Das Instrumentenlandesystem (engl. Instrument Landing System) (ILS) ist ein bodenbasiertes System, das den Piloten eines Flugzeuges bei Anflug und Landung mittels eines Leitstrahls (Kurs) und einem Gleitpfad (Höhe) unterstützt. Der Pilot kann die Signale auf einem Anzeigegerät verfolgen, das an einen ILS-Empfänger angeschlossen ist. Dadurch sind auch bei Nebel Präzisionsanflüge möglich.
Das ILS ist an Flughäfen zu finden. Es ist das häufigste Landeverfahren bei Instrumentenflügen und bildet somit das Gegenstück zu der Sichtplatzrunde. Der ILS-Empfänger kann mit dem VOR-Empfänger kombiniert sein.
Bodengestüzte Landehilfen wurden bereits 1933 dem ZZ-Verfahren eingeführt. Erste erfolgreiche Versuche mit einem vollautomatischen Landesystem wurden bereits im Frühjahr 1941 von den Askania-Werken mit einer Junkers Ju 52/3m durchgeführt.
Der Outer Marker dient zur Kontrolle des Höhenmessers. Auf der Anflugkarte ist die exakte Höhe des Gleitwegs am Outer Marker angegeben. Ist der Outer Marker zusätzlich ein NDB wird er auch Locator Outer Marker (LOM) bezeichnet.
Der Middle Marker steht 1050 m +/- 50 m vor der Schwelle.
mm-eddv-09l.jpg Der Inner Marker steht üblicherweise an der Landebahnschwelle, in Deutschland gibt es keine Inner Marker.
Der Localizer kann auch beim Anflug von der anderen Seite genutzt werden. Genannt wird dieses Verfahren Backcourse. Allerdings gibt es bei einem Backcourse-Anflug keine Glideslope-Unterstützung, weswegen ein Backcourse-Anflug streng genommen kein Anflug nach ILS-CAT ist.
Je nach technischer Ausstattung des Flughafens ist CAT III noch einmal in CAT IIIa, CAT IIIb, und CAT IIIc unterteilt:
Für die Durchführung einer Landung nach CAT I muss die Cockpitbesatzung eine Instrumentenflugberechtigung (Instrument Rating, I/R) besitzen und das Flugzeug für Instrumentenflüge ausgestattet und zugelassen sein. Die Landung als solche darf aber vom Piloten manuell, das heißt von Hand gesteuert, durchgeführt werden. Landungen nach CAT II und CAT III müssen durch den Autopiloten des Flugzeugs gesteuert werden (Auto Coupled Landing). Hierzu muss das Flugzeug eine besondere Ausstattung und die Cockpitbesatzung sowie die Fluggesellschaft eine spezielle Berechtigung besitzen. Der Autopilot muss unter anderem per Radarhöhenmesser in der Lage sein, das Flugzeug bei der Landung selbsttätig abzufangen (Flare) und aufzusetzen, ab CAT IIIb muss er auch nach dem Aufsetzen beim Bremsen und Ausrollen per Bugradsteuerung dem Localizer folgen, um das Flugzeug auf der Landebahnmitte zu halten. Der Ausfall bestimmter Komponenten des Flugzeugs im Flug (zum Beispiel des Radarhöhenmessers) reduziert unmittelbar die Fähigkeit des Flugzeugs Anflüge höherer Kategorien durchzuführen, was in grenzwertigen Wetterlagen das Ausweichen des Flugzeugs vom eigentlichen Zielflughafen zu einem Alternativziel unausweichlich macht.
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