| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen ingolstadt.png | Ingolstadt-Position.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern |
| Kreis: | Kreisfreie Stadt |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 374 m ü. NN |
| Fläche: | 133,35 km² |
| Einwohner: | 121.801 (31. Dezember 2005) |
| Ausländeranteil: | 15,6 % (Stand: 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 911 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 85049-85057 (alt 8070) |
| Vorwahlen: | 0841, 08450 |
| Kfz-Kennzeichen: | IN |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 61 000 |
| Stadtgliederung: | 11 Stadtbezirke / 61 Unterbezirke |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 2 85049 Ingolstadt |
| Offizielle Website: | www.ingolstadt.de |
| E-Mail-Adresse: | presseamt@ingolstadt.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Dr. Alfred Lehmann (CSU) |
| Regierende Partei: | CSU |
Ingolstadt (lateinisch: Auripolis) ist als kreisfreie Stadt an der Donau im Bundesland Bayern mit einer Einwohnerzahl von 121.801 (zum 31. Dezember 2005) nach München die zweitgrößte Stadt Oberbayerns sowie nach München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Würzburg die sechstgrößte Stadt Bayerns. Die Grenze von 100.000 Einwohnern hatte Ingolstadt 1989 überschritten und ist damit Bayerns jüngste Großstadt. Ingolstadt ist nach Regensburg die zweitgrößte deutsche Stadt an der Donau und gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten in Deutschland. 2006 feiert Ingolstadt das 1200-jährige Stadtjubiläum Offizielle Website zum Jubiläum.
Ingolstadt liegt auf einer Höhe von 374 m über Null an der Donau, in einem weiten ebenen Becken (dem „Ingolstädter Becken“), das im Norden von den Juraausläufern und im Süden von tertiären Hügeln begrenzt wird. Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Fläche von 133,35 km².
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ingolstadt, sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt:
Adelschlag, Egweil, Nassenfels, Buxheim, Eitensheim, Gaimersheim, Wettstetten, Lenting, Kösching und Großmehring (alle Landkreis Eichstätt), Manching (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm), Karlskron, Weichering und Bergheim (alle Landkreis Neuburg-Schrobenhausen)
Siehe auch Liste der Stadtbezirke von Ingolstadt
Das Stadtgebiet von Ingolstadt ist in 11 Stadtbezirke und 61 Unterbezirke gegliedert. In jedem Stadtbezirk gibt es einen Bezirksausschuss, der zwischen 13 und 17 Mitglieder hat. Diese Gremien werden nach jeder Kommunalwahl vom Stadtrat Ingolstadts neu bestimmt. Die Bezirksausschüsse sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann jedoch dem Stadtrat der Gesamtstadt.
Die 11 Stadtbezirke Ingolstadts:
Ein Gräberfeld der Frühbronzezeit von 1800 v. Chr. mit wahrscheinlich in der Nähe liegender Siedlung ist die älteste nachgewiesene Besiedlung.
Ab 1000 v. Chr. gibt es bei Zuchering für etwa 450 Jahre eine Siedlung mit Urnengräberfeld-Friedhof (wahrscheinlich größter in Europa.)
Um 450 v. Chr. sind erste Nachweise der Ansiedlung von Kelten bei Manching aufzufinden, die um 100 v. Chr. von Germanen verdrängt wurden.
Die erste schriftliche Erwähnung Ingolstadts findet sich am 6. Februar 806 in der Reichsteilungsurkunde Karls des Großen als Ingoldestat, der Stätte des Ingold.
Um 1250 bekommt Ingolstadt Stadtrechte, später auch das Münzrecht.
Um 1300 unter Ludwig dem Bayern Teilherzogtum für etwa drei Jahre.
1392–1447 Teilherzogtum Bayern-Ingolstadt unter Stephan dem Kneißl und Ludwig dem Gebarteten. Stephans Tochter Isabeau heiratet den König von Frankreich. Merian_ingolstadt.jpg | 1472 wird, nachdem durch den Tod Herzog Ludwigs Ingolstadt an die Landshuter Wittelsbacher gefallen ist, die erste Bayerische Landesuniversität gegründet, die 1800 zuerst nach Landshut und 1826 nach München verlegt wird.
