Das Iota subscriptum (lat.; „untergeschriebenes Iota“, griech. hypogegrammenē) ist ein diakritisches Zeichen in der polytonischen Schreibart der griechischen Schrift. Es hat die Form des kleinen Buchstaben Iota (i), der unter ein Alpha, Eta oder Omega gesetzt wird:
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Bei Großbuchstaben vermeidet man das Iota subscriptum (, , ) und setzt das Iota stattdessen meist als Iota adscriptum neben den vorangehenden Vokal.
Ursprünglich verfügte die altgriechische Sprache über die Langdiphthonge āi, ēi und ōi, die αι, ηι, und ωι geschrieben wurden. Dass das in antiker Zeit noch als Diphthong gesprochen wurde, zeigt sich daran, dass das griechische Wort als tragoedia (daraus „Tragödie“) ins Lateinische übernommen wurde. Zwischen dem 5. und 4. Jahrhundert verstummte der zweite Bestandteil des Diphthongs und wurde auch in der Schrift weggelassen. In byzantinischer Zeit wurde es wieder eingeführt, aber unter den vorangehenden Buchstaben gesetzt, um zu verdeutlichen, dass das i stumm ist.
Heute wird in den meisten Textausgaben das Iota subscriptum gesetzt, in der gängigen Schulaussprache wird das i nicht gesprochen. Bei der Transkription altgriechischer Wörter wird es meist ausgelassen (z. B. tragōdia statt tragōidia). Einzig in der wissenschaftlichen Transliteration wird es durch ein j oder einen untergesetzten Punkt wiedergegeben.
Im Neugriechischen wurde das Iota subscriptum ebenso wie die Ton- und Hauchzeichen im Zuge der Reform von 1982 abgeschafft.
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