Interdependenz bedeutet "wechselseitige Abhängigkeit" oder "gegenseitige Dependenz". Interdependenz liegt dann vor, wenn Interaktionen wechselseitig Kosten verursachen können.
Interdependenz existiert in einer Beziehungsform, wenn das Verhalten eines Partners das des anderen bedingt und umgekehrt.
In seinem Buch „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“ versucht Paul Watzlawick seine Definition durch das Gefangenendilemma zu verdeutlichen.
Menschliche Situationen, die die Struktur des Gefangenendilemmas aufweisen, treten überall dort auf, wo Menschen sich in einem Zustand der Desinformation befinden, aber eine gemeinsame Entscheidung treffen müssen, wobei ihnen die Möglichkeit zur direkten Kommunikation fehlt.
Es gibt zwei Gründe dafür:
In wirklichen Lebenslagen reicht das Fehlen einer dieser Faktoren, um dieses Dilemma herbeizuführen. Interdependente Entscheidungen haben nur Aussicht auf Erfolg, wenn sie auf der Basis einer von beiden Partnern geteilten Wirklichkeitsauffassung beruhen, deren minimale Übereinkunft darin besteht, die Wirklichkeit nicht in einer zeitlich-kausalen Weise zu sehen. Das ist nur in raum- und zeitbegrenzten Abläufen möglich.
Im Falle von Interdependenz-Empfindlichkeit können die entstehenden Kosten durch eine Veränderung der Politik verarbeitet bzw. reduziert werden. Im Falle von Interdependenz-Verwundbarkeit können Kosten auch durch eine Politikveränderung nicht reduziert werden. Beispiel: Unterschiedliche Auswirkungen der Ölkrise von 1973 auf Europa und Japan einerseits und die USA andererseits.
Soziale Beziehung | Sozialpsychologie | Kommunikation | Interdependence
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