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InnersteClausthal.jpg]] InnersteEinmuendung.jpg]] Sarstedt-Innerste-Muehle-Malzfeldt.jpg]] Grossevenedig.jpg - Große Venedig um 1895]] Die Innerste ist ein 95 km langer, östlicher Zufluss der Leine in Niedersachsen, Deutschland.

Namensherkunft


Der Name „Innerste“ stammt vom indogermanischen Indistra ab, was soviel wie kräftig oder anschwellend bedeutet. Ursprüngliche Bezeichnungen der Innerste waren auch Inderste (1567), Indistria (1313), Entrista (1065) und Indrista (1013). Außerdem wird vermutet, dass sie um Christi Geburt den Namen Idistaviso getragen haben kann. Der Name ist also kein Superlativ und wird ohne Kasusendung dekliniert: Hildesheim liegt an der Innerste, nicht: an der Innersten.

Verlauf


Die Innerste entspringt auf rund 615 m über NN im Harz südöstlich von Clausthal-Zellerfeld nahe der Bundesstraße 242. Sie fließt bereits wenige Meter nach ihrer Quelle in den Entensumpf, einen im 16. Jahrhundert von den Clausthaler Bergleuten im Nordosten von Buntenbock angelegten Stauteich, der die erste von insgesamt sechs Staustufen der Innerste bildet.

Zwischen Langelsheim, wo sie den Harz verlässt und die Grane einmündet, und Baddeckenstedt fließt ein Teil der Innerste unterirdisch in 30 bis 100 m Tiefe und mit bis zu 3 km Entfernung vom eigentlichen Fluss. Danach erreicht sie Holle, wo die Nette zufließt, und dann passiert ihr Wasser das etwas südlich der Innerste liegende Bad Salzdetfurth, wo die Lamme beim Ortsteil Groß Düngen einmündet.

Nachdem sie Hildesheim passiert hat, wo sie beim Dammtor zu einer Wildwasseranlage ausgebaut ist, mündet sie im nördlichen Landkreis Hildesheim bei Ruthe in die Leine.

Wasserwirtschaft und Geologie


An der Quelle ist die Innerste zunächst ein gering belasteter Fluss (Gewässergüteklasse (GWK) I-II), im weiteren Verlauf erreicht sie jedoch eine kritische Belastung (GWK II-III).

Aus den Halden des Erzbergbaus im Harz und aus den Rauchgasen bei der Verhüttung stammen Schwermetalle, die sich in den Sedimenten der Innerste ablagern, die Konzentration von Cadmium, Blei und Zink ist dort stark erhöht. Zum Schutz der Flussauen vor den Schwermetallen wurde daher die Innerste unterhalb von Langelsheim eingedeicht.

Innerstetalsperre


Die Innerstetalsperre bei Wolfshagen wurde 1963–1966 gebaut und gleicht mit ihrem Stauraum von 20  Mio. m³ Hoch- und Niedrigwasser aus. Der Erddamm ist 40 m hoch und 750 m lang. 2003 wurde das Wasser abgelassen, um bis 2005 Bauarbeiten am Hauptdamm und den Einrichtungen durchzuführen. Betreiber sind die Harzwasserwerke. Der Stausee kann üblicherweise mit Segel- und Ruderbooten und zum Angeln und am Rande zum Campen genutzt werden.

Zuflüsse


Wichtige Zuflüsse der Innerste sind flussabwärts betrachtet unter anderem die Grane, die von Osten kommend bei Langelsheim einmündet, die Nette, die westlich von Holle aus Richtung Süden heran fließt, und die Lamme, die dem Fluss bei Bad Salzdetfurth-Groß Düngen von Süden kommend zufließt.

Literatur


  • Sönke Martens, Erich Heinemann: Lebensader Innerste: von der Quelle bis zur Mündung. Gerstenberg, Hildesheim 1999, ISBN 3-8067-8543-0
  • Heinrich Hofmeister: Naturraum Innerstetal. Mitteilungen der Paul-Feindt-Stiftung Band 4. Gerstenberg, Hildesheim 2003

In den Künsten

Die Innerste ist eine Novelle von Wilhelm Raabe, darauf fußend eine Radierung von Eberhard Schlotter.

Weblinks


Fluss in Niedersachsen | Harz (Mittelgebirge) | Hildesheim

 

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