Im Reiche des silbernen Löwen (Deutschland/Spanien) - 1965 ist ein Kinofilm frei nach Motiven von Karl May (siehe auch Karl-May-Filme).
Im ersten Teil („Durchs wilde Kurdistan“) fällt der böse ehemalige Machredsch von Mossul nach einem Kampf mit Kara Ben Nemsi von einem Felsen und wird für tot gehalten. Er hat den Zweikampf aber überlebt und sinnt natürlich auf Rache. Er will sich nun auch den Schatz der Chaldäer unter den Nagel reißen, der von der sagenumwobenen Marah Durimeh in einer Höhle bewacht wird.
Als Verbündeten gewinnt der Machredsch den Banditen Abu Seif (Vater des Säbels) und gemeinsam entführen sie die Tochter des Oberhauptes der Chaldäer, Ingdscha, die auch die Enkelin Marah Durimehs ist.
Kara Ben Nemsi und seine Freunde wollen den großen Salzsee durchqueren, doch der Machredsch erschießt ihren Führer. Karas Schäferhund Dojan kann sie nach langen Qualen aus dem See herausführen.
Vor dem Padischah gelingt es dem Machredsch auch noch, sich in bestem Licht darzustellen und Kara Ben Nemsi zu verleumden. Prompt wird der gerade erst gerette Kara von den Soldaten des Padischah gefangen genommen und muss in einem „Gottesurteil“ um sein Leben kämpfen. Nachdem ihm dieses gelungen ist, wird er vom Padischah in seine alten Rechte wieder eingesetzt und der Machredsch ist auch wieder der „Bösewicht“.
Die Banditen sind mittlerweile bei den Chaldäern eingedrungen und erst Achmed el Corda kann mit Hadschi Halef Omar und den Kriegerns des Stammes der Haddedihn den Angriff abwehren. Abu Seif wird von Achmed im Zweikampf getötet. Der Machredsch belagert den Berg jedoch weiterhin und verlangt die Herausgabe aller Hunde und Katzen. Diese schickt er in der Nacht als lebende Fackeln zurück zu den Chaldäern, während seine Leute erneut angreifen. Marah Durimeh wird getötet und das Schicksal der Belagerten scheint besiegelt.
Doch Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar führen die Krieger der Haddedihn in den Rücken der Banditen und es gelingt ihnen, sie aufzureiben. Der Machredsch flieht, verfolgt von Kara Ben Nemsi. In einer Gondel, die über eine Schlucht führt, kommt es zum letzten Kampf der beiden. Der Machredsch fällt schließlich in die Schlucht und ist endgültig tot. Die Chaldäer und ihr Schatz sind gerettet und Achmed el Corda bekommt auch seine Ingdscha wieder.
Der Film ist die Fortsetzung von „Durchs wilde Kurdistan“, hat aber mit dem Originalroman von Karl May nichts zu tun (und kommt auch nicht innerhalb der ersten sechs Orientromane vor, wie eine Fortsetzung von „Durchs wilde Kurdistan“ vermuten ließe).
Die beiden Verfilmungen führten zu einem Rechtsstreit zwischen Lex Barker und dem Produzenten Artur Brauner. Ursprünglich war geplant die Geschichte in nur einem Teil zu verfilmen und Barker verlangte nun eine Nachzahlung seines Honorars in Höhe von 100.000 DM. Er gewann den Prozess.
Kronen-Zeitung, Wien, 21. Januar 1966:
Das Herz blutet einem angesichts einer auf alt geschminkten Dame mit grauer Ballfrisur, die bekümmerten Gesichts platte Phrasen von sich gibt. Das soll Marah Durimeh sein...
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Im Reiche des silbernen Löwen".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world