Als Internetsurfen oder auch nur Surfen wird umgangssprachlich das Ansehen oder Betrachten von mehreren Webseiten in Folge bezeichnet. Dieses Betrachten wird normalerweise mit Hilfe von sogenannten „Webbrowsern“ durchgeführt.
Man kann hier zwischen zwei Varianten unterscheiden: Einerseits bezeichnet „Internetsurfen“ das wahllose Aufrufen von Webseiten, bei dem der Inhalt der besuchten Seiten keine Rolle spielen muss, und andererseits das Folgen von Links von Webseite zu Webseite, wobei in der Regel nach bestimmten Informationen gesucht wird oder Interesse an bestimmten Themengebieten besteht. Aus methodischer Sicht unterscheiden sich beide Vorgehensweisen von einer planvoll und strukturiert betriebenen Informationsrecherche im Internet. Der Begriff „Internetsurfen“ wird deshalb oft abwertend verwendet.
Bekannt gemacht wurde der Begriff „Surfing the Internet“ durch den gleichnamigen Artikel der US-amerikanischen Bibliothekarin Jean Armour Polly, der im Juni 1992 im Wilson Library Bulletin erschienen ist.
Gerüchten zufolge soll das eigentlich nicht ganz passende Verb „surfen“ vom Nachnamen eines der „Väter“ des Internets, Vinton G. Cerf, - also praktisch von „Cerfen“ - hergeleitet sein. Cerf selbst wiedersprach diesem Gerücht und sagte, dass es nur ein Zufall sei, dass sein Name ähnlich klinge (It is just a delicious coincidence that my name sounds the same).
Aus technischer Sicht definiert man mit dem Internetsurfen das Lesen, Beschreiben und Löschen von Dateien, die auf Webservern liegen. Je nach dem verliehenen Rechtestatus des Benutzers kann er die Dateien, gemäß den mehr oder weniger engen Vorgaben des Administrators und der Software, verändern oder nur lesen. Dass der Benutzer die Dateien an den verschiedensten Orten der Welt erreichen kann (z.B. Russland, Japan, Frankreich oder auch im Weltall), wird durch die bautechnische Vernetzung der Server durch Kupferkabel, Lichtwellenleiter oder durch Funk erreicht. Diese technische Definition war in den 1990er Jahren, der beginnenden Boomphase des Internets, den Benutzern noch nicht verständlich, so dass der Begriff Internetsurfen aufgrund der einfacheren Begrifflichkeit eine schnelle Verbreitung durch die Medien fand. Die Deutsche Telekom, die vor ähnlichen Werbe- und Vermarktungsaufgaben für Ihr betriebseigenes BTX-System (Bildschirmtext, zum Internet inkompatibel, weswegen es vom Internetverbreitungsgrad überholt wurde) stand, verwendete in den 1990er Jahren den Begriff tickern.
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"Internetsurfen".
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