Die Iodzahl (IZ) gibt die Teile Halogen (berechnet als Iod) an, die 100 Teile Fett unter bestimmten Bedingungen an die Doppelbindungen ihrer Fettsäuren binden können.
Die Iodzahl ist ein Maß für den Gehalt eines Fettes an ungesättigten Verbindungen (Doppelbindungen). Sie ist die Menge in Gramm Iod, die an 100 Gramm Fett addiert werden kann. Demnach kann man mit ihr den ungesättigten Charakter des Fettes, sowie den Aggregatzustand, bestimmen.
Zuerst gibt man zu einer bestimmten Menge in g eines Fettes, welche als Wert A vermerkt wird, im Überschuss Iodbromid hinzu. Die Iod- und Bromteilchen setzen sich an den Doppelbindungen an, allerdings nicht komplett. Den Rest , der durch den Überschuss übrig geblieben ist, versetzt man mit Kaliumiodid bis sich ein Niederschlag bildet. Dadurch wird das zu reduziert. Die durch das gelöste Iod gelbe Lösung wird, nach der Zugabe von Stärkelösung (als Indikator) mit 0,1 molarer Natriumthiosulfatlösung bis zur Farblosigkeit titriert. Das verbrauchte Natriumthiosulfat in ml stellt dann den Wert B dar. Als letztes macht man dann noch eine Blindprobe, bei der man die Hälfte des Volumens des vorher verwendeten Iodbromids, also statt 20 ml 10ml, mit Kaliumiodid versetzt und mit Natriumthiosulfat titriert. Der jetzige Verbrauch wird verdoppelt als Wert C dargestellt. Diese Reaktionen müssen in saurem Milieu stattfinden.
Die Iodzahl wird dann mit der folgenden Formel berechnet:
Beispiele für typische Iodzahlen:
| Fett/Öl | Iodzahl |
|---|---|
| Bienenwachs | 8-11 |
| Palmkernöl | 12-14 |
| Rindertalg | 35-45 |
| Olivenöl | 79-92 |
| Sonnenblumenöl | 109-120 |
| Leinöl | 170-190 |
Weblink: http://tomchemie.de/kennzahlenvonfetten.htm