Heinrich Heidersberger (* 10. Juni 1906 in Ingolstadt) ist ein deutscher Fotograf und lebt und arbeitet seit 1961 in Wolfsburg (Niedersachsen). Zuvor war er in Berlin und Braunschweig ansässig, sein bewegtes Leben führte ihn aber auch nach Paris, Dänemark, in die Niederlande sowie die USA. Sein Atelier befindet sich seitdem auf Schloss Wolfsburg. Heidersberger gründete damals zusammen mit anderen Künstlern die Künstlergruppe Schloßstraße 8. Diese Künstlergruppe gibt es heute nicht mehr, lediglich Heidersberger sowie die Keramikerin Dorothea Chabert sind noch auf Schloss Wolfsburg tätig.
Bekannt wurde Heidersberger vor allem als Industrie- und Architekturfotograf. So bat noch 1998 das New Yorker Museum of Modern Art den damals 92-jährigen um Fotos des Alvar-Aalto-Kulturhauses in Wolfsburg. Stets reizte ihn bei seinen fotografischen Arbeiten das Experiment. Spektakulär war 1949 seine Entwicklung einer Lichtkanone, um in einer Bilderserie für die Zeitschrift Stern unbekleidete Frauen nicht entblößt zu zeigen. 1957 erhielt er für eine Pendelmaschine zur Erzeugung von fotografischen Rhythmogrammen auf der Mailänder Triennale eine Silbermedaille. Seit 2003 ist Heinrich Heidersberger Ehrenbürger der Stadt Wolfsburg.
Mann | Deutscher | Fotograf | Ehrenbürger | Geboren 1906 | Wolfsburg
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