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Die Inde ist ein Zufluss der Rur in Belgien und Deutschland. Verwaltungstechnisch gehört die Inde zum Wasserverband Eifel-Rur.
Verlauf
Sie entspringt in Ostbelgien, überquert die Grenze nach Deutschland bzw.
Nordrhein-Westfalen, fließt durch den
Aachener Stadtteil
Kornelimünster und
Stolberg und weiter durch
Eschweiler-Aue,
Eschweiler,
Weisweiler und
Inden, um schließlich südwestlich von
Jülich in die
Rur zu münden. Zwischen Weisweiler und Inden kreuzt sie die Autobahn
A 4, welche an dieser Stelle seit Anfang
1987 in jeder Fahrtrichtung ein Hinweisschild "Inde" hat.
Nebenflüsse
In die Inde münden - flussabwärts gesehen - der
Vichtbach, Saubach, Finkelsbach, Omerbach, Otterbach, Holzheimer Graben und
Wehebach sowie zahlreiche Mühlenbäche.
Umland und Volksmund
In der lokalen Mundart heißt sie "Eng". Die Inde ist namensgebend für die Gemeinde Inden im
Kreis Düren sowie für den Zusatznamen "Indestadt" für Eschweiler; auch das in Kornelimüster liegende
Inda-Gymnasium ist nach dem Fluss benannt. Sie ist auch namensgebend für das Projekt
Indeland. Ein seltener und lokal sehr beschränkter Name für die Inde ist "Münsterbach" (wegen des Münsterländchens, einer Landschaft im Bereich Kornelimünster/Walheim/Breinig).
Verunreinigung
Durch einen Zufluss aus einer alten Industrie
halde, den so genannten "Vegla-Poldern", ist sie ab Stolberg unter anderem mit
Dünnsäure stark verschmutzt. Seit
19. September 2005 liegt ein
öffentlich-rechtlicher Vertrag vor, nach dem die huminsäurehaltigen Sickerwässer an den Poldern aufgefangen und über eine Förderleitung auf das Betriebsgelände des Unternehmens "Saint-Gobain Glass" und von dort weiter zur
Kläranlage Stolberg-Steinfurt geführt werden sollen.
Neues Flussbett
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1998 wurde damit begonnen, ein neues Flussbett für die Inde zwischen den Orten
Lamersdorf und Kirchberg anzulegen. Das neue Bett der Inde, welches ca. 12 km lang ist, wurde unter besonderen ökologischen Gesichtspunkten angelegt: Statt bisher 5 km begradigtem Flusslauf beträgt die Länge des Teilstücks jetzt 12 km. Künftig fließt die Inde in einem halbkreisförmigen Bogen nach Westen nahe an
Neu-Lohn vorbei. Ab dem
20. April 2005 flossen 0,8
m² Wasser pro Sekunde im Rahmen eines Probebetriebs durch das neue Flussbett der Inde. Die vollständige Flutung fand am
2. September 2005 statt. Später wird das alte Bett der Inde zwischen Lamersdorf und Kirchberg durch das Fortschreiten des
Braunkohlentagebaus Inden II verschwinden.
Wenngleich im Auftrag von RWE Power vor der Trockenlegung des alten Flussbettes Fische abgefischt und umgesetzt wurden, berichtete der Fischerei-Aufseher für den Kreis Düren von "über 10.000 zum Teil großen Fischen", die infolge der Trockenlegung starben.
Namensherkunft
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Ihr Name ist keltischen Ursprungs: Inda. Sie hat ein Gegenstück in der "kleinen Inde", der Andelle, einem 55 km langen Fluss im französischen
Département Seine-Maritime (
Normandie), welcher in Sergeux bei Forges-les-Eaux entspringt und in die Seine zwischen Paris und Rouen fließt. Die ursprüngliche Namensform war Indella; ihre Nachsilbe -ella ist ein Beispiel für keltische Flussnamenbildung: Man vergleiche etwa Mosella (dt.
Mosel, frz. Moselle) = die kleine Mosa (dt.
Maas, frz. Meuse). Dem Namen Inde unterstellt man das indoeuropäische Stammwort *wed (= Wasser), das Wörtern wie lat. unda (= Gewässer, Welle), it. onda, frz. onde (= Welle) und dt.
ondulieren (Haare wellen) zugrunde liegt.
Geschichtliche Bedeutung hat die Inde erlangt, als Kaiser Ludwig der Fromme 815 an einem ihrer alten Übergänge das gleichnamige Kloster Inda, das heutige Kornelimünster, gründete.
Weblinks
Fluss in Belgien | Fluss in Nordrhein-Westfalen | Region Aachen
Inde