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Dr. Henry Jones Jr. oder Indiana „Indy“ Jones ist der Name einer fiktiven Figur aus der gleichnamigen Abenteuerfilmreihe von George Lucas (Produzent) und Steven Spielberg (Regie).

Indiana Jones verkörpert einen Archäologen der 1930er Jahre, der keineswegs wie ein seriöser Archäologe in aller Stille seinen Forschungen nachgeht, sondern mit Fedora auf dem Kopf und peitscheschwingend in die unglaublichsten Abenteuer verwickelt wird. Dabei bekommt er es des Öfteren mit Nazis und anderen Schergen zu tun und entgeht oft nur um Haaresbreite dem Tod. Gelegentlich bezieht sich die Handlung auch auf okkulte und religiös-kultische Phänomene – etwa wenn sich die Handlung um die Bundeslade oder den Heiligen Gral dreht. Am Ende geht Indiana Jones jedoch selten als strahlender Sieger aus seinen Abenteuern hervor, denn meistens steht er trotz aller Anstrengungen mit leeren Händen da.

Die drei Spielfilme Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes, Indiana Jones und der Tempel des Todes und Indiana Jones und der letzte Kreuzzug waren in den 1980er Jahren große Erfolge und gelten bis heute als Kultfilme.

In Folge der großen Popularität der Filme sind zahlreiche Romane, Comics und Computerspiele sowie eine Fernsehserie um den amerikanischen Archäologen erschienen.

Filme


Die Reihe besteht aus den Teilen:

Die Figur des Indiana Jones wird darin von Harrison Ford gespielt. Sein junges Ich wird im dritten Teil von River Phoenix und sein Vater Professor Dr. Henry Jones von Sean Connery verkörpert.

Ein vierter Teil ist in Planung und soll voraussichtlich 2007 erscheinen. Die Dreharbeiten beginnen Gerüchten zufolge schon im Sommer 2006. Regie wird definitiv wieder Steven Spielberg führen. Produzenten werden wie in den vorherigen drei Filmen Frank Marshall und George Lucas sein. Ob Sean Connery und John Rhys-Davies ebenfalls mit von der Partie sind ist noch nicht bekannt. In einem Interview 2004 gab Davies aber bekannt, er habe sich mit Spielberg über den vierten Film unterhalten.

Fernsehserie


In den Jahren 1992–1996 wurde die 22-teilige Fernsehserie Die Abenteuer des jungen Indiana Jones (The Young Indiana Jones Chronicles) produziert. In dieser Serie begegnet Jones realen Persönlichkeiten der Geschichte. Es werden Episoden aus verschiedenen Lebensabschnitten Jones' im Alter von 8–10, 16–20 und 93 Jahren gezeigt; er wird demnach auch von verschiedenen Schauspielern dargestellt (Corey Carrier, Sean Patrick Flanery, George Hall).

Computerspiele


Seit Anfang der 1980er Jahre sind viele Indiana-Jones-Computerspiele für verschiedene Spielkonsolen und Computersysteme erschienen. Als besonders bemerkenswert sind die 1989 und 1991 veröffentlichten Adventures von LucasArts hervorzuheben: Während sich die Geschichte von Indiana Jones and the Last Crusade sehr stark am gleichnamigen Film orientiert, macht Indiana Jones and the Fate of Atlantis eine durchaus bemerkenswerte eigene Geschichte auf.

Romane


Neben den Filmen und der Fernsehserie gibt es über 40 Romane mit Abenteuern von Indiana Jones. Einige der englischen Bücher sind auch in deutscher Sprache erschienen. Acht Romane von Wolfgang Hohlbein wurden zuerst in Deutschland veröffentlicht:

  • Indiana Jones und das Schiff der Götter (Indiana Jones And The Ship Of The Gods)
  • Indiana Jones und die Gefiederte Schlange (Indiana Jones And The Feathered Snake)
  • Indiana Jones und das Gold von El Dorado (Indiana Jones And The Gold Of El Dorado)
  • Indiana Jones und das verschwundene Volk (Indiana Jones And The Vanished People)
  • Indiana Jones und das Schwert des Dschingis Khan (Indiana Jones And The Sword of Genghis Khan)
  • Indiana Jones und das Geheimnis der Osterinseln (Indiana Jones And The Secret Of Easter Island)
  • Indiana Jones und das Labyrinth des Horus (Indiana Jones And The Labyrinth Of Horus)
  • Indiana Jones und das Erbe von Avalon (Indiana Jones And The Legacy Of Avalon)

Trivia


  • Indiana Jones sollte zunächst „Indiana Smith“ heißen, was jedoch geändert wurde, weil es Steven Spielberg nicht gefiel.
  • Ursprünglich war Tom Selleck für die Rolle des Indiana Jones vorgesehen. Selleck jedoch konnte die Rolle nicht annehmen, da er wegen der Dreharbeiten zur Serie „Magnum“ nicht abkömmlich war.
  • Den Namen „Indiana“ trug ursprünglich der Hund von George Lucas. Am Schluss des dritten Spielfilms der Trilogie erfährt man erstmals, dass sich Indiana selbst nach dem Hund seiner Familie benannte.
  • Die Titelmelodie variiert melodisch einen Marsch des französischen Heeres (Armée de Terre) – den „Marche de Transmissions“ der Fernmelde- und Führungstruppe.

Literatur


  • Mark Cotta Vaz, Shinji Hata: The Star Wars Archives. Props, Costumes, Models and Artwork from Star Wars. Virgin Books (Virgin Publishing Ltd.), London 1995, ISBN 1-85227-587-1 - enthält auch die „Indiana Jones Archives“

Weblinks


Fiktive Person | Filmreihe

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