS | Jeff Devlin, USA |
| 1990 | Mark Allen, USA | Scott Tinley, USA | Pauli Kiuru, FIN |
| 1989 | Mark Allen, USA | Dave Scott, USA | Greg Welch, AUS |
| 1988 | Scott Molina, USA | Michael Pigg, USA | Ken Glah, USA |
| 1987 | Dave Scott, USA | Mark Allen, USA | Greg Stewart, AUS |
| 1986 | Dave Scott, USA | Mark Allen, USA | Scott Tinley, USA |
| 1985 | Scott Tinley, USA | Christopher Hinshaw, USA | Carl Kupferschmid, SUI |
| 1984 | Dave Scott, USA | Scott Tinley, USA | Grant Boswell, USA |
| 1983 | Dave Scott, USA | Scott Tinley, USA | Mark Allen, USA |
| 1982(Okt) | Dave Scott, USA | Scott Tinley, USA | Jeff Tinley, USA |
| 1982(Feb) | Scott Tinley, USA | Dave Scott, USA | Jeff Tinley, USA |
| 1981 | John Howard | Tom Warren, USA | Scott Tinley, USA |
| 1980 | Dave Scott, USA | Chuck Neumann, USA | John Howard, USA |
| 1979 | Tom Warren, USA | John Dunbar, USA | Ian D. Emberson, USA |
| 1978 | Gordon Haller, USA | John Dunbar, USA | Dave Orlowski, USA |
| Jahr | Weltmeisterin | Zweiter Platz | Dritter Platz |
|---|---|---|---|
| 2005 | Natascha Badmann, SUI | Michellie Jones, AUS | Kate Major, AUS |
| 2004 | Natascha Badmann, SUI | Heather Fuhr, CAN | Kate Major, AUS |
| 2003 | Lori Bowden, CAN | Natascha Badmann, SUI | Nina Kraft, GER |
| 2002 | Natascha Badmann, SUI | Nina Kraft, GER | Lori Bowden, CAN |
| 2001 | Natascha Badmann, SUI | Lori Bowden, CAN | Nina Kraft, GER |
| 2000 | Natascha Badmann, SUI | Lori Bowden, CAN | Fernanda Keller, BRZ |
| 1999 | Lori Bowden, CAN | Karen Smyers, USA | Fernanda Keller, BRZ |
| 1998 | Natascha Badmann, SUI | Lori Bowden, CAN | Fernanda Keller, BRZ |
| 1997 | Heather Fuhr, CAN | Lori Bowden, CAN | Fernanda Keller, BRZ |
| 1996 | Paula Newby-Fraser, ZBW | Natascha Badmann, SUI | Karen Smyers, USA |
| 1995 | Karen Smyers, USA | Isabelle Mouthon, FRA | Fernanda Keller, BRZ |
| 1994 | Paula Newby-Fraser, ZBW | Karen Smyers, USA | Fernanda Keller, BRZ |
| 1993 | Paula Newby-Fraser, ZBW | Erin Baker, NZL | Sue Latshaw, USA |
| 1992 | Paula Newby-Fraser, ZBW | Julieanne White, USA | Thea Sybesma, USA |
| 1991 | Paula Newby-Fraser, ZBW | ? | ? |
| 1990 | Erin Baker | Paula Newby-Fraser, ZBW | Terry Schneider-Egger, USA |
| 1989 | Paula Newby-Fraser, ZBW | Syviane Puntous, CAN | Kirsten Hanssen, USA |
| 1988 | Paula Newby-Fraser, ZBW | Erin Baker, NZL | Kirsten Hanssen, USA |
| 1987 | Erin Baker | Syvianne Puntous, CAN | Paula Newby-Fraser, ZBW |
| 1986 | Paula Newby-Fraser, ZBW | Sylvianne Puntous, CAN | Joanne Ernst |
| 1985 | Joanne Ernst, USA | Elisabeth Bulmann, USA | Paula Newby-Fraser, ZBW |
| 1984 | Sylvianne Puntous , CAN | Patricia Puntos, CAN | Julie Olson |
| 1983 | Sylvianne Puntous, CAN | Patricia Puntos, CAN | Eva Ueltzen |
| 1982(Okt) | Julie Leach | Joann Dahlkoetter | Sally Edwards |
| 1982(Feb) | Kathleen McCartney | Julie Moss | Lyn Brooks |
| 1981 | Linda Sweeney | Sally Edwards | Lyn Brooks |
| 1980 | Robin Beck | Eve Anderson | - |
| 1979 | Lyn Lemaire | - | - |
| 1978 | keine Teilnehmerinnen |
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