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Extraversion vs. Introversion

Extraversion (auch Extroversion, von lat. extrā »außerhalb« und vertere »wenden«; engl. Extroversion) ist eine Persönlichkeitseigenschaft.

Der Begriff Extraversion bezeichnet ein faktorenanalytisch ermitteltes Persönlichkeitsmerkmal in der Differentiellen Psychologie.

Adjektive wie gesprächig, bestimmt, aktiv, energisch, offen, dominant, enthusiastisch, sozial und abenteuerlustig "laden" (Faktorladung) positiv auf dem Extraversions-Faktor, wohingegen still, reserviert, scheu und zurückgezogen negativ „laden“.

Introversion (von lat. intra »innerhalb« und vertere »wenden«) ist der Gegenpol zu Extraversion.

Persönlichkeitstests ermitteln u.a. die individuelle Position des Probanden auf der Extraversion/Introversion-Skala.

Extremwerte sind dabei selten, d.h. es existieren überwiegend Mischformen.

Die Begriffe wurden von C.G. Jung in die Persönlichkeitspsychologie eingeführt. Introversion bezeichnet in der Analytischen Psychologie die Hinwendung der psychischen Energie nach innen, also weg von der Aussenwelt. In Jungs Typologie der Persönlichkeiten ist Introversion vs Extraversion der dominante Faktor, also der seiner Ansicht nach wichtigste. Aus heutiger Sicht führt Jung auch einige Effekte auf diese Dimension zurück, die eigentlich davon unabhängig sind. So fällt zum Beispiel die Abenteuerlust eher in die Dimension planvoll vs spontan.

Weiterentwicklungen


Im Myers-Briggs-Typindikator (hauptsächlich bekannt durch David Keirseys Publikationen) wird die dominante Rolle der Dimension Intuition vs Strukturiertheit zugeordnet. (Auch als rechte vs linke Gehirnhälfte bezeichnet.) Neben extra- vs introvertiert kommen noch zwei weitere Dimensionen hinzu: Denken vs Fühlen (d.h. sachlich vs emotional) und planend vs spontan.

Auch Hans Jürgen Eysenck greift die Begriffe auf und spannt sie als zwei von insgesamt vier Polen in den von ihm konstruierten Persönlichkeitszirkel ein (Introversion vs. Extraversion, emotionale Stabilität vs. Instabilität bzw. Neurotizismus), indem er die genannten Pole dem klassischen hippokratischen Temperamentenmodell (sanguinisch, cholerisch, phlegmatisch, melancholisch) überlagert.

Introversion ist dabei dem melancholischen und phlegmatischen Bereich zugeordnet, mit Eigenschaftszuschreibungen wie pessimistisch, reserviert, ungesellig, eher ruhig und passiv, sorgfältig, bedächtig, friedlich (phlegmatisch). Empirische Erkenntnisse Eysencks legen zudem nahe, introvertierte Personen als leicht konditionierbar zu betrachten, die gegenüber äußeren Reizen nur geringe reaktive Hemmungen aufweisen, also bereits durch schwache Reize leicht erregbar sind.

In ihrer Eigenschaft als Gegenpol zur Extraversion ist die Introversion auch Kernbestandteil des sog. Fünf-Faktoren-Modells nach Costa und McCrae, das heute als leistungsfähigstes Instrument zur Beschreibung von Persönlichkeits-Eigenschaften gilt.

Weblinks


  • http://www.usd.edu/~ssanto/extravert.html

Differentielle und Persönlichkeitspsychologie

Extravert (psykologi) | Introversion and extroversion | Introversión y extraversión | Introvertti ja ekstrovertti | Introversion et extraversion | מופנמות - מוחצנות | Introwersja i ekstrawersja

 

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