Investors Overseas Services (IOS) - bedeutender Offshore-Finanzkonzern in den 1960er-Jahren.
Am 5. Januar 1961 wurde der erste IOS-eigene Fonds in Luxemburg aufgelegt, der IIT (International Investment Trust). Der Wert des IIT fiel bis Oktober 1962 vom Ausgabekurs von 5 $ auf 3,53 $. In späteren Verkaufsprospekten des IIT wurde der Wertverlust verschleiert, indem bei Wertvergleichsberechnungen der Tiefstand des IIT vom Oktober 1962 als Anfangswert angenommen wurde. Der IIT wurde 1967 bis 1969 populär und sollte Ende 1969 mit über 700 Mio. $ Fondsvermögen der größte Fonds der IOS sein. Zu diesem Zeitpunkt gehörte mehr als die Hälfte des IIT-Vermögens deutschen Anlegern.
Im Herbst 1962 entwickelten Cornfeld und Cowett die Idee eines Fonds, der zugunsten der Fondsverwaltungsgesellschaft noch höhere Gebühren abwerfen sollte. Dieser Fonds sollte ausschließlich in andere Fonds investieren. Mit seiner Eintragung in Ontario/Kanada war der Fund of Funds (FOF) geboren, der erste Dachfonds der Investmentgeschichte. In den Folgejahren wurden in diesem Fonds in erheblichem Umfang Anlagegelder entgegen den Kapitalanlagebestimmungen zweckentfremdet und hohen Risiken im Bereich Termingeschäfte, Immobilien und im Bereich der Rohstofferschließung ausgesetzt. Anfang 1967 kam Cornfeld und Cowett eine Idee zur weiteren Steigerung der Einnahmen der IOS. Die Mittel des Fund of Funds wurden nicht mehr in fremde Fonds investiert, sondern in von der IOS gegründete sogenannte private Besitzerfonds mit nur einem Gesellschafter, der IOS. Durch die diversen Gebühren wurden bis zu 20 % der Kundeneinzahlungen vor der Geldanlage einbehalten. Diese selbst für damalige Verhältnisse große Belastung machte einen überdurchschnittlichen Erfolg dieser Fonds unwahrscheinlich. Ende 1964 verwaltete der FOF bereits ein Kapital von 100 Mio. $. 1969 sollte er kurzzeitig 800 Mio.$ von über 188.000 Anlegern verwalten.
1963 gründete die IOS mit der Investors Bank in Luxemburg die erste eigene Bank. 1964 erfolgte der Erwerb der Overseas Development Bank in Genf und der Einstieg ins Immobilien- und Versicherungsgeschäft.
Die IOS hatte zunächst vornehmlich auf US-Militärangehörige als Kunden gesetzt. Danach folgten im Ausland lebende zivile US-Amerikaner und wohlhabende im Ausland lebende Geschäftsleute. Bald machte die IOS in allen Ländern auch Geschäfte mit wohlhabenden Inländern, die ihr Geld entgegen den Steuergesetzen und Devisenbestimmungen ihrer Heimatländer ins Ausland transferieren wollten. Es war zum großen Teil dieses illegal von der IOS ins Ausland geschaffte Geld, das maßgeblich zum Wachstum der IOS bis Mitte 1967 beitrug. Nach Schätzungen waren von den bis 1967 bei der IOS angelegten etwa 700 Mio. $ bis zu 400 Mio. $ auf illegalem Weg vor allem aus Südamerika und dem Nahen Osten auf die IOS-Konten gewandert. 1965 und 1966 gingen diese lukrativen Märkte für die IOS fast vollständig verloren. Aufgrund der fortgesetzten Verstöße gegen Steuer- und Devisenbestimmungen wurden die IOS-Niederlassungen in Brasilien, Kolumbien und weiteren Ländern geschlossen, einige Mitarbeiter entgingen nur durch Flucht ihrer Verhaftung.
Ein weiterer Konflikt bahnte sich für die IOS seit 1965 mit der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC an. Die Behörde forderte im November 1965 die Offenlegung aller Unterlagen über die US-amerikanischen Kunden der IOS. Die IOS weigerte sich, dieser Forderung nachzukommen. Nach einer gerichtlichen Niederlage einigte sich die IOS im Mai 1967 mit der SEC auf einen Vergleich, welcher der IOS jegliche Betätigung in den USA untersagte. Diese Vereinbarung wurde von der IOS in der Folgezeit dadurch umgangen, dass die IOS-Aufträge über eine Londoner Firma abgewickelt wurden.
Auch in ihrem Stammsitz, der Schweiz, geriet die IOS in Schwierigkeiten. Nachdem sich die schweizerische Bankiersvereinigung über aggressives Gebaren und mangelnde Aufklärung der Kunden beschwert und der Schweizer Bundesrat die illegale Beschäftigung von IOS-Mitarbeitern in der Schweiz sowie die widerrechtliche Bezeichnung der IOS als Schweizer Gesellschaft festgestellt hatte, musste sich die IOS im Herbst 1968 verpflichten, einen großen Teil ihres Verwaltungsapparates aus Genf zu verlagern. Die IOS entschied sich für das französische Dorf Ferney-Voltaire, nur 3 km vom Genfer Flughafen entfernt, und errichtete dort in kurzer Zeit einen großen Verwaltungskomplex.
Mit dem Ziel der Beeinflussung politischer Entscheidungen und um das Image der Gesellschaft nach außen zu verbessern, bemühte sich die IOS ab 1966 vermehrt um die Verpflichtung von Diplomaten, Politikern und Prominenten. Dazu wurde eigens die Gesellschaft IOS-Development gegründet. Ein großer Erfolg gelang Cornfeld 1966 mit der Verpflichtung des ältesten Sohnes von Franklin Delano Roosevelt, James Roosevelt. In England engagierte die IOS den ehemaligen Generaldirektor des GATT, Sir Eric Wyndham White. In Deutschland misslang die gewünschte Verpflichtung von Ludwig Erhard, aber mit Erich Mende konnte im September 1967 der ehemalige Vizekanzler und Vorsitzende der Freien Demokratischen Partei gewonnen werden. Mit Viktor-Emanuel Preusker wurde ein weiterer ehemaliger Minister Mitarbeiter der IOS. Preusker übernahm die Leitung der IOS-eigenen Orbis-Bank in München. Die Prominenten hatten kaum Einfluss in der IOS. In den Ländern bestimmten die Generalmanager den Kurs der IOS, während in Genf Cornfeld, Cowett und Cantor die Entscheidungen fällten.
Da die IOS die Kunden in Südamerika und dem Nahen Osten verloren hatte, mussten neue Absatzmärkte erschlossen werden. Besonders erfolgreich war die IOS dabei in Italien und Deutschland. In Italien zog der am 26. September 1967 aufgelegte Fonds Fonditalia in kurzer Zeit große Summen Anlagekapital an (fast 200 Mio. $). Auch in Italien setzte die IOS wie in anderen Ländern ihre Praxis fort, neben der offiziellen Betätigung Gelder illegal ins Ausland zu transferieren, der illegale Transfer soll dabei mindestens die Höhe der legalen Einzahlungen erreicht haben.
