| Flag of Ireland.svg | Coat of arms of Ireland.png | (Details) | (Details) |
Der Fluss Shannon, der von Nord nach Süd verläuft, ist der längste Fluss der Insel. In den Ebenen liegen eine große Zahl von Seen, die die Landschaft maßgeblich geprägt haben. Lough Neagh ist der bekannteste der irischen Seen, auch wenn dieser genau genommen zu Nordirland gehört.
Der höchste Berg ist mit 1.041 m der Carrauntoohil (andere Namen Carrantuohill, Carrantual, Carntuohil). Er liegt im SW der Insel in den Macgillicuddy's Recks.
Über das Land verteilt gibt es eine Reihe von Nationalparks.
Die Geschichte Irlands beginnt mit der Besiedlung in der Steinzeit. Keltischsprachige Familien brachten etwa um 300 v. Chr., dem Übergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit, nach und nach die keltische Sprache. Schon im Römischen Reich war die Insel Irland unter dem Namen Hibernia bekannt. Im Laufe der Geschichte gab es eine Reihe von Königreichen und Fürstentümern in Irland.
Der Christianisierung Anfang des 5. Jahrhunderts durch britische Sklaven, unter ihnen auch der heutige Nationalheilige Patrick von Irland, folgte die erste irische Blütezeit, die jäh durch die Beutezüge der Wikinger unterbrochen wurde. Es folgte im Jahre 1169 die Eroberung durch die Normannen, die eine fortgesetzte Dominanz Englands über Irland einläutete. Englische Eroberer konfiszierten den Landbesitz der Iren und vertrieben sie in den unfruchtbaren Westen der Insel.
Die Politik der großen englischen Grundbesitzer in Irland verursachte die Hungersnot von 1845-1847. 1,5 Millionen Iren verhungerten und viele wanderten nach Amerika aus. Britische Behörden verschleppten bewusst Massnahmen zur Eindämmung der Hungersnot. Gunnar Heinsohn : Lexikon der Völkermorde, rororo 1999
Ein erster Schritt in Richtung politische Unabhängigkeit war der Dominion-Status am 6. Dezember 1921, der eine größere innenpolitische Eigenständigkeit garantierte und erst nach blutigen Ausschreitungen gewährt wurde. Sechs Grafschaften in der Provinz Ulster blieben allerdings nach dem Abkommen Bestandteil Großbritanniens. Die Nordirlandfrage hat darin ihren Ursprung und überschattet die irisch-britische und innerirische Politik bis heute. Auch als Irland am 18. April 1949 nach über drei Jahrhunderten britischer Herrschaft aus dem Commonwealth ausschied, verblieben die sechs nordirischen Grafschaften im Vereinigten Königreich. Jedoch zeichnet sich seit dem Karfreitagsabkommen und dem Verzicht auf Nordirland durch die Republik Irland eine deutliche Entspannung ab.
(Quelle: EUROSTAT/Lenka Pulpanova: Ausgaben des Staates, in: Statistik kurz gefasst 43/2004 (PDF))
Die römisch-katholische Kirche besteht aus vier Erzbistümer mit Sitzen in Armagh, Dublin, Tuam und Cashel. Primas von ganz Irland ist der Erzbischof von Armagh.
Die anglikanische Kirche ist seit 1869 von der englischen Kirche unabhängig. Sitz des obersten Primas ist Armagh.
Die Presbyterianische Kirche ist vor allem unter den Nachfahren der schottischen Ansiedler stark verwurzelt. Deshalb ist sie am stärksten in Nordirland verbreitet.
Daneben gibt es noch kleinere methodistische und evangelisch-lutherische Kirchen.
Der Premierminister (ir. Taoiseach, gesprochen "Tíschach") wird vom Parlament nominiert und vom Präsidenten ernannt. Üblicherweise ist er der Parteichef der stärksten Parlamentspartei oder der größten Koalitionspartei.
