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Im Zeichen des Bösen ist ein Film aus dem Jahr 1958. Er wird dem Genre Film noir zugeordnet. Regie und Drehbuch stammen von Orson Welles. Die Originalfassung wurde von dem Studio so stark gekürzt, dass Orson Welles ein 58-seitiges Memorandum schrieb und darin um Änderung bat. Eine anhand dieses Memorandums wiederhergestellte Fassung des Films gibt es seit 1998. Es ist auch der letzte Hollywood-Film von Welles, der frustriert von der Bevormundung durch kommerzielle Interessen, danach nur noch in Europa produzierte.

Handlung


Die Eingangsszene, die uns einen Blick durch die Straßen von Los Robles - einem Städtchen an der mexikanisch-amerikanischen Grenze, in dem mit Bordellen und Drogen das Geld verdient wird - werfen lässt, dauert vier ungeschnittende Minuten und ging in die Filmgeschichte ein.

Die Kamera folgt einem Auto, das kurz nach dem Passieren der Grenze - vor den Augen des mexikanischen Rauschgiftpolizisten Miguel Vargas (Charlton Heston), der seiner Frau Susan Vargas (Janet Leigh), wie er dem Grenzbeamten erzählt, einen Schokoladenshake kaufen möchte - von einer Bombe in die Luft gesprengt wird.

Am Explosionsort begegnen sich der korrupte US-Inspektor Hank Quinlan (Orson Welles) und der rechtschaffene Vargas dann erstmalig. Es entspannt sich eine intrigenreiche Geschichte zwischen den beiden Antagonisten, bei der Quinlan nicht einmal vor dem Fälschen von Beweisen und Mord zurückschreckt.

Deutung


Dieser Film gilt als das Ende der klassischen Ära des Film Noir. Charakteristisch ist die Aufspaltung und Verkehrung der Rollen - Quinlan, einer der Vertreter des Gesetzes, stellt sich als Beweise fälschender Betrüger heraus. Sein scheinbar moralischer und rational vorgehender Gegenspieler Vargas verhält sich aber allenfalls ambivalent - so bringt er seiner Karriere zuliebe seine Frau in große Gefahr. Am Ende stellt sich sogar heraus, dass Quinlan recht hatte: der zunächst nur mit gefälschten Beweisen inhaftierte Ganove gesteht das Verbrechen.

Auszeichnungen


  • 1993 (!) - Aufnahme in das National Film Registry
  • 1998 (!) - Spezialpreis der New York Film Critics Circle Awards für die wiederhergestellte Version.

Sonstiges


  • Filmkomponist Henry Mancini hielt die Musik zu dem Orson-Welles-Film für die Beste seiner Universal-Zeit. Sie war zu der Zeit die erste große Filmmusik mit lateinamerikanischem Jazz.

Kritiken


  • Lexikon des Internationalen Films: „Komplizierter Thriller, der an die Tradition der 'Schwarzen Serie' anknüpft, um sie zugleich ad absurdum zu führen. Intelligent, inszenatorisch wie darstellerisch eindrucksvoll, lebt der Film von der Ambivalenz einer ebenso bedrückenden wie faszinierenden Atmosphäre.“

Weblinks


Filmtitel | Filmtitel 1958 | US-amerikanischer Film | Schwarzweißfilm

Touch of Evil | La Soif du mal

 

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