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Die Bezeichnung innerer Schweinehund umschreibt - oft als Vorwurf - die Willensschwäche, die eine Person daran hindert, unangenehme Tätigkeiten auszuführen, die entweder als ethisch geboten gesehen werden (z.B. Probleme anzugehen, sich einer Gefahr auszusetzen etc.), oder die für die jeweilige Person sinnvoll erscheinen (z.B. eine Diät einzuhalten). Sie kann damit in direkte Verbindung gebracht werden zur Motivation und ist eine metaphorische Umschreibung der Akrasia.

Etymologie


Der Wortbestandteil 'Schweinehund' ist schon in der Studentensprache des 19. Jahrhunderts als grobes Schimpfwort bekannt und geht auf den zur Wildschwein-Jagd eingesetzten Sauhund zurück. Dessen Aufgaben Hetzen, Ermüden und Festhalten wurden auf die Charaktereigenschaften bissiger Menschen übertragen. Das Wort 'innerer Schweinehund' war bereits im und nach dem 1. Weltkrieg im Gebrauch (Kurt von Schleicher), wie der Journalist Werner Sonntag in seiner Kolumne im März-Heft 2003 von RunnersWorld darlegte. Vom 23. Februar 1932 datiert ein Tondokument einer Rede des SPD-Reichtagsabgeordneten Kurt Schumacher, in der er diesen Begriff verwendet. Im Zweiten Weltkrieg war es allgemeines Landserdeutsch und danach bei Trainern und Turnlehrern noch lange in Gebrauch. Das Wort gibt es nur im Deutschen und kann nicht wörtlich übertragen werden.

Literatur


  • Stefan Frädrich: "Günter, der innere Schweinehund. Ein tierisches Motivationsbuch", Gabal 2004, ISBN 3897494574 (Rezension mit Buchauszug)
  • Marco von Münchhausen: So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund! Vom ärgsten Feind zum besten Freund, Pieper 2004, ISBN: 3492239617

 

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