Am 23. April 1516 wird in Ingolstadt das Bayerische Reinheitsgebot von Herzog Wilhelm IV. deklariert, das die erlaubten Inhaltsstoffe des Bieres auf Gerste, Hopfen und Wasser festlegt. Es ist das älteste bekannte, heute noch gültige Lebensmittelgesetz der Welt.
1537 wird Ingolstadt bayerische Landesfestung.
1632, während des Dreißigjährigen Krieges, belagert Gustav II. Adolf von Schweden die Stadt. Sein Pferd wurde ihm dabei förmlich „unter dem Hintern weggeschossen“ und ist heute im Stadtmuseum zu sehen. Der „Schweden-Schimmel“ gilt als ältestes erhaltenes Tierpräparat Europas. Am 30. April stirbt in den Mauern der Stadt der Heerführer der katholischen Liga, Johann Tserclaes Graf von Tilly, an einer Verwundung aus dem Kampf bei Rain am Lech.
Um 1700 lässt Mary Shelley ihren Victor Frankenstein in Ingolstadt studieren und forschen, hier soll er auch seine legendäre Kreatur erschaffen haben. (1818 erschien der Roman, noch heute erinnert eine nächtliche Gruselstadtführung an den berühmten Studenten)
Am 1. Mai 1776 gründet Adam Weishaupt in Ingolstadt den Illuminatenorden.
1800 wird die Festung von den Franzosen geschleift, jedoch 1828–1848 neu erbaut. Ingolstadt bleibt Festungsstadt bis in die 1930er, als ihr der Status von Hitler aberkannt wurde. Ebenfalls 1800 wird die Universität nach Landshut verlegt und gelangt von dort schließlich nach München (heutige Ludwig-Maximilians-Universität).
1803 Ingolstadt erhält einen Polizeikommissär. Damit untersteht die Stadt quasi unmittelbar der Regierung. Später bezeichnet man solche Städte als kreisfreie Stadt.
1826 wird mit der Errichtung der Landesfestung Ingolstadt der Bayerischen Armee begonnen.
1862 entsteht das Bezirksamt Ingolstadt als staatlicher Verwaltungsbezirk, aus dem später der Landkreis Ingolstadt hervorgeht.
1945 wird Ingolstadt nach Kapitulation des Kommandanten von den Amerikanern besetzt.
1972 Bei der Gebiets- beziehungsweise Kreisreform wird der Landkreis Ingolstadt aufgelöst. Die Stadt selbst bleibt aber kreisfrei und wird durch Eingemeindungen erheblich vergrößert.
Ehemals selbständige Gemeinden und Gemarkungen, die in die Stadt Ingolstadt eingegliedert wurden:
| Jahr | Orte | Zuwachs in ha |
| 1. Januar 1962 | Unsernherrn mit den Gemeindeteilen Einbogen, Haunwöhr, Hennenbühl, Hundszell, Kothau, Niederfeld, Ringsee, Rothenturm und Schmalzbuckel ¹ | 1.090 |
| 1. Januar 1968 | Teilstück der Gemeinde Mailing | 75 |
| 1. Juli 1969 | Friedrichshofen | 81 |
| 1. Juli 1972 | Brunnenreuth mit den Gemeindeteilen Oberbrunnenreuth, Unterbrunnenreuth und Spitalhof | 275 |
| 1. Juli 1972 | Dünzlau | 481 |
| 1. Juli 1972 | Etting | 870 |
| 1. Juli 1972 | Gerolfing | 2.387 |
| 1. Juli 1972 | Hagau | 492 |
| 1. Juli 1972 | Irgertsheim | 600 |
| 1. Juli 1972 | Mailing mit Feldkirchen | 812 |
| 1. Juli 1972 | Mühlhausen | 249 |
| 1. Juli 1972 | Oberhaunstadt mit Unterhaunstadt | 553 |
| 1. Juli 1972 | Pettenhofen | 379 |
| 1. Juli 1972 | Zuchering mit den Gemeindeteilen Winden und Seehof | 1.293 |
¹ diese Orte gehörten bis 1813 schon einmal zu Ingolstadt, wurden seinerzeit jedoch ausgegliedert
Seit dem Mittelalter und am Anfang der Neuzeit gab es in Ingolstadt nur ein langsames Bevölkerungswachstum, das immer wieder durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte unterbrochen wurde. Der Rückgang der Einwohnerzahl zwischen 1762 und 1803 von 8.000 auf 4.800 Personen ist auf die Auflösung des Jesuitenordens 1773, die Verlegung der Universität nach Landshut 1800 und die Schleifung der Festung und Audörfer durch die französischen Truppen während der Besetzung der Stadt 1800/1801 zurückzuführen.
