article

Von Involvement spricht man im Marketing, wenn der Kunde eine Bewusstheit für ein bestimmtes Produkt entwickelt hat. Der Kunde hat sich in diesem Fall mit dem Produkt so weit beschäftigt, dass er eine bewusste Kaufentscheidung anhand qualitativer Merkmale fällt.

Der Begriff Involvement kommt aus dem angelsächsischen Wirtschaftsjargon und bedeutet soviel wie Einbezogenheit oder Einbindung. Mittlerweile hat sich auf Deutsch der Begriff Miteinbezogenheit als Synonym etabliert.

Unterscheidungen


Niedriger Miteinbezug (Low Involvement)

Produkt des alltäglichen Bedarfs mit geringem Kaufwert und geringer Verbrauchsdauer (z.B. Handseife), mit dem sich der Kunde in der Regel nur oberflächlich beschäftigt, und bei dem die Kaufentscheidung meist ausschließlich anhand des Preises gefällt wird. Solche Produkte werden vom Kunden als austauschbar empfunden.

Hoher Miteinbezug (High Involvement)

Produkt mit hohem Kaufwert oder hoher Verbrauchsdauer (z.B. ein Auto oder ein Haus), für dessen Erwerb sich der Kunde mit dem Produkt sehr gründlich auseinandersetzen muss, und welches seine Einschätzung erfordert. Da der Kunde für die Entscheidungsfindung direkt eingebunden ist, entwickelt er eine höhere Markentreue als bei niedrigem Miteinbezug. Hier greift das Egoprinzip, da der Kunde seine eigene Kaufentscheidung in der Regel als richtig ansieht.

Prozesssoziologie


In der Prozesssoziologie beinhaltet der Begriff zudem das Engagement.

Als Mensch direkt miteinbezogen sein geht mit einer Realitätsbewertung einher, da man sich weder räumlich, noch zeitlich (von sich selbst) distanzieren kann.

Dieses geht mit einer geringen Chance einher, die Realität angemessen wahrzunehmen und zu kontrollieren. Dieses und die Logik der Emotionen eskaliert häufig den Doppelbinder.

Literatur


  • Elias, Norbert, Was ist Soziologie?, München 1970
  • Elias, Norbert, Engagement und Distanzierung. Arbeiten zur Wissenssoziologie I, hrsg. und übers. von Michael Schröter, Frankfurt/M 1983
  • Elias, Norbert, Die Gesellschaft der Individuen, hrsg. von Michael Schröter, Frankfurt/M 1987
  • Elias, Norbert, Etablierte und Außenseiter, gemeinsam mit John L. Scotson, übers. von Michael Schröter, Frankfurt/M 1990

Siehe auch


Marketing | Konsum

消费者涉入

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Involvement".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld