Die Interflug war eine staatliche Fluggesellschaft der DDR. Sie bestand von 1958 bis 1991. Logo der Fluglinie hier
Ziel war vorrangig die Durchführung von Bedarfsluftverkehr (sogenannter Charterverkehr). Damit entstand neben der Deutschen Lufthansa der DDR (DLH) - die sich vorrangig dem Linienverkehr widmete - eine zweite Fluggesellschaft in der DDR. Die Schaffung dieser Luftfahrtgesellschaft war durch die damals herrschenden politischen Verhältnisse, vor allem durch die sowohl politisch als auch wirtschaftlich geführte Auseinandersetzung mit der Bundesrepublik Deutschland begründet. Die westdeutsche Lufthansa, die im September 1954 aus der Konkursmasse der liquidierten Lufthansa das Firmenzeichen und die Flagge erworben hatte, verhinderte Versuche der Deutschen Lufthansa der DDR, in internationalen Organisationen Mitglied zu werden. Auch der Flugverkehr in das westliche Ausland gestaltete sich für die DLH der DDR immer schwieriger, da Überflug- und Landerrechte nicht oder nur eingeschränkt gewährt wurden. Unter diesen Umständen schien die Gründung einer zweiten Fluggesellschaft einen Ausweg zu bieten. Dabei wurde die Interflug jedoch von Anfang an in Personalunion mit der DLH der DDR betrieben.
Schwerpunkt war in den Anfangsjahren der Flugverkehr zur zweimal jährlich stattfindenden Leipziger Messe. Da die Interflug nicht über eigenes Fluggerät verfügte, wurden Maschinen der Deutschen Lufthansa (DLH der DDR) genutzt. Anfänglich änderte man Lackierung und Beschriftung, später versah man die Maschinen nur noch mit einem zusätzlichen Logo.
Anfang der sechziger Jahre verschärfte sich die Auseinandersetzungen über die Nutzung des Namens „Lufthansa“ zwischen den Fluggesellschaften der Bundesrepublik und der DDR. Ein von der Lufthansa (West) vor dem Höheren Wirtschaftsgericht der Republik Serbien in Belgrad angestrengter Prozess wurde im September 1963 ausgesetzt, nachdem Verkehrsminister Kramer vorgeschlagen hatte, die Deutsche Lufthansa der DDR zu liquidieren. Flugzeuge, Flugplätze und Streckenrechte der Deutschen Lufthansa der DDR gingen an die Interflug über, die damit auch den Linienverkehr übernahm und einzige Fluggesellschaft der DDR wurde.
Letzter Interflug-Chef zu DDR-Zeiten war Generalleutnant Dr. Klaus Henkes (* 29. Juli 1929; † 7. März 2003), zugleich einer der Stellvertreter des Ministers für Verkehrswesen.
Da der Flugzeugbau in der DDR und damit auch die Entwicklung des ersten deutschen Strahlverkehrsflugzeuges Baade BB-152 im Jahr 1961 eingestellt wurde, kam dieses Muster nicht, wie ursprünglich geplant, zum Einsatz. Die Hauptlast des Flugverkehrs wurde in den sechziger Jahren von der Iljuschin IL-18 getragen. Neben Flugzielen in den europäischen sozialistischen Ländern wurden Ziele im Nahen Osten und Nordafrika, aber auch in Asien angeflogen.
Ausland 1973.JPG Das Jet-Zeitalter begann für die Interflug mit der Einführung der Tupolew TU-134, einem zweistrahligen Kurz- und Mittelstreckenflugzeug, im Jahre 1968. Dieses Muster war schließlich noch bis zum Ende der Interflug im Einsatz und führte den letzten Flug von Wien nach Berlin-Schönefeld aus. Die TU-134 bediente die innereuropäischen Kurz- und Mittelstrecken, wurde aber auch zu Flügen in den nahen Osten und nach Nordafrika eingesetzt. Kennzeichnend waren für die TU-134 - und viele andere sowjetische Flugzeuge - die aus dem hohen Treibstoffverbrauch resultierenden hohen Betriebskosten. In den achtziger Jahren wurde der Einsatz durch wirtschaftlich nicht instandsetzbare Korrosionsschäden, aber vor allem im westlichen Ausland durch mit diesem Flugzeugtyp nicht zu erfüllende Lärmschutzauflagen immer mehr eingeschränkt.
Mit der Einführung der Iljuschin IL-62 begann der Einsatz von Strahlflugzeugen auf Langstrecken. Die Ablösung der bisher genutzten IL-18 verkürzte die Reisezeiten erheblich und ließ einen wirtschaftlichen Flugbetrieb nach Vietnam, Kuba und Sierra Leone zu. Bis zur Einführung des Airbus A310 war die IL-62 das wirtschaftlichste Modell der Interflug. Überschattet wurde die Einführung der IL-62 durch die Katastrophe der DM-SEA bei Königs Wusterhausen am 14. August 1972, bei der alle Passagiere und Besatzungsmitglieder den Tod fanden.
Ab Mitte der siebziger Jahre kristallisierten sich bestimmte Schwerpunkte in der Streckenführung heraus. Neben den Linien in die sozialistischen Länder, hier auch nach Kuba und Vietnam, wurden vorrangig Flugziele im Nahen Osten und in Nordafrika bedient. Aber auch der Flugverkehr nach Skandinavien, Österreich und Belgien entwickelte sich. Neben dem politisch bedingt geringen Fluggastaufkommen in der DDR erwiesen sich hier jedoch Überflugbeschränkungen über NATO-Staaten als hinderlich. Die innerdeutsche Grenze konnte im Linienflugverkehr wegen Vorbehalten der westlichen Alliierten nicht überflogen werden, lediglich im Messeflugverkehr wurden in den achtziger Jahren zeitweise Ausnahmen gestattet.
In den achtziger Jahren trat insofern eine krisenhafte Situation ein, als die verwendeten Flugzeugmuster vor dem Hintergrund steigender Ölpreise immer unwirtschaftlicher zu betreiben waren, geplant oder ungeplant ihre Nutzungsgrenze erreichten und den sich entwickelnden Lärmschutzauflagen für den Betrieb in westeuropäische Länder nicht mehr genügten. Die Luftfahrtindustrie der Sowjetunion war jedoch vor Beginn der neunziger Jahre nicht in der Lage, entsprechend moderne, zuverlässige und wirtschaftliche Flugzeugmuster zu liefern. Weiterhin konnte mit den Flugzeugen sowjetischer Bauart kein Non Stop Flug nach Kuba durchgeführt werden. Dies hatte zur Konsequenz, dass sich bei der erforderlichen Zwischenlandung in Kanada hin und wieder Passagiere zur Republikflucht anstatt zu einem Weiterflug nach Kuba entschieden.
Der Airbus-Konzern bot – durch die Vermittlung von Franz Josef Strauß – in dieser Phase die Lieferung des Airbus 310 an. Begünstigt wurde das Angebot durch die sich abzeichnende Chance, auch die Märkte anderer sozialistischer Staaten für Airbus zu öffnen.
Die nach den Forderungen der Interflug weiterentwickelten Airbus-Flugzeuge (unter anderem vergrößerte Reichweite) wurden 1989 an die DDR geliefert. Bestandteil des Vertrages war auch die Ausbildung der Besatzungen in Frankreich bzw. der Bundesrepublik Deutschland und ein Wartungsabkommen mit der Lufthansa (West). Mit dem Modell Airbus A-310 stand der Interflug ein modernes Flugzeug zur Verfügung, das wesentlich wirtschaftlicher zu betreiben war und über erheblich bessere Leistungswerte und einen deutlich gesteigerten Komfort für die Passagiere verfügte.
Eine Besonderheit war der Einsatz von Antonow An-26 der NVA im Linienflugverkehr nach Lwiw. Die Flüge dienten dem Austausch des beim Bau der "Erdgastrasse der Freundschaft" eingesetzten Personals.
Inland 1959.JPG Im Linienverkehr wurden Barth (nur Sommerflugverkehr), Berlin-Schönefeld, Dresden, Leipzig und Erfurt mit Iljuschin IL-14 angeflogen, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) mit Antonow An-2.