Mit Beginn der Industrialisierung im Laufe des 19. Jahrhunderts beschleunigte sich das Wachstum der Bevölkerung. 1914 hatte Ingolstadt 25.000 Einwohner, bis 1959 verdoppelte sich diese Zahl auf 50.000. Die Grenze von 100.000 Einwohnern überschritt die Stadt 1989 und ist damit Bayerns jüngste Großstadt. Ende Juni 2005 lebten in Ingolstadt nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 120.575 Menschen mit Hauptwohnsitz - historischer Höchststand.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) und amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1450 | 3.000 |
| 1500 | 5.000 |
| 1558 | 4.548 |
| 1630 | 6.500 |
| 1762 | 8.000 |
| 1792 | 7.000 |
| 1803 | 4.813 |
| 1813 | 5.433 |
| 1820 | 4.800 |
| 1. Dezember 1834 ¹ | 7.800 |
| 1. Dezember 1837 ¹ | 7.200 |
| 1. Dezember 1840 ¹ | 9.189 |
| 3. Dezember 1846 ¹ | 9.706 |
| 3. Dezember 1852 ¹ | 14.400 |
| 3. Dezember 1855 ¹ | 15.025 |
| 3. Dezember 1858 ¹ | 15.712 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 3. Dezember 1861 ¹ | 19.398 |
| 3. Dezember 1867 ¹ | 17.684 |
| 1. Dezember 1871 ¹ | 13.157 |
| 1. Dezember 1875 ¹ | 14.633 |
| 1. Dezember 1880 ¹ | 15.251 |
| 1. Dezember 1885 ¹ | 16.388 |
| 1. Dezember 1890 ¹ | 17.646 |
| 2. Dezember 1895 ¹ | 20.656 |
| 1. Dezember 1900 ¹ | 22.207 |
| 1. Dezember 1905 ¹ | 23.531 |
| 1. Dezember 1910 ¹ | 23.745 |
| 1. Dezember 1916 ¹ | 27.464 |
| 5. Dezember 1917 ¹ | 27.293 |
| 8. Oktober 1919 ¹ | 26.013 |
| 16. Juni 1925 ¹ | 26.630 |
| 16. Juni 1933 ¹ | 28.628 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 17. Mai 1939 ¹ | 33.394 |
| 31. Dezember 1945 | 33.923 |
| 29. Oktober 1946 ¹ | 36.764 |
| 13. September 1950 ¹ | 40.523 |
| 25. September 1956 ¹ | 46.726 |
| 6. Juni 1961 ¹ | 53.405 |
| 31. Dezember 1965 | 68.369 |
| 27. Mai 1970 ¹ | 70.414 |
| 31. Dezember 1975 | 88.500 |
| 31. Dezember 1980 | 90.490 |
| 31. Dezember 1985 | 91.836 |
| 25. Mai 1987 ¹ | 96.071 |
| 31. Dezember 1990 | 105.489 |
| 31. Dezember 1995 | 111.979 |
| 31. Dezember 2000 | 115.722 |
| 31. Dezember 2005 | 121.801 |
Ingolstadt gehörte von Anfang an zum Bistum Eichstätt, das 741 errichtet wurde und zum Erzbistum Mainz gehörte. Politisch gehörte die Stadt zum Herzogtum Bayern, das über die Jahrhunderte hinweg katholisch blieb. Reformatorische Bestrebungen in der Stadt wurden mehrfach unterdrückt. Die Stadt wurde nach dem Einzug der Jesuiten sogar zu einem Bollwerk des Katholizismus. (siehe auch Johannes Eck) Durch die politischen Veränderungen zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Bistum Eichstätt 1817/21 der neuen Kirchenprovinz Bamberg (Erzbistum Bamberg) zugeordnet, zu der es bis heute gehört. Die Pfarrgemeinden der Stadt sind Teil des Dekanats Ingolstadt, des südlichsten Dekanats des Bistums Eichstätt. Nur Zuchering mit den Pfarreifilialen in Hagau und Winden gehört zum Dekanat Pfaffenhofen des Bistums Augsburg, was durch die alte Diözesangrenze an der Sandrach (ehemals südlicher Hauptlauf der Donau) zu erklären ist.
