Das Inselnetz ist eine Form der Stromverteilung, die häufig nur aus einem oder wenigen Elektrizitätswerken besteht, die ein definiertes Gebiet versorgen und keinen Anschluss zum öffentlichen (oder anderen) Stromnetzen besitzt.
Hierbei kann es sich um eine wirkliche Insel handeln, aber auch im West-Berlin zur Zeit der deutschen Teilung gab es beispielsweise ein Inselnetz. Sehr häufig anzutreffen ist ein Inselnetz in Gegenden, die weit entfernt vom öffentlichen Stromnetz liegen. Häufig wird ein Inselnetz, mit einem Dieselgenerator betrieben, es kann jedoch beispielsweise auch mit Fotovoltaikanlagen (Gartenlaube), Windenergieanlagen, Brennstoffzellen oder kombinationen von alledem betrieben werden. Der Gegensatz zum Inselnetz ist das Verbundnetz, für das das öffentliche Stromnetz das bekannteste Beispiel ist.
Die Nachteile liegen in der verringerten Ausfallsicherheit, der erhöhten Frequenz- und Spannungsschwankung und hohen Kosten für das Bereithalten von Stromreserven (bei Großkraftwerken müssen mehrere redudante Turbinen im Teillastbetrieb mit ungünstigem Wirkungsgrad laufen).
Inselnetze existieren heutzutage hauptsächlich in Entwicklungsländern, kleineren Staaten, die aus politischen Gründen keinen Verbund mit Nachbarstaaten eingehen wollen, aber auch in Gartenlauben und in Gegenden, die nicht so gut vom öffentlichen Stromnetz erschlossen sind. So sind Inselnetze zum Beispiel häufig auf Gebirgshütten anzutreffen.
Auch das Bordnetz von Fahrzeugen oder Flugzeugen stellt ein Inselnetz dar.
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