Mit Zulauf der Antonow An-24 ab 1967 wurden die Inlandstrecken auf dieses Muster umgestellt. Da der Flughafen Karl-Marx-Stadt nicht ausgebaut wurde, musste hier der planmäßige Linienflugverkehr eingestellt werden. Dafür kam im Sommerflugverkehr zeitweilig der Flughafen Heringsdorf hinzu.
Inland 1971.JPG Zunächst entwickelte sich der Inlandsflugverkehr durchaus zufriedenstellend, so wurden 1969 über 250.000 Passagiere befördert. Doch die auch in der DDR langsam einsetzende Massenmotorisierung und die Einführung des Städteschnellverkehrs der Deutschen Reichsbahn führten bald zu einem spürbaren Rückgang der Passagierzahlen. Dazu kam, dass die Antonow An-24 nicht wirtschaftlich zu betreiben war. Dies führte schließlich 1975 zur Einstellung des Inlandsflugverkehres. Die Flughäfen Erfurt, Leipzig und Dresden wurden jedoch weiterhin für den internationalen Linienverkehr genutzt.
Sogenannte „Solidaritätsflüge“ der Interflug wurden ebenfalls als Charterflüge abgewickelt. Nach der Einführung der Let L-410 wurde versucht, dieses Muster als Geschäftsreisflugzeug zahlungskräftigen westliche Kunden anzubieten.
Für Hilfseinsätze in Äthiopien und Mosambique wurden von der Interflug Flugzeuges des Typs Antonow An-26 von der NVA übernommen und in – teilweise provisorischer – Interflugbemalung eingesetzt.
Interflug Charter System Reise- und Handels mbH wurde 1996 als Reiseveranstalter gegründet und flog acht Jahre lang Fluggäste unter dem Motto "Urlaub für Jedermann" mit diversen Charterfluggesellschaften. Der überwiegende Teil der Gäste wurde in den letzten Jahren mit der Onur Air befördert. Im Mai 2004 ging das Unternehmen aufgrund der niedrigen Preise von Konkurrenten in Konkurs.
Zunächst wurden die tschechoslowakische L-60 Brigadyr, eine Weiterentwicklung der Fieseler Storch eingesetzt. Doch erst die Einführung der speziell für den Agrarflug entwickelten Z-37 Cmelak, ebenfalls aus tschechoslowakischer Produktion, führte zu einem massenhaften Einsatz von Agrarflugzeugen. Es entstanden sogenannte Agrochemische Zentren, die den konzentrierten Einsatz von Agrarflugzeugen zu Schädlingsbekämpfung, Düngung und Aussaat durchführten und jeweils über mehrere Einsatzflugplätze verfügten.
Die Ablösung der Z-37 durch polnische Flugzeuge der Typen PZL-106 und PZL-108 gestaltete sich wegen konstruktiver Unzulänglichkeiten und teilweise erheblicher Fertigungsmängel problematisch, so dass die Z-37 länger als ursprünglich geplant betrieben werden mussten. In den achtziger Jahren wurde der Einsatz von Agrarflugzeugen zur Waldbrandbekämpfung zunächst erprobt und später erfolgreich durchgeführt. Im gleichen Zeitraum führte die zur Minderung der Folgen des Waldsterbens durchgeführte Kalkdüngung der Wälder im Süden der DDR zum verstärkten Einsatz von Hubschraubern. Da die vorhandenen Kapazitäten nicht ausreichten, wurde hier fliegendes Gerät aus der Sowjetunion, aber auch aus Bulgarien gechartert.
Die von der Interflug entwickelten Fähigkeiten wurden auch international als positiv eingeschätzt. So kam es auch zum Einsatz von Agrarfliegern aus der DDR in Ägypten.
Besondere Bedeutung erlangte jedoch der Bereich Kranflug. Der Einsatz von Hubschraubern für Montagearbeiten in ansonsten schwer zugänglichen Gebieten, das schloss auch innerstädtische Bereiche ein, wurde im großen Maßstab praktiziert. Bekannt wurde vor allem der Hubschraubereinsatz bei der Streckenelektrifizierung der Deutschen Reichsbahn, größtenteils bei laufendem Betrieb.
