article

Stufen schulischer Integration.png Unter dem Begriff integrative Pädagogik wird im die Einbeziehung besonderer Eigenschaften, Verhaltens- und Denkweisen in das Bildungs- und Erziehungssystem gefasst. Im engeren Sinne wird sie im Zusammenhang mit der Sonderpädagogik als Integration benachteiligter Schüler gefasst. Allerdings gibt es hier ein breites Spektrum an begrifflichen Fassungen. In NRW wurde zu Beginn der 1980er Jahre der Begriff "Gemeinsamer Unterricht behinderter und nicht-behinderter Kinder" im Rahmen eines an 80 Schulen laufenden Schulversuchs für integrativen Unterricht geprägt. Seit international die Terminologie inklusive Pädagogik bzw. inklusiver Unterricht etabliert wurde, hat diese Variante der Terminologie auch in Deutschland Verbreitung gefunden. Inklusive Pädagogik versteht sich als Ansatz des gemeinsamen Lebens und Lernens bei denen nicht die einen als spezifisch behindert definiert werden. Zu den Institutionen und Organisationsformen, die an der Integration Benachteiligter arbeiten, gehören die Kindergärten, Schulen, Horte, freie pädagogische Einrichtungen, die Universitäten,ect.pp.: und so weiter und so fort.

Für die deutsche auf die Schule bezogene Integration stehen:

  1. Regelschulklassen ohne sonderpädagogische Betreuung (siehe inklusive Pädagogik)
  2. Regelschulklassen mit Beratungsprogramm
  3. Regelschulklassen mit vorübergehendem Förderunterricht
  4. Regelschulklassen mit Abulanzlehrer (Stützlehrersystem)
  5. Regelschulklassen in einer Schule mit Resource-Room
  6. Integrationsklasse mit Zwei-Pädagogen-System
    1. mit gleichem Einzugsbereich für alle SchülerInnen
    2. mit erweitertem Einzugsbereich für die behinderten SchülerInnen
  7. Kooperative Sonderschulklasse in einer Regelschule
  8. Separierte Sonderschulklasse in einer Regelschule
  9. Kooperative Sonderschule bei einer Regelschule
  10. Sonderschule mit zusätzlichen nichtbehinderten SchülerInnen
  11. Separierte Sonderschule
  12. Offene Heimsonderschule
  13. Separierte Heimsonderschule

Welche dieser Organisationsformen existieren ist vom jeweiligen Bundesland abhängig. Nach der integrativen Pädagogik wird ein benachteiligtes Kind dann in eine zu ihm passende Schule platziert - in der weiter entwickelteren inklusiven Pädagogik hingegen, sollen alle Kinder in Regelschulklassen untergebracht und dort nicht separiert werden. Dies ist möglich, indem alle Kinder (unabhängig von einer Behinderung) als Förderbedrüftig eingestuft werden.

Im schulischen Bereich unterscheidet man zwischen zielgleicher und zieldifferenter Integration. Bei zielgleicher Integration streben alle Schüler das gleiche Bildungsziel an, bei zieldifferenter Integration wird ein Bildungsziel an die Fähigkeiten eines Schüler (etwa bei geistiger Behinderung) angepasst.

In England hat die inklusive Perspektive den Rang einer zentralen Zieldimension im National Curriculum.

Sonderpädagogik | Pädagogische Fachrichtung

Literatur


  • Seitz, Simone: Zeit für inklusiven Sachunterricht. Baltmannsweiler 2005

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Integrative Pädagogik".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld