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Indium
 

Eigenschaften
-

*4d105s25p1
115
49
In
Periodensystem
Cadmium - Indium - Zinn
-
Ga
In
Tl  
 
 

- Allgemein
- Name, Symbol, Ordnungszahl Indium, In, 49
- Serie Metalle
- Gruppe, Periode, Block 13 (IIIA), 5, p
- Aussehen silbrig glänzend grau
- Massenanteil an der Erdhülle 1 · 10-5 %
- Atomar
- Atommasse 114,818
- Atomradius (berechnet) 155 (156) pm
- Kovalenter Radius 144 pm
- van der Waals-Radius 193 pm
- Elektronenkonfiguration href="http://articles.gourt.com/de/Krypton">Kr4d105s25p1
- Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 18, 18, 3
- 1. Ionisierungsenergie 558,3 kJ/mol
- 2. Ionisierungsenergie 1820,7 kJ/mol
- 3. Ionisierungsenergie 2704 kJ/mol
- 4. Ionisierungsenergie 5210 kJ/mol
- Physikalisch
- Aggregatzustand (Magnetismus) fest (-)
- Kristallstruktur tetragonal
- Dichte (Mohshärte) 7310 kg/m3 (1,2)
- Schmelzpunkt 429,75 K (156,60 °C)
- Siedepunkt 2345 K (2072 °C)
- Molares Volumen 15,76 · 10-6 m3/mol
- Verdampfungswärme 231,5 kJ/mol
- Schmelzwärme 3,263 kJ/mol
- Dampfdruck 1,42 · 10-17 Pa bei 429 K
- Schallgeschwindigkeit 1215 m/s bei 293,15 K
- Spezifische Wärmekapazität 233 J/(kg · K)
- Elektrische Leitfähigkeit 11,6 · 106 S/m
- Wärmeleitfähigkeit 81,6 W/(m · K)
- Chemisch
- Oxidationszustände 3
- Oxide (Basizität) (amphoter)
- Normalpotential -0,338 V (In3+ + 3e- → In)
- Elektronegativität 1,78 (Pauling-Skala)
- Isotope
-
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
-
111In {syn.} 2,8047 d ε 1,097 111Cd
-
112In {syn.} 14,97 min ε
β-
2,586
0,663
112Cd
112Sn

-
113In 4,3 % In ist stabil mit 64 Neutronen
-
113mIn {syn.} 1,658 h IT ??? 113In
-
114In {syn.} 71,9 s β-
ε
1,989
1,452
114Sn
114Cd

-
114mIn {syn.} 49,51 d IT
ε
0,190
1,642
114In
114Cd

-
115In 95,7 % 4,41·1014 a β- 0,495 115Sn
-
115mIn {syn.} 4,486 h IT
β-
0,336
0,831
115In
115Sn

-
116In {syn.} 14,10 s β- 3,274 116Sn
-
116mIn {syn.} 54,7 min β- ??? 116Sn
-
117In {syn.} 43,2 min β- 1,455 117Sn
-
117mIn {syn.} 1,94 h β-
IT
???
???
117Sn

- Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt,
gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Indium (benannt nach der indigofarbenen Bande im Linienspektrum) ist ein silbrigweißes, duktiles Metall der III-Hauptgruppe. Es ist leicht verformbar und gibt wie Zinn beim Verbiegen Geräusche ab (siehe auch Zinnschrei). Es wurde 1863/1864 von Ferdinand Reich in Zusammenarbeit mit Hieronymus Theodor Richter an der Bergakademie Freiberg entdeckt.

Gewinnung


IndiumMetalUSGOV.jpg Indium kommt vergesellschaftet in einigen Zink-, Blei-, Zinn- und Kupfererzen in England, Argentinien, Kanada und den USA vor. Es reichert sich daher in den Aschen oder Elektrolyten bei der Gewinnung dieser Metalle an und kann daraus gewonnen werden. Es ist also ein typisches Nebenprodukt. Um eine wirtschaftliche Gewinnung zu gewährleisten, muss das Indium auf mindestens 1 Gew. % in den Vorprodukten angereichert werden. Bei den Raffinationsprozessen (beispielsweise Röstung oder Flotation) von Blei, Zink, Kupfer oder Zinn muss das Indium in ausreichender Menge vorliegen.

Aufgrund des kleinen Anteils von Indium in den elektronischen Geräten (z.B. Mobiltelefone) wird zur Zeit ein Recycling mit Ausnahme von Japan kaum durchgeführt.

Verwendung


Die Verwendung des Indiums ist mannigfaltig. Indium zeigt eine hohe Duktilität und gute Gleit- und Schmierfähigkeit. Dadurch bilden galvanisch abgeschiedene Indiumüberzüge auf Blei-, Stahl- und Cadmium-Gleitlagern einen ausgezeichneten Oberflächenschutz gegen Abrieb. Indiumdichtungen werden auch in der kryogenen Vakuumtechnik als Dichtungsmaterial eingesetzt.

Infolge des niedrigen Schmelzpunktes von 150 °C kann Indium, mit anderen Metallen legiert, Speziallote bilden. Weiterhin kann die Eigenschaft des niedrigen Schmelzpunktes ausgenutzt werden, um Schmelzsicherungen für Branddetektoren herzustellen. Eine andere Anwendung der Indiumlegierungen besteht als Füllmasse für Hochtemperaturthermometer.

Aber auch umweltfreundliche quecksilberfreie Fieberthermometer haben Indium als Legierungsbestandteil in ihrer Füllmasse. Mit Kupfer, Mangan und Magnesium wird Indium als Legierungsbestandteil von magnetischen Werkstoffen verwendet. Gelegentlich wird Indium in Dentallegierungen verwendet. Indium und dessen Verbindungen spielen eine wichtige Rolle in der Halbleitertechnik. Die Einsatzgebiete seien hier kurz genannt:

  • Verwendung in Hallsonden, die zur Messung von Magnetfeldern dienen.
  • Ternäre Indiumlegierungen mit Schwermetallantimoniden zeigen anisotropische elektrische Eigenschaften.
  • Intermetallische indiumhaltige Verbindungen eignen sich zum Bau von InfrarotSensoren und Solarkollektoren.
  • Indiumzinnoxid (ITO, englisch indium tin oxid) ist lichtdurchlässig und elektrisch leitend und wird daher vielfältig als durchsichtige Zuleitung auf Solarbatterien oder flüssig-kristallinen Digitalanzeigen (LCD) benutzt.

Verbindungen


  • In2O3 : Indiumoxid, gelber Feststoff, entsteht bei der Oxidation von Indiumpulver
  • InSe : Indiumselenid, schwarze Kristalle, Verwendung als Halbleiter
  • InP : Indiumphosphid, spröde Masse, Halbleiter für Solarzellen
  • InCl3 : Indiumtriclorid, weiße Flocken
  • In2S3 : Indiumsulfid, Dünnschichthalbleiter (Solarzellen)

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