Ein Inkubator ist ein Gerät, mit dessen Hilfe kontrollierte Außenbedingungen für diverse Brut- und Wachstumsprozesse geschaffen und erhalten werden können. Im Speziellen erzeugt ein Inkubator ein Mikroklima mit eng geregelter Luftfeuchtigkeit und -temperatur.
Inkubatoren werden in der Zell- und Mikrobiologie für in Petrischalen gehaltene Zell- und Bakterienkulturen verwendet; Brutkästen für Tierjunge oder Menschensäuglinge sind eine weitere Variante.
HORO_020_kl.jpg Als Brutschrank wird ein Wärmeschrank bezeichnet, der bei geringen Temperaturen arbeitet. Üblich ist eine Maximaltemperatur bis 60 oder 100°C. Selbstverständlich können in einem Brutschrank auch Vogeleier unter kontrollierten Bedingungen erbrütet werden. Meist sind Brutschränke heute mit einem elektrischen Edelstahl- Rohrheizkörper, einer Umluftturbine, einem elektronischen Temperaturregler und einem Temperaturbegrenzer ausgestattet. Die Umluftturbine sorgt für eine gleichmäßige Erwärmung und Verteilung der erhitzten Luft im Nutzraum. Durch den Temperaturbegrenzer wird der Brutschrank beim Überschreiten des vorgegebenen Sollwerts bleibend abgeschaltet. Dadurch wird erreicht, dass weder das Produkt, noch die Umgebung Schaden nimmt, wenn eine technische Störung auftritt.
Transportinkubatoren werden im Interhospitaltransfer eingesetzt, also dem Transport von Frühgeborenen und schwer erkrankten Neugeborenen von einer Klinik in ein besser geeignetes Krankenhaus des kleinen Patienten. Transportinkubatoren sind für die speziellen Anforderungen des Inkubatortransportes ausgelegt, so dass sie entsprechend mobil sind sowie die schnelle und sichere Verlastbarkeit gewährleistet ist. Möglich sein muss die Heizung des Transportinkubators, die Anreicherung der Luft im Inkubator mit Sauerstoff (O2), der Anschluss eines der Patientengröße entsprechend dimensionierten Beatmungsbeutels sowie die Gewährleistung von Sauberkeit und Hygiene. Die ersten Transportinkubatoren wurden Mitte der 1950er von Hermann Hilber in München eingeführt.
Sogenannte Intensivpflege-Transportinkubatoren kommen bei Gefährdung der Vitalfunktionen des Früh- bzw. Neugeborenen zum Einsatz. Über die Ausstattung von üblichen Transportinkubatoren kann dabei auf erweiterte Therapiemöglichkeiten der Intensivmedizin zurückgegriffen werden - so etwa der Einsatz von Absauggerät, Respirator (Beatmungsgerät), Infusionspumpen und der Anschluss zusätzlicher Gerätschaften zur Überwachung der Patientendaten.
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