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Die Implizite Volatilität ist eine berechnete Kennzahl in Verbindung mit Optionen und anderen derivativen Finanzinstrumenten.

Sind der Preis einer Option, sowie die preisbeeinflussenden Faktoren Laufzeit, Kurs des Underlyings, Zinsen und Ausübungspreis bekannt, so lässt sich mittels eines Optionspreismodells die noch fehlende Größe Volatilität bestimmen. Die auf diese Art bestimmte Volatilität wird implizite Volatilität genannt. Die Formel des Black-Scholes-Modells sowie der anderen gängigen Optionspreismodelle lässt sich nicht nach der Volatilität umstellen. Zur Berechnung müssen numerische Näherungsverfahren verwendet werden. Bei europäischen Standardoptionen, wie sie im Black-Scholes-Modell unterstellt werden, bietet sich dazu das Newton-Raphson-Verfahren an. Es ist sehr effizient und konvergiert in der Regel innerhalb von drei oder vier Iterationen zu der gesuchten impliziten Volatilität.

An der EUREX gab es bisher als einziger Terminbörse der Welt auch Futures auf implizite DAX-Volatilitäten, den Volax-Future. Der von der Deutschen Börse berechnete Volatilitätsindex VDAX ist ein Maßstab für die implizite Volatilität von Standardoptionen auf den wichtigsten deutschen Aktienindex DAX.

Literatur


  • Dartsch, Andreas: Implizite Volatilitäten am Aktien und Optionsmarkt. Deutscher Universitätsverlag, 1999, ISBN 0382446926

Weblinks


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