Imst liegt im
Oberinntal in
Tirol auf 828 m Seehöhe, ist die Bezirkshauptstadt des
Bezirks Imst und hat derzeit 8.689 Einwohner.
Die Imster unterscheiden Oberstadt und Unterstadt. Weitere Imster Ortsteile sind Brennbichl, Gunglgrün, Am Grettert, Sonnberg, Weinberg, Hoch-Imst und Teilwiesen.
Nachbargemeinden
Arzl im Pitztal,
Gramais,
Häselgehr,
Imsterberg,
Karrösten,
Mils bei Imst,
Namlos,
Pfafflar,
Schönwies,
Stanzach,
Tarrenz,
Zams
Verkehr
Schon in der Römerzeit war Imst an der
Via Claudia Augusta ein Verkehrsknoten. Die Straße von Imst übers
Hahntennjoch ins
Außerfern ist besonders bei Motorradfahrern sehr beliebt.
In der Imster Schlucht liegt der Bahnhof
Imst-Pitztal der
Arlbergbahn. Obwohl es sich um einen eher kleinen Bahnhof handelt, wird er trotzdem von Schnellzügen der ÖBB angefahren. Weiters gibt es zwei Anschlussstellen auf die
A 12.
Wirtschaft
Die Industriegeschichte war besonders geprägt durch den Bergbau in der Umgebung von Imst im 15. und 16. Jahrhundert sowie im 18. und 19. Jahrhundert durch die Textilindustrie. Zu dieser Zeit verkauften die Vogelhändler aus Imst ihre gezüchteten Singvögel in ganz Europa. Der Komponist
Carl Zeller schrieb dazu eine Operette. Die Landwirtschaft hat an Bedeutung verloren. Heute gibt es eine gemischte Wirtschaftsstruktur aus Industrie, Handel, Handwerk und Tourismus. Neben der Innenstadt haben sich in der Imster Au zahlreiche Fachmärkte und Industriebetriebe niedergelassen.
Im Sommertourismus ist Imst ein Zentrum für Outdoorsportarten wie
Rafting und
Canyoning.
Geschichte
Das Gebiet um Imst ist schon seit der
Bronzezeit besiedelt.
763 wurde Imst erstmals urkundlich als "opido humiste", was soviel wie "hervorsprudelnde Quelle" bedeutet, bezeichnet.
1266 erwarb
Meinhard II. von Tirol das Gebiet aus bayrischem Besitz und verlieh Imst
1282 das Marktrecht.
1822 gab es eine große Brandkatastrophe. Imst wurde
1898 das Stadtrecht verliehen.
Kultur
In der Kulturszene setzt der Imster Artclub immer wieder Akzente mit großen Konzerten und Festivals (wie z.B den Rolling Stones oder Velvet Revolver). Imst ist Heimatort vieler bildender Künstler und beherbergt zwei Theaterverreine.
Zeitweise lebte und arbeitete auch der Dramatiker und Filmschaffende
Hans Hömberg in Imst.
Fasnacht
Die Imster
Fasnacht, das
Schemenlaufen, ist eine der bekanntesten Fasnachtsbräuche im Alpenraum. Alle vier Jahre lockt das Schemenlaufen Tausende von Besucher, zuletzt
2004. Aus dem alten Widum, einem desolaten Barockbau, wurde nach mühevoller und sorgfältiger Arbeit das Haus der Fasnacht mit Archiv und Fasnachtsmuseum. Die Zusammenarbeit mit den beiden anderen großen Fasnachtsorten des Oberlandes,
Telfs und
Nassereith, wurde intensiviert.
Neben der
"großen Fasnacht" findet auch alle 4 Jahre die
Buabefasnacht statt, die kleine Ausgabe des Schemenlaufens. Auch heuer fand die Buabefasnacht statt und rund 400 begeisterte "Buaben" von 6-16 Jahren waren dabei.
Brunnen
Die Versorgung der Stadt mit Trink- und Nutzwasser war ursprünglich auf öffentliche Brunnen beschränkt, davon gab es aber nicht gerade wenige! Heute noch prägen über 35 Trinkbrunnen das Bild der Stadt. 18 davon sind historische, zumeist Heiligen gewidmete Brunnen, die mit Sorgfalt renoviert wurden. Diese Brunnen dienten übrigens nicht nur den Bürgern, sondern auch dem zahlreichen Vieh.
SOS-Kinderdorf
Am
15. April 1951 wurde nach zweijähriger Bauzeit das erste
SOS-Kinderdorf der Welt in Imst eröffnet. Konfrontiert mit dem Elend von Kriegswaisen und heimatlosen Kindern nach dem Zweiten Weltkrieg, hatte
Hermann Gmeiner 1949 den Verein SOS-Kinderdorf gegründet und gemeinsam mit Freunden mit dem Bau begonnen.
Klettersport
Das moderne
Sportklettern hat eine seiner Wurzeln in Imst. In der Imster
Kletterhalle werden heute Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen, trainieren Familien, Schulen und SpitzensportlerInnen ihr Kletterkönnen. Eine Vielzahl von
Kletterrouten und der Imster
Klettersteig erschliessen die Bergwelt im Freien.
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