Für den Bereich Industrie- und Bildflug wurde ein eigener Betriebsteil der Interflug geschaffen. Die wirtschaftlichen Strukturen in der DDR, besonders die Betriebsgrößen in Landwirtschaft und Industrie, und die straffe zentrale Führung begünstigten dabei die Entwicklung dieses Teils der Interflug deutlich. Andere Bereiche, wie z. B. das Rettungsflugwesen, wurden durch die Interflug im Gegensatz dazu nicht abgedeckt.
Für die Flugsicherung der DDR wurde 1957 die Hauptabteilung "Zivile Luftfahrt" gegründet, 1961 die Abteilung "Zivile Flugsicherung". 1962 wurde eine Flugsicherungszentrale (ACC) in Schönefeld eingerichtet, 1969 ein ACC in Cottbus für den südlichen Teil der DDR. Mit Wiederherstellung der deutschen Einheit übernahm 1990 die Bundesanstalt für Flugsicherung BFS (inzwischen, nach der Privatisierung 1993 die "DFS Deutsche Flugsicherung GmbH") die Flugsicherungsdienste der Interflug.
Gleiches trifft auf eine Antonow An-24 bzw. zwei Tupolew Tu-134 zu, die vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS) betrieben wurden.
Die drei IL-62M des TG 44 waren u.a.wegen der beschränkten Startbahnlänge in Marxwalde stattdessen in Berlin-Schönefeld stationiert.
Ebenso in Schönefeld stationiert waren die vom MFS betriebenen beiden TU-134A Kennzeichen DDR-SDH/DDR-SDI. Im Gegensatz zu den Maschinen des TG 44 wurden diese Maschinen nicht von NVA-Personal, sondern von der Flugtechnik der INTERFLUG gewartet.
Bis zur Einstellung des Flugverkehrs ereigneten sich 8 schwere Unglücke/Abstürze. Darunter 4 tödliche Unfälle mit insgesamt 214 Toten. Eine Auflistung aller Unfälle findet man unter http://www.interflug.biz/flugunfaelle.htm sowie http://if-interflug.de/Deutsch/Flotte/Unfall/unfall.html
Bei folgenden Unfällen waren Todesopfer zu beklagen:
Der Zentralflughafen entstand aus dem ehemaligen Werkflugplatz der Henschel-Flugzeugwerke. Notwendige Erweiterungen beschränkten sich anfänglich auf die Betriebsanlagen, ein neues Abfertigungsgebäude mit einer Kapazität von 1,3 Mio Passagieren jährlich wurde erst 1976 als Teil eines geplanten Abfertigungskomplexes in Betrieb genommen(NPA). Die sehr weit fortgeschrittenen Planungen für einen modernen Flughafen, teilweise bereits in den fünfziger Jahren begonnen, konnten aus wirtschaftlichen Gründen nur zum Teil umgesetzt werden. Heute (2006) wird nach Um- und Ergänzungsbauten immerhin ungefähr die doppelte Kapazität erreicht. Bemerkenswert sind die in Schönefeld teilweise erhalten gebliebenen Anlagen der Henschel-Flugzeugwerke. Im Jahr 1989 wurden 2,8 Mio Passagiere, 14.000 t Fracht und 3.700 t Luftpost bei ca. 36.000 Flugbewegungen abgefertigt.
Geflogen wurde anfänglich vom nahe der Stadt gelegenen Flughafen Mockau, der 1972 für den Linienverkehr geschlossen und danach als Ausbildungsbasis für den Agrarflug genutzt wurde. Der nördlich von Leipzig gelegene Flughafen nahe Schkeuditz (heute Flughafen Leipzig-Halle), bereits 1926 errichtet, wurde mehrfach, zuletzt in den achtziger Jahren auf Druck der ICAO, modernisiert.
Mit der ehemaligen Fertigungshalle des Flugzeugbaus der DDR und dem Hansahaus weist der Flughafen Dresden technikgeschichtlich, im letzten Fall auch architektonisch, bedeutsame Bauten auf.