Das Parlament (Oireachtas) besteht aus zwei Kammern und dem Präsidenten: Dabei bildet der Senat (Seanad Éireann) das Oberhaus und das Repräsentantenhaus (Dáil Éireann) das Unterhaus. Der Senat besteht aus 60 Mitgliedern, von denen 11 durch den Premierminister ernannt und 49 von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen gewählt werden (Landwirtschaft und Arbeiterschaft je 11, Industrie und Handel 9, Öffentliche Verwaltung 7, Universitäten 6 und Kultur und Erziehung 5). Diese Wahlen finden innerhalb von 90 Tagen nach der Auflösung des Repräsentantenhauses statt.
Das Unterhaus besteht aus 166 Mitgliedern, wobei die Zahl der Mitglieder von der Einwohnerzahl Irlands abhängt. Auf je 20.000 bis 30.000 Einwohner kommt ein Abgeordneter. Die Mitglieder des Unterhauses werden nach der übertragbaren Einzelstimmgebung (engl. Single Transferable Vote) in 42 Wahlkreisen, in denen je zwischen drei und fünf Mandate zu vergeben sind, gewählt. Wahlen müssen innerhalb von 30 Tagen nach der Auflösung des Repräsentantenhauses stattfinden. Das Unterhaus wird derzeit für höchstens fünf Jahre gewählt, eine frühere Auflösung ist aber möglich.
Die Regierung (An Rialtas) besteht aus höchstens 15 Mitgliedern. Dabei dürfen nicht mehr als zwei Minister aus dem Senat kommen, der Premier, der Stellvertreter des Premier und der Finanzminister müssen dem Repräsentantenhaus angehören.
Eine Auswahl irischer Parteien:
Irland stellte von 2002 bis 2004 den Präsidenten des Europaparlaments Pat Cox, der irische EU-Kommissar für die Zeit von 2004 bis 2009 ist Charlie McCreevy (Binnenmarkt und Dienstleistungen), sein Vorgänger war David Byrne (Gesundheit und Verbraucherschutz).
Am 25./26. Juni 2004 besuchte der US-Präsident George W. Bush für 18 Stunden Irland. Er traf mit dem irischen Premierminister Bertie Ahern zusammen und besprach zusammen mit seiner Führungscrew die europäisch-amerikanischen Beziehungen. 6.000 Polizisten und die Armee sorgten für die Sicherheit des Präsidenten, während einige tausend Demonstranten gegen die Politik von Bush am Flughafen Shannon protestierten.
Irland besteht aus 4 Provinzen (Connacht, Leinster, Munster, Ulster), die sich nochmal in Bezirke (counties) aufspalten. Diese Provinzen haben in dieser Form allerdings keine Bedeutung mehr für die Verwaltung des Staates. Sie sind historisch gewachsen und spielen lediglich im Sport noch eine Rolle, da dieser in Irland auf kommunaler Basis organisiert ist.
Siehe auch: Liste der Städte in der Republik Irland
Irland hat ein recht dünnes Eisenbahnnetz, das aber ausgebaut wird.
Bus Eireann ist die nationale Busgesellschaft, die eine große Zahl von Verbindungen anbietet. Vergleichbar mit den amerikanischen Greyhound-Bussen, verbinden zahlreiche Überlandbusse die einzelnen Regionen. Von den zentralen Haltepunkten - die jedoch nicht immer zwingend im Zentrum der angefahrenen Städte liegen - fahren lokale Buslinien auch in entferntere Gegenden. Die Fahrpläne sind jedoch genau zu studieren, da einige Verbindungen doch recht selten fahren. Beispielsweise nur einmal täglich. Die Straßen in der Republik sind bedingt durch die geringe Bevölkerungsdichte meist schlechter als auf dem europäischen Festland; es gibt quasi keine Autobahnen bis auf den Ring um Dublin und einige Verlängerungen dessen. Seit Ende der 90er Jahre baut die irische Regierung das Straßennetz durch Investitionsprogramme im Umfang mehrerer Mrd. EUR aus. Anfang 2005 stellte die Republik auf das metrische System um, seitdem werden Geschwindigkeiten in km/h und nicht mehr in mph gemessen. Entfernungen wurden davor schon hauptsächlich in km angegeben.
