Als institutioneller Rassismus (auch: struktureller Rassismus) werden Formen der Diskriminierung bezeichnet, die von Institutionen der Gesellschaft, von ihren Gesetzen, Normen und internen Logik ausgehen. Er kann als ein Gegensatz zum personellen Rassismus verstanden werden, der sich beispielsweise in Vorurteilen oder Gewalt ausdrückt.
Beispiele für solche institutionellen Rassismus finden sich beispielsweise bei der Benachteilung in den Bereichen:
In ihrer Untersuchung über institutionelle Diskriminierung haben Mechthild Gomolla und Frank-Olaf Radtke beispielsweise festgestellt, dass schlechtere Deutschkenntnisse von Migrantenkindern in Deutschland häufiger dazu führen, dass diese unangemessen in Sonderschulen eingewiesen werden, eine Schulform die in der Regel schlechtere Voraussetzungen für das spätere Leben schafft. Auch bei der Schullaufbahnempfehlung (also die Grundlage für den Übergang in die Sekundarschule) werden sie aufgrund der institutionellen Logik tendenziell schlechter gestellt.
Der Begriff wurde erstmals 1967 von Stokley Carmichael und Charles V. Hamilton in "Black Power" verwendet, einem grundlegenden Werk der Schwarzenbewegung. Da dieser Form von Rassismus nicht unbedingt ein Rassebegriff zugrunde liegt, kann hierbei oft auch von einem Rassismus ohne Rassen gesprochen werden. Die Psychologin Ute Osterkamp stellt fest, „dass rassistische Denk- und Handlungsweisen nicht Sache der persönlichen Einstellungen von Individuen, sondern in der Organisation des gesellschaftlichen Miteinanders verortet sind, welche die Angehörigen der eigenen Gruppe systematisch gegenüber den Nicht-Dazugehörigen privilegieren."
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"Institutioneller Rassismus".
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