Das starke Wachstum der IOS von 1967 bis 1969 wurde in bedeutendem Umfang durch deutsche Kapitalanleger finanziert. Nachdem in den Jahren von 1963 bis 1967, in denen die IOS noch nicht der breiten Öffentlichkeit in Deutschland bekannt war, gut verdienende Selbständige und Unternehmer meist größere Einmalbeträge vor allem in den Fund of Funds investiert hatten, verkaufte die stark wachsende Mannschaft der IOS-Vertreter 1968 und 1969 viele Sparplanprogramme mit monatlichen Einzahlungen auch an Kleinsparer. Diese kauften zunächst Anteile des IIT und des seit 20. März 1968 über die Orbis Bank angebotenen Investorsfonds (dieser verwaltete Mitte 1970 fast 100 Mio.$). Auch die beiden letzten Fondsgründungen der IOS waren in Deutschland Verkaufserfolge. Der Venturefonds sammelte bis Ende April 1969 etwa 90 Mio. $ ein, der Investment Property International etwa 100 Mio. $. Anfang 1970 gab es in Deutschland fast 10.000 IOS-Vertreter (von geschätzten 16.000 weltweit), über 200 IOS-Agenturen und etwa 300.000 Anleger: Fast 50 % der Gewinne der IOS wurden 1969 in Deutschland erzielt. Der besonders große Erfolg in Deutschland war darauf zurückzuführen, dass Kleinanleger lange Zeit von den Banken kaum beachtet wurden und so für die IOS-Werbung, die mit dem Begriff „Peoples Capitalism“ arbeitete, besonders empfänglich war. Weiterhin gab es bis Ende 1969 kaum Vorschriften zum Anlegerschutz. Außerdem darf der Einfluss von Erich Mende als Spitzenrepräsentant der IOS in Deutschland nicht unterschätzt werden. Durch seine unermüdliche Werbearbeit mit Hunderten von Auftritten kamen in seiner Zeit 5.000 Vertreter und 200.000 Anleger zur IOS. Deutschland wurde dabei wie andere Länder in regionale Einflussbereiche sogenannter Generalmanager aufgeteilt. In diesen Regionen bildete sich jeweils die typische Pyramidenform eines Strukturvertriebsunternehmens. Vielen dieser Generalmanager wie Werner Kunkler, Eli Wallit, Ossi Neduloa und anderen, gelang es in wenigen Jahren, durch die eingenommenen Prämien große Summen zu verdienen: Die Genannten erhielten allein im Jahr 1969 jeder über eine Million Dollar an Prämien.
Ende 1968 hatte die IOS mit großem Erfolg einen Teil der Aktien ihrer Tochtergesellschaft IOS-Management Ltd. an die Börse gebracht (der Gesellschaft, die die großen Fonds der IOS wie den IIT und den Fund of Funds verwaltete). Daher sollten 1969 auch Aktien der Muttergesellschaft IOS Ltd. an der Börse platziert werden. Dieser Plan wurde von vielen IOS-Mitarbeitern positiv bewertet, denn danach hatten sie künftig die Möglichkeit jederzeit ihre durch den Stock-Option Plan erworbenen IOS-Aktien an der Börse zu Geld zu machen . Nach dem Stock-Option Plan konnten die Mitarbeiter nach 10 Jahren die ersten 10% ihrer Aktienoptionen einlösen, in jedem Folgejahr dann weitere 10 %. Zum Zeitpunkt des Börsenganges zählte die IOS etwa 2.200 interne Aktionäre, 1961 waren es nur 34 gewesen . Im Oktober 1969 wurden 11 Millionen Aktien für 10 $ pro Aktie zum öffentlichen Kauf angeboten. Davon stammten 50 % aus dem Bestand der Altaktionäre und 50 % aus einer Kapitalerhöhung. Cornfeld verfügte nach dem Börsengang nur noch über 16 % der Aktien der IOS. Der Gesellschaft, deren Geschäftssitz kurz zuvor von Panama in die kanadische Provinz Ontario verlegt worden war, flossen aus dem Börsengang über 50 Millionen $ zu. Der Aktienkurs entwickelte sich zunächst gut, er pendelte bis zum Beginn der IOS-Krise im März 1970 zwischen 13 und 17 $. Da die IOS-Führung sie dazu ermuntert hatte, erwarben viele Mitarbeiter aus den unteren und mittleren Unternehmensebenen in den ersten Monaten viele Aktien, oftmals mit geliehenem Geld, was vielen im folgenden Kurssturz der IOS-Aktie zum Verhängnis werden sollte.
