Spulen.JPG In der Elektrotechnik sind Spulen wichtige Bestandteile elektrischer Bauelemente oder Geräte oder sie sind für sich allein ein Bauteil. Eine klassische Spule ist ein Leiterdraht, der um einen festen Körper gewickelt ist. Der Spulenkörper, der zur Stabilisierung des Drahtwickels dient, muss nicht zwingend vorhanden sein.
Wird eine Spule von einem sich zeitlich ändernden Strom durchflossen, so entsteht um die Spule ein sich zeitlich änderndes Magnetfeld. Jede Änderung des Stromes bzw. magnetischen Flusses erzeugt in der Spule eine Selbstinduktionsspannung. Diese Spannung ist dabei so gerichtet, dass sie ihrer Ursache entgegen wirkt (Lenzsche Regel). Eine Zunahme des Stromes führt zur Erhöhung der Spannung, die dem Strom entgegen wirkt.
Soll ein Gebilde aus einem langen aufgewickelten Draht nur eine geringe Induktivität haben, werden diese Gebilde bifilar gewickelt. Das gilt für Drahtwiderstände, die für Tonfrequenz oder Hochfrequenz verwendet werden sollen.
Ab einer bestimmten materialabhängigen Flussdichte tritt eine Sättigungsmagnetisierung des Kerns auf.
Weil das Eisen des Kerns ein elektrischer Leiter ist, fließt in einer von Wechselstrom durchflossenen Spule mit Eisenkern im Eisenkern ein Kurzschlussstrom, dieser heißt Wirbelstrom. Der Wirbelstrom wird geringer, wenn der Kern nicht aus einem Stück Eisen, sondern aus einem Stapel von Eisenblechen besteht, die voneinander, etwa durch eine Lackschicht, isoliert sind. Ganz verhindert wird der Wirbelstrom durch einen Spulenkern aus nichtleitendem Material (Ferrit).
Kerne für Hochfrequenzspulen bestehen aus einem ferromagnetischen, elektrisch nichtleitenden Material. Damit werden Wirbelströme im Kern verhindert.
Bei abstimmbaren Spulen werden Ferritkerne mit einem Gewinde verwendet. Durch Hineinschrauben oder Herausschrauben kann die Induktivität einer solchen Spule erhöht bzw. vermindert werden.
Wenn eine HF-Spule einen Kern aus Aluminium (oder einem anderen elektrisch leitfähigem Material) zum Abgleich hat, vermindert ein Hineindrehen des Kerns die Induktivität. Das kommt daher, dass der Kern wie eine kurzgeschlossene Sekundärwicklung eines Transformators wirkt. Ein tieferes Hineindrehen bewirkt eine Verdrängung des Magnetfeldes der Spule.
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