Die Dienstleistung Produktdesign, auch Industriedesign (engl: Industrial Design) genannt, befasst sich mit den Produkten, die uns umgeben. Dabei werden im allgemeinen zwei Produkt-Kategorien unterschieden: Konsum-, sowie Investitionsgüter. Für beide gilt: Der Designer bekommt von einem Hersteller den Auftrag, ein Produkt (neu) zu gestalten, oder er stellt sich selbst eine Aufgabe, deren Ergebnis er dann später einem Hersteller anbietet. Grundlegende Anforderung, die der Industrial Designer bei seiner Arbeit berücksichtigen muss, ist die Umsetzbarkeit seines Entwurfs in einen industriellen Fertigungsprozess. Er ist nicht Gestalter von Unikaten, sondern von Produkten, die in einer seriellen (Massen)-Produktion hergestellt werden.
Unter den Bereich der Konsumgüter (Beispiele), d.h. Produkte des persönlichen Gebrauchs, fallen:
Was soll das Produkt sein oder können?
Was sagt die Marktforschung zur Nachfrage? Wie groß, schwer, teuer, hell, durchsichtig, griffig, ..., darf / muss es (höchstens / mindestens) sein? Die Anforderungsliste (=Pflichtenheft) definiert alle zwingend (oder gewünscht) erforderlichen Produkteigenschaften, bzw. auch diejenigen, die vermieden werden sollen (z.B.: Brennbarkeit versus Sicherheit, Biegefähigkeit versus Stabilität). Damit ist der Produktnutzen genauestens definiert.
Darüber hinaus werden technische Vorgaben aus dem Bereich der Fertigung gemacht.
01. Zieldefinition | Zielfindung 01.01. Briefing 01.02. Aufgabenstellung 01.03. Innovationsraum 02. Zeitplanung 03. Orientierungsphase 03.01. Gesellschaftliche Orientierung 03.02. Technologische Orientierung 03.03. Systemumgebungsanalyse 03.04. Prozessanalyse 03.05. Mitbewerberbetrachtung 03.06. Wirkflächendefinition 03.07. Analogiefindung und Iststand 03.08. Zukunftsprognose 04. Konzeptionsphase 04.01. Lösungsmatrix 04.02. Ergonomiestudien 04.03. Fusion der Teillösungen 05. Marktforschung 06. Wirtschaftlichkeitsanalysen 07. Realisation 07.01. CAD-Vorkonstruktion 07.02. Prototyping 07.03. Fertigungsplanung 07.04. Produktbegleitung
Anhand von ersten Skizzen (Scribbles) und Zeichnungen sammelt der Designer Ideen, Varianten und Details zum Produkt. Aus diesem ersten Schritt wird in mehreren Stufen eine Auswahl getroffen und anschließend werden aussagekräftigere, detailliertere Darstellungen (Renderings) angefertigt.
In Präsentationen werden die erstellten Varianten vorgestellt. Zusammen mit dem Hersteller konzentriert man sich auf einige wenige (je nach Wichtigkeit: 1-3) Varianten, die wiederum detailgetreuer gezeichnet werden, bzw. es wird ein (Computer-) Modell (auch Volumenmodell) angefertigt.
Nach erneuter Auswahl, beschränkt auf die ausführbaren Varianten, folgt die Phase der Umsetzung. Um eine realistische Ansicht des Produkts zu erhalten, werden fotorealistische Renderings angefertigt, anhand derer man sich auf Farben, Oberflächen(strukturen), Details (Radien, Abstände, Größen, etc.) einigt. Der Designer hat dabei immer die beratende Funktion inne; er muss alle Vorschläge begründen können.
Sind alle Details geklärt, wird anschließend (meist) ein Funktions- oder Anschauungsmodell angefertigt. Damit kann man entweder die Nutzung durchspielen, oder nur simulieren, um die Formen und Konturen realitätsgetreu begutachten zu können.
In der letzten Phase wird ein Prototyp hergestellt. Dieser wird benötigt um:
Ein (Design)-Produkt lässt sich nach seinen Funktionen unterscheiden und analysieren:
Besondere Qualitäten der Ästhetik, der Benutzbarkeit und Funktionalität haben immer wieder zu Designobjekten geführt, die mitunter wie Ikonen verehrt werden. Landläufig werden diese Produkte deshalb oft auch »Designklassiker« genannt. Einige Beispiele:
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