article

Investmentbanken sind Spezialbanken für Investmentgeschäfte. Die Funktion von Investmentbanken ist die Unterstützung des Handels an Finanzmärkten; sie sind damit Finanzintermediäre i.w.S.

Leistungen


Emission von Fremd- und Eigenkapital
Auf Primärmärkten beschäftigen sie sich mit der Emission von Fremd- und Eigenkapital.

Vermittlung zwischen Kapitalnehmer und Kapitalgeber
Sie unterstützen Kapitalnehmer bei der Suche nach Kapitalgebern und übernehmen durch ihre Beratung beim Erwerb und Verkauf von Unternehmensbeteiligungen (M&A) Vermittlungsleistungen.

=Reputation
=

Handel von Finanzkontrakten
Auf Sekundärmärkten sind sie tätig in der Kundenberatung sowie Auftragsausführung im Handel von Wertpapieren für Kunden .

=Beratung und Ausführen von Aufträgen
= Dem Kunden wird durch Beratung und Ausführen von Aufträgen geholfen.

=Vermögensverwaltung
= Außerdem übernehmen sie die Vermögensverwaltung für Kunden (Asset Management) und sind Market Maker, d.h. sie handeln standardisierte Güter (z.B. Devisen), indem sie An- und Verkaufpreise bestimmen.

=Eigenhandel
= Der Eigenhandel dient zur Steigerung des Gewinns und der Erhöhung der Liquidität im Markt, wodurch der Handel anderer Marktteilnehmer erleichter wird.

Im Vergleich zum Kredit- und Einlagengeschäft weist das Investmentbanking in der Regel höhere Margen aber auch höhere Risiken und eine starke Zyklizität auf.

Bankensystem


Spezialisierte Investmentbanken sind, im Gegensatz zu den in Deutschland und der Schweiz hauptsächlich anzutreffenden Universalbanken, in den USA stärker verbreitet, da dort der inzwischen aufgehobene Glass-Steagall Act eine strikte Trennung von Investmentbanken und im Kreditgeschäft tätigen Kreditbanken (Commercial banks) vorgeschrieben hatte. Auch in Großbritannien fiel erst unter Margaret Thatcher eine vergleichbare Vorschrift für Merchant banks (sog. Big Bang).

Seit dem Ende der 1980er Jahre ist eine zunehmende Übernahme von Investmentbanken durch Universalbanken zu beobachten. Dies wird neben der Attraktivität und dem Image des Geschäfts auch damit begründet, dass gemischte Banken für ihre Kunden größere Garantien bei Emissionen geben und das gesamte Finanzierungsportfolio abdecken können. So übernahm die Deutsche Bank 1989 Morgan Grenfell, die Dresdner Bank 1995 Kleinwort Benson und 2000 Wasserstein Perella, die WestLB 1996 Panmure Gordon (2002 an Lazard weiterverkauft), die UBS S. G. Warburg und Paine Webber, die Citigroup Salomon Smith Barney. Kritiker dieses Vorgehens sind allerdings der Meinung, dass dieser Ansatz größere Gefahren für die Unabhängigkeit von Bankdienstleistungen darstelle.

Bekannte reine und noch selbstständige Investmentbanken sind Goldman Sachs & Co., Lazard, Lehman Brothers, Merrill Lynch, JP Morgan sowie Morgan Stanley.

Siehe auch: Bankensystem

Wertpapiere und Börse | Bankwesen | Kreditinstitut | Investmentgesellschaft

Investment bank | Banque d'investissement | Bank investasi | Инвестиционный банк | Investmentbank | 投资银行

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Investmentbank".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld