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Eine Infiltration ist

  • das Eindringen von Stoffen oder Personen in ein System, z.B. das Eindringen einer Flüssigkeit in einen Filter oder ein Durchfließen des Filters, beispielsweise die Versickerung von Regenwasser im Boden.
  • ein wichtiger Teilprozess des Wasserkreislaufes: Das Auftreffen und Eindringen von flüssigen oder schmelzenden festen Niederschlägen in den Boden. Anschlussprozesse können Grundwasserspeisung und Abflussbildung sein. Die Infiltration wird quantitativ gemessen als Millimeter pro Sekunde oder praktischer pro Minute. Die Messgeräte, sog. Infiltrometer, gibt es in verschiedenen Ausführungen, jeweils mit Vor- und Nachteilen behaftet. Damit kann aber nur die potentielle Infiltration gemessen werden, sozusagen die Durchlässigkeit (Darcy-Gesetz). Für die Messung im Freiland oder im Bodenlabor muss eine ungestörte Bodenschichtung vorliegen. Die reale Infiltration, insbesondere flächenbezogen, kann nur aus Vergleich des Niederschlages auf der Eingangsseite mit der Abflusspende und der Grundwasserspende ermittelt werden.
  • im übertragenen Sinn ist eine Infiltration eine Unterwanderung des Feindes durch das Einschleusen eigener Kombattanten in feindliche Truppen oder auch eigener Leute in gegnerische Organisationen, um diese von innen her zu schwächen oder für die eigenen Ziele zu verändern.
  • Spieltyp (Infiltration (Mod), Computerspiel) (abgekürzt: INF)
  • im Zusammenhang mit der Medizin bedeutet Infiltrieren, dass ein Medikament gezielt in eine erkrankte Region eingebracht wird. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird dies auch als orthopädische Spritze bezeichnet. Mit einer Spritze wird der erkrankte Bereich gezielt angestochen und das in Wasser aufgelöste Medikament unter leichtem Druck in die Gewebsspalten eingesickert. Meistens werden hierzu Mittel zur örtlichen Betäubung genommen (Lokalanästhetikum), entzündliche Reizzustände können auch mit Kortison als Kristallaufschwemmung örtlich behandelt werden.
    • Pro: Die Menge an Wirkstoff, die benötigt wird, ist recht gering. Die Mittel zur örtlichen Betäubung werden an Ort und Stelle vom Körper abgebaut, entfalten also praktisch keine Wirkung auf den Rest des Körpers.
    • Kontra: Diese Form der Behandlung setzt eine recht hohe technische Qualifikation des Arztes voraus. Die Bereiche, in denen infiltriert werden muss, sind zum Teil nicht ganz unempfindlich, es kann zu mechanischen Schäden, Verletzungen oder Blutungen kommen. Zudem muss so eine Spritze "sitzen". Wenn nicht exakt der Bereich infiltriert wird, in dem sich das aktuelle Krankheitsgeschehen abspielt, nutzt eine derartige Behandlung nichts. Diese "orthopädische Spritze" sieht zunächst furchteinflößend aus. Die Nadel (=Kanüle) muss ziemlich lang sein, sonst reicht sie nicht an die wesentliche Stelle heran. Die Spritze selbst ist meist recht groß, 10 oder 20 ml sind gebräuchlich. So kann es dann schon vorkommen, dass der Arzt ein Gerät von ca. 30 cm Gesamtlänge in Händen hält, mit dem er sich dem Patienten nähert.

 

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