Die IOS wurde in der Phase des anscheinend vollkommenen Erfolges von verschiedenen Fehlentwicklungen eingeholt. Bernard Cornfeld hatte sich seit 1968 fast völlig aus der Führung der Gesellschaft zurückgezogen. Die meiste Zeit verbrachte er mit seinem die Zeitungen füllenden Leben als Jet-Setter mit schönen Frauen, teuren Hobbys (Modefirmen/Filmprojekte) und eigenen Schlössern. Die Geschicke der Firma wurden ab Mitte 1968 faktisch von Edward Cowett geführt. Cowett war maßgeblich dafür verantwortlich, dass erhebliche Mittel des Fund of Funds (insgesamt 217 Mio. $) für Projekte der Rohstoffexplorationsfirma King Resources von John M. King verwendet wurden. Weiter erwarb die IOS mit der kanadischen Channing-Gruppe eine unprofitable Fondsgesellschaft und verlor mehrere Millionen $ durch Investitionen in den Mischkonzern Commonwealth United. Des Weiteren verschlang der rasant wachsende Vertriebsapparat einen immer größeren Teil der eingenommenen Gelder. Dazu kam das fehlende interne Kostenmanagement, so wurde neben dem Vertrieb auch der Verwaltungsapparat weiter aufgebläht. In großem Umfang wurden Kredite an führende Mitarbeiter vergeben, besichert nur mit den Aktien der IOS. Es stellte sich weiter heraus, dass Edward Cowett fast 25 Mio. $ der IOS dafür verwendet hatte, nach dem Börsengang den Kurs der IOS-Aktie zu stützen.
Durch diese Fehlentwicklungen befand sich die IOS trotz der Mittel aus dem Börsengang und hoher Gewinne aus den laufenden Geschäften Ende 1969 in einer Liquiditätskrise. Anfang März 1970 informierte der IOS-Finanzvorstand Melvin Lechner die Führung der IOS, dass statt des erwarteten Gewinns von 0,50 $ pro Aktie nur 0,21 $ pro Aktie ausgewiesen werden können (und auch dieser Gewinn war geschönt durch einen zweifelhaften Buchgewinn durch die Höherbewertung von Ölbohrrechten in der Arktis aus einem Gemeinschaftsunternehmen mit John M. King). Die IOS arbeitete bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 1969 mit Verlust, für das laufende Geschäftsjahr 1970 musste die IOS weitere Verluste bestätigen. Nachdem die finanzielle Lage des Unternehmens öffentlich bekannt geworden war, geriet die IOS-Aktie ab Anfang April stark unter Druck und fiel bis Juni 1970 auf zeitweise unter 2 $, viele Anleger und Angestellte mit kreditfinanzierten Engagements verloren durch den Zwangsverkauf ihrer Aktien viel Geld, als der Wert der Aktien nicht mehr zur Sicherung der Kredite ausreichte. Cornfeld, der durch den Börsengang der IOS die Kontrolle über die Gesellschaft verloren hatte, konnte trotz intensiver Bemühungen seine Positionen in der Führung der Firma nicht halten. Anfang Mai 1970 wurde er in einer Sitzung des Verwaltungsrates entmachtet und am 30. Juni 1970 in der Hauptversammlung nicht wieder in den Verwaltungsrat gewählt. Auch Edward Cowett musste die Firma verlassen. Allen Cantor wurde im Juni 1970 als Vertriebschef durch Harvey Felberbaum ersetzt, der die IOS-Organisation in Italien aufgebaut hatte. Erich Mende verließ die IOS Anfang Juli 1970.
Die neue Führung der IOS unter Sir Eric Wyndham White bemühte sich sofort um den Einstieg finanzkräftiger Investoren. In dieser Situation war es ein Nachteil, dass sich die IOS nie um besonders gute Beziehungen zu den traditionellen Banken bemüht hatte. Es bestand kein großes Interesse an einer in die Krise geratenen Gesellschaft, der die Vertreter in Scharen wegliefen und die unter hohen Mittelrückflüssen litt. Die Zahl der Angestellten verringerte sich bis Ende 1970 auf die Hälfte, die Zahl der Vertreter ebenfalls, die verwalteten Mittel sanken durch Kursverluste und Anteilsrückgaben auf 1,4 Mrd. $. Die IOS verzeichnete im ersten Halbjahr 1970 einen Verlust von 25 Mio. $. Schließlich kam es zu einem Angebot von 1 $ pro Aktie durch die Bank Rothschild in Paris, das aber vom Verwaltungsrat der IOS als zu niedrig zurückgewiesen wurde, da der langjährige Geschäftspartner der IOS, John M. King, 4 $ pro Aktie geboten hatte. John M. King konnte seine finanziellen Zusagen nicht einhalten, so dass die IOS schließlich das Unterstützungsangebot eines neuen Interessenten annahm, Robert Vesco, Hauptaktionär und Vorsitzender des von ihm aufgebauten Mischkonzerns International Control Corporation (IIC). Am 3. September 1970 schloss die IOS eine Kreditvereinbarung mit Vescos Firma.