Zu Anfang des 19. Jahrhunderts zogen auch Protestanten in die Stadt. Im Jahre 1824 erhielten die Gemeindeglieder ihren ersten evangelischen Pfarrer (Gemeinde St. Matthäus). Diese gehörte zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Innerhalb dieser Landeskirche wurde Ingolstadt 1935 Sitz eines Dekanats, zu dem heute alle evangelischen Kirchengemeinden gehören. Das Dekanat Ingolstadt ist Teil des Kirchenkreises Regensburg. Auch die russisch-othodoxe sowie die griechisch-katholische Kirche unterhalten Gotteshäuser.
In Ingolstadt wirken auch eine Reihe von Freikirchen, darunter die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde / Baptisten.
In Ingolstadt ist auch eine Gemeinde der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ansässig.
An der Spitze der Stadt stand anfangs der „Rat“, der erstmals 1309 bezeugt ist. Dieser teilte sich in einen „Inneren“ und einen „Äußeren“ Rat. Seit 1407 ist ein Bürgermeister nachweisbar, der aus dem Inneren Rat kam. Das Amt des Bürgermeisters wechselte halbjährlich, später vierteljährlich. Nach 1447 leitete ein landesherrlicher Beamter als Pfleger die Stadt. Ab 1803 wurde nach und nach die Magistratsverfassung eingeführt. Ab 1818 wurde der Magistrat von den Gemeindebevollmächtigten gewählt. An der Spitze des Magistrats stand ein Bürgermeister. Teilweise wurden den Bürgermeistern der Titel Oberbürgermeister verliehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg tragen nahezu alle Bürgermeister diesen Titel. Sie werden von der Bevölkerung der Stadt gewählt.
| CSU | 51,2 % |
| SPD | 23,2 % |
| FW | 12,0 % |
| GRÜNE | 6,6 % |
| ödp | 2,5 % |
| FDP | 2,3 % |
| REP | 2,2 % |
| CSU | SPD | FW | GRÜNE | ödp | FDP | REP | Gesamt | |
| 2002 | 26 | 12 | 6 | 3 | 1 | 1 | 1 | 50 |
Das Wappen der Stadt Ingolstadt zeigt in Silber einen feuerspeienden blauen Panther. Die Stadtflagge ist weiß-blau.
Die ersten Siegel der Stadt zeigten den Hl. Mauritius als Schutzpatron der Hauptkirche der Stadt. Ab 1314 stützt sich dieser auf einen Schild mit dem Panther. Ab etwa 1340 wird der Schild mit dem Panther als alleiniges Siegel verwendet. Die Herkunft ist nicht mit Sicherheit nachzuweisen. Es wird mehrheitlich angenommen, dass sich der Panther von den spanheimischen Pfalzgrafen von Ortenburg herleitet, der seit 1260 Nebenwappen der Wittelsbacher war. Eine weitere, nicht bewiesene Möglichkeit ist die Verleihung des Wappens durch Ludwig den Bayern im Jahre 1313. Damit wollte er die Tapferkeit der Ingolstädter in der Schlacht von Gammelsdorf honorieren.
Das Heimatmuseum Niemens-Prachatitz findet man im ehem. Pedellhaus der Hohen Schule.
Bedeutende Firmen, die die Region wirtschaftlich erfolgreich machten, sind der Automobilhersteller Audi, dessen Zulieferer, sowie die Media-Saturn-Holding (Media Markt & Saturn), die ihren Hauptsitz ebenfalls in Ingolstadt hat. Continental Temic (früher Telefunken und AEG) hat mit Autoelektronik für alle nationalen und internationalen Autohersteller ebenfalls ein Werk mit Entwicklung und Produktion in Ingolstadt. Weiterhin existieren noch vier Ingolstädter Bier-Brauereien: Nordbräu, Herrnbräu, Ingobräu und Westpark Bräu („1516“). In Ingolstadt wurde im Jahre 1516 auch das Bayerische Reinheitsgebot erlassen. Es besagt, dass zur Herstellung von Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden dürfen.
