Inlinerneu2.jpg Inline-Skates sind eine Abwandlung von Rollschuhen, bei welcher die Rollen in einer Reihe (engl. in-line) angeordnet sind. Rollerblades wird oft als Begriffsmonopol für Inline-Skates verwendet, ist aber eigentlich ein Markenname. Daher lautet die korrekte Verbform inlineskaten und nicht rollerbladen.
Die längeren Schienen dienen der Aufnahme von Rollen mit einem, gegenüber dem Fitness-Bereich, größeren Durchmesser von 90mm (5 Rollen) bis zu 100mm (4 Rollen). Die Verwendung von Materialien wie Aluminium und Magnesium für die Schiene sorgt für eine bessere Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten bzw. bei stärkeren Belastungen in den Kurven. Nach internationalen Reglement sind bis zu sechs Rollen in einem maximal 500mm langen Frame erlaubt. Die maximale Rollengröße ist generell auf 100mm begrenzt.
Neben dem klassischen Standardschuh (sortiert nach Schuhgrößen) finden Custom-Made/Custom-Fit-Schuhe (maßgefertigt nach z.B. Gipsabdruck der Füße) Verwendung. Zusätzlich gibt es noch Schuhe (Carbon), welche sich innerhalb gewisser (materialbedingter) Grenzen durch Erwärmen an den Fuß anpassen lassen.
Aggressive-Skates haben meist eine Rollengröße zwischen 50mm und 60mm und sind relativ hart. Die inneren Rollen sind gleichgroß, oder meist auch kleiner, als die äusseren Rollen. Dies dient dazu besser grinden zu können. Damit ist das Rutschen mit Skates auf Geländern, Bordsteinen oder Ähnlichem gemeint. Der wahrscheinlich bekannteste Aggressive Skate ist der Majestic 12 von Roces, der sogar im Jahre 2006 nach fast 10 Jahren, leicht verändert, wieder aufgelegt worden ist.
In der Praxis sind für die harten Anforderungen (Vibrationen, Verschmutzung) und niedrigen Drehzahlen beim Inline-Skating die ABEC-Klassen wenig relevant, da sie nur Fertigungstoleranzen vorgeben, aber nichts über Haltbarkeit oder Leichtlauf der Lager aussagen. Sie gibt insbesondere keine Auskunft über die Qualität der Werkstoffe, die Schmierung oder gar Reibungsverluste. Für das Inline-Skating hat die Kennziffer damit eine untergeordnete Bedeutung.
Für die Schmierung der Lager hat sich Lagerfett aus dem Kraftfahrzeugzubehör bewährt. Es gleicht leichte Unwuchten aus - wirkt mithin vibrationsmindernd, verschmutzt nicht so schnell, ist haltbar und wasserfest. Öle werden zu schnell abgeschleudert, daher müssen geölte Lager häufiger nachgeschmiert werden.
Reinigen lassen sich Kugellager am wirksamsten in Petroleum oder Dieselkraftstoff. Diese sind allerdings gesundheitsgefährdend bzw. giftig und in der Entsorgung unter Umständen problematisch. Ein Bad in Motoröl reinigt auch, aber weniger gründlich.
Andere angebotene Bremssysteme arbeiten mit auf der Achse einer Rolle montierten Reibscheiben, die bei einer bestimmten Fußstellung die Rolle abbremsen sollen. Diese haben sich nie durchgesetzt und sind wie die ABT-Modelle vom Markt verschwunden.
Zu den Bremstechniken siehe bitte auch: Inlineskaten#Bremsen.
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