Bereits vor diesem Zeitpunkt bemühte sich die Lufthansa um eine Kooperation mit der Interflug. Langfristig wurde eine Fusion in Aussicht gestellt und eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Dazu sollte die Lufthansa 26 Prozent des Kapitals der Interflug übernehmen, wie die Verkehrsminister beider deutscher Staaten am 30. April 1990 erklärten. Neben der Stärkung der eigenen Position im innerdeutschen Flugverkehr war es Absicht der Lufthansa, bei der sich abzeichnenden Öffnung osteuropäischer Luftverkehrsmärkte rechtzeitig vertreten zu sein. Am 1. Juli 1990, dem Vorabend des Inkrafttretens der Wirtschafts- und Währungsunion, erklärt sich der Vorstand der Lufthansa dazu bereit, 100 % der Anteile der Interflug zu übernehmen. Erstes Ergebnis war die Übertragung der - wirtschaftlich mit A-310 betriebenen - Langstrecken an die Lufthansa und der Einsatz von Interflug-Flugzeugen im Charter für die Lufthansa. Die Fusion von Lufthansa und Interflug wurde jedoch am 30. Juli 1990 durch das Bundeskartellamt abgelehnt.
Zwischenzeitlich bemühte sich auch British Airways um eine Kooperation mit der Interflug. Die bisherige Monopolstellung (gemeinsam mit Air France und amerikanischen Fluggesellschaften) für Flüge von und nach Berlin West drohte im Zuge des sich abzeichnenden Beitritts der DDR zur Bundesrepublik zu entfallen, die vor der Deregulierung des europäischen Luftfahrtmarktes geltenden Beschränkungen verboten den Transport von Fluggästen auf innerdeutschen Strecken. Mit der Beteiligung an der Interflug wäre eine Marktpräsenz in Deutschland jedoch weiterhin gesichert gewesen. Die schneller als gedacht fortschreitende Deregulierung machte jedoch derartige Überlegungen hinfällig.
Letztendlich scheiterten alle Pläne zur Weiterführung der Interflug. Mit Beschluss der Treuhand vom 7. Februar 1991 wurde die Interflug liquidiert, nachdem einen Monat vorher noch der Flugbetrieb nach Israel aufgenommen worden war. Am 30. April 1991 führte die TU-134 mit der Kennung D-AOBC den letzten Linienflug der Interflug nach Wien durch. Der Einsatz einer Dash-8 der Tyrolean im Wet-Lease in den Farben der Interflug trägt mehr episodischen Charakter.
Die A-310 wurden trotz ihres geringen Alters für nur 25 Prozent des Einkaufspreises an die Flugbereitschaft des BMVg verkauft. Mittlerweile nutzt die Flugbereitschaft BMVg die Maschinen für verschiedene Zwecke und in verschiedenen Ausführungen.
Der erste Airbus der DDR (DDR-ABA) sowie die zweite Maschine (DDR-ABB, spätere Kennung D-AOAA bzw. D-AOAB), die zu einem Spottpreis verkauft werden mussten, fliegen jetzt als "Kanzlerflugzeug" unter der Kennung 10+21 und 10+22 die deutschen Regierungschefs. Auch der dritte Airbus der Interflug (DDR-ABC später D-AOAC) fliegt unter der Kennung 10+23 für die Flugbereitschaft, wurde aber nicht als spezielles VIP-Flugzeug umgebaut.
Die restlichen Maschinen wurden entweder verkauft oder verschrottet. Lediglich die IL-18 Staffel konnte als Neugründung unter dem Namen "Berline" den Flugbetrieb bis 1994 weiterführen.
Auch der Bereich Wirtschaftsflug musste liquidiert werden, da mit der Neuordnung der Besitzverhältnisse in der Landwirtschaft und der Auflösung staatlicher Großbetriebe die Voraussetzungen sowohl für den Agrar- als auch den Kranflug entfielen. Die Berliner Spezialflug (BSF) führt gegenwärtig den Kranflug in wesentlich geringerem Umfang fort.
Der Hamburger Reiseveranstalter Interflug von Atakan hat am letzten Mai-Wochenende 2005 ca. 1.000 Gäste in Antalya wegen finanziellen Problemen stranden lassen. Wie man den Internetseite www.interflug.de entnehmen kann, ist mittlerweile umfirmiert worden - demnach ist Atakan nicht mehr Geschäftsführer - und das Unternehmen wird als "Interflug Charter System GmbH i.G." auf den Seiten vorgestellt.
Am 29. Mai 2005 musste Interflug Insolvenz anmelden. Als Folge saßen rund tausend deutsche Urlauber an ihren Urlaubsorten fest.
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