1973 musste die IOS Insolvenz anmelden. Die Durchführung der Insolvenz der IOS und ihrer Fonds ist auch Anfang 2006 noch nicht vollständig abgeschlossen. Es gelang aber selbst im Falle des Fund of Funds, 95 % der registrierten Anleger zu erreichen und ihnen Liquidationsgelder auszuzahlen, ein deutlicher Beweis gegen den Mythos, die IOS-Anleger hätten alles verloren. Die stark zurückgehenden Einlagen bis Ende 1972 zeigen auch, dass viele Anleger ihre Fondsanteile zurückgaben, als noch ein regulärer An- und Verkauf der Fondsanteile stattfand. Im Falle des von Verlusten am stärksten getroffenen Fund of Funds hatten viele deutsche Anleger 1969 ihre Anteile in IIT-oder Investorsfonds-Anteile getauscht, da der Verkauf des Fund of Funds in Deutschland ab 1. November 1969 illegal war und die bisherigen Anleger des FOF mit einer höheren Steuer auf ihre Anteile belegt wurden.
Die Liquidation des Fund of Funds wurde offiziell am 16.Januar 2006 abgeschlossen. An die Anleger wurden 15,75 $ pro Aktie ( 162,6 Mill. $ ) gezahlt. Die IIT-Anleger hatten bis 1986 7,50 $ pro Aktie erhalten, die Venturefonds-Anleger 9 $ pro Aktie. Die Liquidation des Investment Properties International wurde offiziell im Dezember 1999 beendet. An die Anleger wurden insgesamt 172 Mio. $ oder 16,49 $ pro Aktie ausgezahlt.
Nicht betroffen von der IOS-Insolvenz waren die Anleger des Investors-Fonds. Dieser wurde bis 1975 von der Orbis-Bank weitergeführt. Nach der Insolvenz der Orbis Bank 1975 wurde er von der MK-Kapitalanlagegesellschaft erworben und unter dem Namen MK-Investors-Fonds(mit noch 45.000 registrierten Kunden) fortgeführt. Am 30. Juni 2005 wurde der MK-Investors-Fonds geschlossen.
Noch heute warten auf Konten von Treuhändern Gelder aus der IOS-Liquidation auf die Anspruchsinhaber. Im Falle des IPI (Investment Property International) sind dies nach Auskunft von PricewaterhouseCoopers 7 Mio. $ (Stand: Mitte Februar 2006). Aus der Liquidation des Fund of Funds können nach Auskunft von Deloitte & Touche noch etwa 4,4 Mill. $ geltend gemacht werden. Auf zwei Internetseiten nicht überprüfbarer Seriöosität („globalnaturalresources.com“ und „unclaimedassetts.com“) wurden noch Anfang 2006 teure Materialien zum Kauf angeboten, mit denen der Interessent angeblich seine Ansprüche geltend machen kann.
Bernard Cornfeld, dem nie eine Rückkehr ins Finanzgeschäft gelang, starb am 27. März 1995 an den Folgen einer Gehirnblutung verarmt in London.
Edward M.Cowett wurde nur 43 Jahre alt. Er starb 1974 an Herzversagen.
Allen Cantor lebte noch 1988 gut situiert in der Schweiz.
John M. King lebte 1986, von mehreren Schlaganfällen gezeichnet, als kleiner Geschäftsmann in den USA.
Robert Vesco wurde 1996 in Kuba wegen des Handels mit einem vermeintlichen Wundermedikament namens „TX“ zu 13 Jahren Haft verurteilt.
Vielen deutschen Spitzenmanagern der IOS gelang ein Neustart bei anderen Finanzunternehmen, später oft auch als Chefs eigener Finanzdienstleister (Otto Witschier/OVB, Werner Kunkler/HMI, Erich Mende/Bonnfinanz, Reinfried Pohl/DVAG, Udo Keller/Tecis).
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