Die Informationsethik ist eine philosophische Disziplin, die sich mit dem moralischen Umgang mit Informationen auseinandersetzt. Die Motivation für diese ethische Betrachtung liegt in der wachsenden Bedeutung von Informationen, die auch als Wandel zur Informationsgesellschaft beschrieben wird. Beim Umgang mit Wissen und Informationen in Elektronischen Räumen bilden sich Moralvorstellungen und Normen heraus (Hackerethik, Netiquette, Sharerity...), die im Rahmen der Informationsethik untersucht und diskutiert werden.
Die Informationsethik beschäftigt sich unter anderem mit den Fragen, ob und in welcher Form Eigentumsrechte an Informationen geltend gemacht werden können (Venterisierung und Napsterisierung), dem Freien Zugang zu Informationen (Informationsfreiheit) und der Überwindung einer Digitalen Kluft zwischen Personen mit und ohne Zugang zu Informationen, der Informationellen Selbstbestimmung und der Wahrung der Privatsphäre angesichts wachsender Möglichkeiten der Überwachung (Datenschutz) und der Beschränkungen der Verbreitung von Informationen (Jugendschutz, Zensur).
Verwandte Forschungsgebiete sind die Medienethik, Computerethik, Technikethik, Zukunftsethik, Technikfolgenabschätzung und Wirtschaftsethik.
Siehe auch: Informationsgerechtigkeit, Risikogesellschaft, Wissensgesellschaft
Der Konstanzer Informationswissenschaftler Rainer Kuhlen behandelt ähnliche Fragestellungen unter anderem unter dem Begriff der Informationsökologie.
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