In Irland gibt es 32 Hauptbibliotheken. Davon werden 27 von den Landkreisen getragen und 4 von den Städten Cork, Dublin, Limerick und Waterford. Eine Bibliothek liegt dabei zwischen zwei Counties und wird deshalb von beiden unterstützt. Die Strategien und Methoden der Bibliotheken variieren von Stadt zu Stadt, denn die Hauptbibliotheken handeln unabhängig voneinander.
Zu den 32 Hauptbibliotheken kommen weitere 345 Zweigbibliotheken hinzu. Dazu zählen auch Bibliotheken von Krankenhäusern, Schulen, Gefängnissen und so genannte Kommunikationszentren. Auch die 29 Fahrbibliotheken sind hier mit einberechnet, welche entlegene oder bevölkerungsarme Landstriche mit Büchern und anderen Medien versorgen.
Zu den Angeboten der Bibliotheken gehören im allgemeinen Sachliteratur und Belletristik, Service und Programme für Kinder und Jugendliche, Referenzmedien, Informationen zur Weiterbildung und allgemeine, lokale Informationen. Außerdem wird in jeder Bibliothek ein öffentlicher Zugang zum Internet angeboten. Alle Hauptbibliotheken bieten zusätzlich in der Bibliothek Opacs an, welche den Nutzern zur Verfügung stehen. Das heißt, dass alle Bibliotheken ein elektronisches Verwaltungssystem besitzen. Einige Kataloge sind auch über das Internet abrufbar.
In den Öffentlichen Bibliotheken gibt es ca. 12,5 Millionen Medieneinheiten. Dazu gehören Bücher, Manuskripte, Bilder, Loseblattsammlungen, CDs, CD-Roms, DVDs, Kassetten, Videos und vieles mehr. Im Gegensatz zu Deutschland wird in irischen öffentlichen Bibliotheken pro Einwohner weniger ausgeliehen. In Deutschland sind es 4,1 Medieneinheiten pro Einwohner, in Irland 3,4. Die öffentlichen Bibliotheken werden dennoch von ca. 21% der Bevölkerung genutzt. 2002 gab es 809.158 Leser mit einem Bibliotheksausweis.
Mit den Sachkosten liegen die irischen Bibliotheken jedoch höher als deutsche Bibliotheken. In Irland werden 2,10 € pro Einwohner und in Deutschland 1,10 € pro Einwohner ausgegeben.
Finanziert werden die Bibliotheken hauptsächlich über Steuern. Ca. 10 % werden über Mitgliedsbeiträge, Nutzergebühren und Bußgelder finanziert. Außerdem unterstützt das Department of the Environment and Local Government die Bibliotheken seit 1998 mit 34 Millionen €, die für den Bau und das Mieten von Gebäuden verwendet werden. Aber auch die Automatisierung von Arbeitsabläufen und der Bestandsaufbau wird mit diesen Geldern gefördert.
Die irische Musik stammt von der Musik der Kelten ab und ist vor allem bekannt durch die typischen Instrumente wie die Fiddle (Geige), deren Spiel sich durch den wilden irischen Stil auszeichnet, die Flöte, vor allem die Tin_Whistle, und die Harfe, die das älteste irische Instrument ist. Lange Zeit waren die instrumentale und die vokale Musik getrennt, erst im 18. Jahrhundert wurden beide zusammen gebracht. Obwohl die Volksmusik vieler Länder vor allem bei der Jugend an Popularität verlor, wird die traditionelle irische Musik auch heute noch viel gehört.
Ein besonderes Element der irischen Musik ist das Tanzen. Stepptanz und Formationstanz sind in Irland sehr beliebt und haben eine lange Tradition.
Hauptartikel: Irische Renaissance
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