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Interventionismus beschreibt die Neigung der Legislative, sich in die wirtschaftlichen Aktionen seiner Bürger einzumischen, zu "intervenieren".

Argumentation


Der Staat stellt diese Aktionen grundsätzlich als erforderlich zum Schutze seiner Unternehmen, Bürger oder sonstiger lobbyrelevanter Gruppierungen dar. So soll zum Beispiel ein Mindestlohn dafür sorgen, die Nettowohlfahrt zu steigern, Zölle und Protektionismus die einheimische Wirtschaft vor der ausländischen Konkurrenz schützen und Subventionen bestimmte Wirtschaftsbereiche oder Wirtschaftsregionen fördern, z.B. die ehemaligen Zonenrandgebiete oder die Beitrittsländer.

Gegner des Interventionismus argumentieren, dass es dadurch immer zu einer Fehlallokierung der volkswirtschaftlichen Ressourcen komme:

  • Mindestlöhne erzeugten Arbeitslosigkeit,
  • Zölle und Protektionismus bewirkten bei deren Wegfall den Zusammenbruch ganzer Branchen und
  • Subventionen führten zur Verschwendung von öffentlichen Geldern, sowohl bei direkten Subventionen (der Staat gibt Geld), als auch bei indirekten Subventionen (der Staat verzichtet bei bestimmten Abschreibungstatbeständen auf Einkommenssteueranteile). Letzteres habe zum Beispiel zu einem gigantischen Überschuss an leerstehendem Wohnraum und ungenutzen Supermarktzentren in Ostdeutschland geführt.

Außenpolitik


Außenpolitisch bezeichnet Interventionismus eine Form der Politik, die militärisch oder indirekt in die Belange anderer Staaten eingreift, d.h. sich in deren innere Angelegenheiten oder deren Konflikte mit Nachbarstaaten einmischt. Der Begriff wurde im 20. Jahrhundert durch die zahlreichen Interventionen und Invasionen der USA in Lateinamerika geprägt.

Siehe auch


Sozialpolitik, Wirtschaftspolitik, Österreichische Schule, Keynesianismus

Volkswirtschaftslehre | Wirtschaftsförderung

Interventionism (politics)

 

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