article

Die Insubrer waren ein Stamm der Kelten, der sich in der frühen Eisenzeit nördlich des Po, also im von den Römern Gallia Cisalpina genannten Gebiet, niederließen. Das Stammesgebiet wurde dabei im Westen vom Ticino, im Osten vom Sério begrenzt. Keltische Nachbarstämme waren im Westen die Tauriner, im Osten die Boier und Lingonen, im Norden die Lepontier, während im Süden die (wohl vorindogermanischen) Ligurer lebten und von den Kelten in Richtung Küste zurückgedrängt wurden. Hauptort der Insubrer war Mediolanum, das heutige Mailand.

Die Einwanderung erfolgte um 400 v. Chr., als das Gebiet von den Etruskern beherrscht wurde - die Siedlung Mediolanum war ebenfalls etruskischen Ursprungs; die Etrusker nannten sie Melpum. Unter römische Herrschaft geriet die Poebene in den Jahren 223/222 v. Chr., doch wurde die römische Oberherrschaft erschüttert, als die Karthager unter Hannibal 218 v. Chr. das Gebiet durchzogen. Nach dem Sieg in den Punischen Kriegen gelang es den Römern aber, im Jahr 194 v. Chr. ihre Herrschaft im cisalpinischen Gallien zu erneuern. Die Insubrer erhielten 49 v. Chr. das römische Bürgerrecht; seit 42 v. Chr. zählte ihr Gebiet zu Italien.

Keltischer Stamm

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Insubrer".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld