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Die Ironie (griechisch ειρωνεία - altgriechisch eironeía, heute ironía ausgesprochen - wörtlich die Verstellung) ist eine Äußerung, die oft - aber nicht zwingend - das Gegenteil des Gesagten meint, die mit scheinbarer Ernsthaftigkeit den gegnerischen Standpunkt ins Widersprüchliche zieht. Im Gegensatz zum Humor ist Ironie eher kritisch und nicht um Zustimmung bemüht. Ironie wird oft durch Mimik, Gesten oder Betonung unterstrichen und so als solche kenntlich gemacht.

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Ludwig Tieck, besonders aber Friedrich Schlegel, prägen den Begriff der Romantischen Ironie; eine besondere Form der Ironie bildet außerdem die tragische Ironie.

In der Selbstironie spiegelt sich eine kritische, spielerische Haltung gegenüber dem eigenen Standpunkt wider.

Ironie ist nur aus dem Kontext heraus verständlich. Die bekannteste ironische Verhaltensweise spiegelt sich aber in Reaktionen wider, zum Beispiel die Entgegnung "Du Held!" auf etwas vollkommen Selbstverständliches, Sinnloses oder nicht Außergewöhnliches.

In einer schriftlichen Mitteilung ist Ironie nicht immer eindeutig zu erkennen. Der Autor und seine Einstellungen sind meist unbekannt; ebenso fehlt die Übermittlung der Satzbetonung. Die einzige Möglichkeit, Missverständnisse vollständig zu vermeiden, ist, in schriftlichen Mitteilungen auf Ironie zu verzichten. Allerdings gibt es ziemlich klare Methoden, Ironie auch in Printmedien darzustellen; näheres dazu im nächsten Abschnitt.

Der bekannte Autor Heinrich Heine soll schon vor langer Zeit die Einführung eines Ironiezeichens analog zum Ausrufezeichen gefordert haben, um Missverständnisse zu vermeiden.

Ironie in Textmedien


Zeitungen helfen sich damit, Beiträge eindeutig als ironisch zu kennzeichnen (Glosse). Hier werden oft satirische Elemente wie zum Beispiel Übertreibungen, Wiederholungen oder vermeintliche Fachsprache genutzt. Im besten Falle enthält eine ironisch gemeinte Aussage eine derartige Widersinnigkeit, dass sie dem Leser als Witz begegnet. Indem die geäußerte Position derart der Lächerlichkeit preisgegeben wird, muss dem Leser klar sein, dass der Autor genau die Gegenposition vertritt.

Internetnutzer haben in der Kommunikation (beispielsweise in Mitteilungsforen, E-Mails und Chats) aufgrund des eher lockeren Umgangstones andere Möglichkeiten, um Ironie (sowie Gefühle) auszudrücken oder kenntlich zu machen:

Weiteres dazu auf Netzjargon

Siehe auch


Literatur


Weblinks


Humor Rhetorischer Begriff Literarischer Begriff

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