Ingolstadt und Umgebung sind ein wichtiges Zentrum der Erdölindustrie – neben Burghausen ist es das zweite und größte in Bayern. In den 60er Jahren wurden in einer Art Goldgräberstimmung drei Raffinerien in Ingolstadt, sowie zwei weitere im benachbarten Vohburg und Neustadt an der Donau errichtet. Alle Anlagen wurden und werden ausschließlich von den Pipelines CEL (stillgelegt) und TAL (Umschlagplatz bei Lenting) mit Rohmaterial versorgt. Der Standort Ingolstadt von Bayernoil soll bis 2008 stillgelegt und hierfür die Standorte Vohburg und Neustadt ausgebaut werden.
Ingolstadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Bayern. An der Autobahn (BAB 9) München–Nürnberg–Berlin gelegen, sowie an den Bundesstraßen 13 und 16 und am Eisenbahnknoten (2 Bahnhöfe: Nordbahnhof und der südlicher gelegene Hbf mit Rangierbahnhof) mit direkten Verbindungen nach München, Nürnberg, Regensburg, Augsburg und Ulm (IC/ICE). Zum kleinen Fahrplanwechsel am 28. Mai 2006 wurde die Neu- und Ausbaustrecke München-Ingolstadt-Nürnberg eröffnet. Dies betrifft auf der Neubaustrecke nach Nürnberg nur den ICE Verkehr. Im vollen Umfang wird die Strecke zum Fahrplanwechsel im Dezember in Betrieb genommen.
Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen 32 Buslinien mit einer Gesamtstreckenlänge von 620 km der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH (INVG).
Nach dem Bericht „Entwicklung der Städte, Kreise und Gemeinden, Ausgabe 2004“ des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung ist die Autodichte der Stadt die drittgrößte des Landes. Hier kommen 746 PKW auf 1000 Einwohner. Das ist deutlich mehr als der bundesweite Durchschnitt, in dem nur 541 PKW auf 1000 Einwohner kommen.
In Ingolstadt erscheinen
Der lokale Fernsehsender heißt intv – der Infokanal und derzeit 24 Stunden im Kabelnetz empfangbar. Eine teilweise Ausstrahlung des Programms erfolgt über Digitalsatellit auf Astra.digital im Rahmen eines bayernweiten Pilotprojektes.
Das Funkhaus Ingolstadt ist der lokale Rundfunkanbieter für Ingolstadt und die gesamte Region. Es umfasst die Wellen Radio IN inklusive dem Kulturkanal-Ingolstadt sowie Radio K1 und Radio Galaxy.
FH Ingolstadt.jpg In Ingolstadt wurde 1472 die Erste Bayerische Landesuniversität „Universität Ingolstadt“ gegründet, die jedoch 1800 zuerst nach Landshut und 1826 nach München verlegt wurde und heute Ludwig-Maximilians-Universität heißt.
1989 wurde Ingolstadt wieder Universitätsstadt, als die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) eröffnet wurde. Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät WFI bietet Studiengänge in Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsprüfung an.
Die Fachhochschule Ingolstadt wurde 1994 gegründet. Sie ist deutschlandweit bekannt für den BWL- und Wirtschaftsingenieurstudiengang.
Ingolstadt hat fünf Gymnasien:
Historische Altstadt (unter anderem mit Dr.-Johannes-Eck–Haus und Tillys Sterbehaus), ferner:
Die folgende Übersicht enthält bedeutende, in Ingolstadt geborene Persönlichkeiten chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Ingolstadt hatten oder nicht, ist dabei unerheblich. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Ort in Bayern | Ehemaliger Residenzort in Bayern | Ingolstadt
Ingolstadt | Инголщат | Ingolstadt | Ingolstadt | Ingolstadt | Ingolstadt | Ingolstadt | Ingolstadt | Ingolstadt | インゴルシュタット | Инголштат | Ingolstadt | Ingolstadt | Ingolstadt | Ingolstadt | Инголштат | Ingolstadt
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