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Die Internet Engineering Task Force (IETF) ist neben der Internet Research Task Force (IRTF) eine von zwei Arbeitsgruppen des Internet Architecture Board (IAB). Ihr Auftrag ist die Entwicklung und Förderung von Internetstandards, insbesondere die der TCP/IP-Familie. Im Gegensatz zur IRTF kümmert sie sich mehr um die kurzfristige Entwicklung des Internets.

Sie ist eine offene, internationale Freiwilligenvereinigung von Netzwerktechnikern, Herstellern und Anwendern, die für Vorschläge zur Standardisierung des Internets zuständig ist. Es existiert keine förmliche Mitgliedschaft oder Mitgliedsvoraussetzung.

Die IETF besteht aus einer großen Zahl Arbeitsgruppen, von denen sich jede mit einem spezifischen Thema befasst und beabsichtigt, die Arbeit an diesem Thema zu beenden und sich dann aufzulösen. Jede Arbeitsgruppe hat einen ernannten Vorsitzenden (oder manchmal mehrere Co-Vorsitzende), sowie eine Charta die das Ziel formuliert und was wann produziert wird.

Die Arbeitsgruppen sind nach Themengebiet in Bereiche (Areas) gegliedert; jeder Bereich wird von einem Area Director (AD) (die meisten Bereiche haben zwei Co-ADs) betreut; die ADs ernennen die Vorsitzenden der Arbeitsgruppen. Die Area Directors bilden zusammen mit dem IETF-Vorsitzenden die Internet Engineering Steering Group (IESG), die für den Gesamtbetrieb der IETF verantwortlich ist.

Die IETF ist formell unter dem Schirm der Internet Society tätig. Das Internet Architecture Board (IAB) betreut die externen Beziehungen des IETF sowie die zum RFC Editor. Die IAB ist gemeinschaftlich verantwortlich für das IETF Administrative Oversight Committee (IAOC), welches die IETF Administrative Support Activity (IASA) betreut, welches die Logistik des IETF unterstützt. Das IAB managt auch die Internet Research Task Force (IRTF) mit dem die IETF einige gruppenübergreifende Beziehungen hat.

Bereiche


Zurzeit gliedert sich die IETF in acht Bereiche:

  1. Anwendungen (APP)
  2. Allgemein
  3. Internet-Dienste (INT)
  4. Betrieb (OPS)
  5. Echtzeitanwendungen und Infrastruktur (RAI)
  6. Routing (RTG)
  7. Sicherheit (SEC)
  8. Transportdienste (TSV)

Geschichte


Die IETF begann im Januar 1986 mit einem vierteljährlichen Treffen von der US-Regierung bezahlter Forscher. Beginnend mit dem vierten IETF-Meetings im Oktober dieses Jahres wurden auch Vertreter Nicht-Regierungszulieferer eingeladen. Seit dieser Zeit waren alle IETF-Meetings für jeden offen. Der Großteil der Arbeit der IETF erfolgt jedoch über Mailinglisten und die Teilnahme an den Meetings ist für die Mitwirkenden deshalb nicht nötig.

Die anfänglichen Meetings waren sehr klein, mit weniger je als 35 Anwesenden bei den ersten fünf und einem Maximum von 120 Anwesenden, beim 12. Meeting im Januar 1989, bei den ersten 13 Meetings. Seit Anfang der 90er wuchsen die Meetings sowohl in Teilnahme als auch Geltungsbereich stark; die Spitzenbesucheranzahl lag bei 3000 im Juli 2000 IETF in San Diego. Mit den Restrukturierungen in der Industrie in den frühen 2000ern nahm die Besucherzahl wieder ab und liegt momentan bei um die 1500.

Während der frühen 1990er wechselte die institutionelle Form von einer Aktivität der US-Regierung zu einer unabhängigen, internationalen mit der Internet Society verbundenen. Der IETF wurden von der Fachpresse hin- und wieder schon nahezu magische Fähigkeiten zugeschrieben, da sie annahmen sie sei durch ihre Arbeit an den Kernprotokollen für den Erfolg des Internet verantwortlich. Die Wahrheit, dass die sie eine Gruppe von Technikern ist die Spezifikationen erarbeiten damit die Produkte verschiedener Hersteller über Netzwerke zusammenarbeiten können, ist wesentlich nüchterner.

Im Detail haben sich die Tätigkeiten während des Wachstums der IETF um einiges verändert, aber der grundsätzliche Mechanismus bleibt die Veröffentlichung von Spezifikationsentwürfen, Review und unabhängiges Testen durch die Beteiligten und Wiederveröffentlichung. Interoperabilität ist der Haupttest für IETF-Spezifikationen die Standards werden wollen. Die meisten Spezifikationen konzentrieren sich eher auf einzelne Protokolle als auf eng ineinander greifende Systeme. Dies hat es erlaubt, dass ihre Protokolle in vielen verschiedenen Systemen verwendet werden und ihre Standards routinemäßig von Institutionen wiederverwendet werden wenn es um die Entwicklung vollständiger Architekturen geht (z. B. 3GPP, IMS).

Da die IETF sich auf Freiwillige verlässt und „Konsens sowie lauffähigen Code“ als Prüfstein verwendet, kann sie jedoch auch langsam sein wenn die Anzahl Freiwilliger entweder zu niedrig ist um einen Fortschritt zu machen oder so groß dass ein Konsens schwierig ist. Für Protokolle wie SMTP, das für den Transport von E-Mail für eine Gemeinschaft die nach Millionen zählt zuständig ist, gibt es auch beträchtlichen Widerstand bei jeder Änderung die nicht hundertprozentig abwärtskompatibel sind. An Wegen die Arbeitsgeschwindigkeit zu erhöhen wird innerhalb der IETF gearbeitet – da es jedoch ob der großen Anzahl Freiwilliger viele Meinungen darüber gibt, bremsen die Konsensmechanismen diese Bestrebungen selbst.

Eine Einführung in die IETF findet sich im RFC The Tao of IETF – A Novice's Guide to the Internet Engineering Task Force RFC 3160.

Weblinks


  • http://www.ietf.org/

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