| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen_Ilmenau.jpg | Karte_Ilmenau_Thueringen_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Ilm-Kreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 500 m ü. NN |
| Fläche: | 62,64 km² |
| Einwohner: | 26.713 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 426 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 98681 - 98694 (alt: 63) Hausanschriften: 98693 |
| Vorwahl: | 03677 |
| Kfz-Kennzeichen: | IK |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 70 029 |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 7 98693 Ilmenau |
| Website: | www.ilmenau.de |
| E-Mail-Adresse: | rathaus@ilmenau.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Gerd-Michael Seeber (CDU) |
Die Landschaft Ilmenaus ist vom Tal der Ilm geprägt, die Ilmenau in West-Ost-Richtung durchfließt. Im Tal liegt die durchschnittliche Höhe bei etwa 490 m. Der breite Talgrund der Ilm steigt im Norden zur Pörlitzer Höhe bis auf 580 m, im Westen zur Sturmheide bis 600 m, im Süden zum Lindenberg bis 550 m (Stadtrand) und im Osten zum Ehrenberg bis 530 m an. Ilmenau liegt an der Grenze zweier Landschaftstypen: im Süden und Westen folgen sofort hohe Berge und tiefe Täler des Thüringer Waldes, der überwiegend mit Fichten besetzt ist, im Norden und Osten folgen sanfte Hügellandschaften, die von Kiefern und Laubwäldern bewachsen sind. Südlich wird Ilmenau vom Kickelhahn (mit 861 m höchster Punkt des Stadtgebietes) und Lindenberg (749 m) eingerahmt. Der niedrigste Punkt des Stadgebiets liegt im Wipfratal nördlich der Talsperre Heyda bei 396 Meter ü. NN.
- bgcolor="#FFDEAD" | Ortsteil | Hauptwohnsitze (30. Juni 2005) | Nebenwohnsitze (30. Juni 2005) | Gesamt (HW + NW) (30. Juni 2005) |
|---|---|---|---|
| Ilmenau (Kernstadt) | |||
| Roda | |||
| Unterpörlitz | |||
| Oberpörlitz | |||
| Manebach | |||
| Heyda | |||
| Insgesamt |
(Quelle:Stadt Ilmenau)
Der Stadtkern von Ilmenau liegt am Nordhang des Ilmtals. In der frühen Siedlungsphase dehnte sich Ilmenau zunächst kreisförmig aus, später wurde daraus dann eine Halbmondform östlich der Sturmheide. Als Mitte des 19. Jahrhunderts der Kurbetrieb in Ilmenau begann, wurde das Kurviertel im Südwesten der Stadt angelegt, welches damals gänzlich außerhalb der Stadt lag. In der Zeit zwischen 1890 und 1945 dehnte sich die Stadt vor allem nach Osten aus. Das Gebiet zwischen der Bahnstrecke Erfurt-Ilmenau und der Altstadt wurde bebaut. Zwischen 1950 und 1975 dehnte sich die Stadt dann vor allem Richtung Süden aus. Damals entstanden das so genannte Professorenviertel am Fuße des Lindenbergs und die Schortesiedlung mit „Altneubauten“ am Fuße des Floßberges. 1980 entstanden die beiden Ilmenauer Plattenbaugebiete Stollen im Südosten und Pörlitzer Höhe im Norden. Jedoch war das erste Ilmenauer Plattenbaugebiet das Eichicht, welches bereits in den 1970er-Jahren errichtet wurde, jedoch deutlich kleiner als die anderen beiden ist. Das Hochhaus am Stollen wurde 1983 errichtet. Es ist mit einer Höhe von 48 Metern plus einer vier Meter hohen Antenne mit insgesamt 52 Metern nach dem 65 Meter hohen Turm der Stadtkirche das zweithöchste Gebäude Ilmenaus. Nach 1995 wurden die beiden Wohngebiete Hüttenholz im Südosten und Oberpörlitz im Norden, in denen sich vorrangig Eigenheime befinden, angelegt. Seit 2000 erfolgte auch eine Erweiterung des Campus der Universität, wodurch sich das Stadtgebiet noch weiter nach Osten ausdehnte.
Die Nachbargemeinden Ilmenaus im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, sind (in Klammern: gemeinsame Grenzlänge / gesamte Grenzlänge: 54,7 km): Wipfratal (5,2 km) – Wolfsberg (10,9 km) – Langewiesen (9,4 km) – Stützerbach (7,8 km) – Schmiedefeld am Rennsteig (0,9 km) – Gehlberg (1,7 km) – Elgersburg (8,1 km) – Martinroda (8,4 km) – Neusiß (2,3 km)
Durch die geografischen Besonderheiten kommt es zu deutlichen klimatischen Unterschieden zwischen der eigentlichen Stadt und den Vororten, wo sich teilweise eine ungeschützte Hochebene (Pörlitzer Höhe) oder ein tief eingeschnittenes, enges und sonnenarmes Tal (Manebach) auswirken. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei etwa 8 °C, wobei im Januar die mittlere Tageshöchsttemperatur bei +2 °C und die mittlere Tiefsttemperatur bei –4 °C liegt. Im Juli beträgt die mittlere Höchsttemperatur 24 °C und die mittlere Tiefsttemperatur 14 °C. Es fallen im Jahr durchschnittlich etwa 800 mm Niederschlag, während an 1.450 Stunden die Sonne scheint. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit ist im Jahresverlauf relativ konstant und beträgt etwa 4 m/s.
Einige Teile Ilmenaus sind hochwassergefährdet, besonders während der Schneeschmelze im Frühjahr und bei schweren Niederschlägen im Sommer. Die Ilm verläuft im Stadtgebiet in einem ein bis fünf Meter tief ausgeschachtetem Flussbett. Ein Engpass ist bei Hochwasser vor allem das Tannenwehr. Hier passierte es in der Geschichte bereits mehrfach, dass die Ilm über die Ufer trat und in Linden- und Karl-Liebknecht-Straße lief.
Zum Hochwasserschutz dient im Stadtgebiet der Mühlgraben, der etwa ein Meter breit und 50 Zentimeter tief ist. Bei Hochwasser kann ein Teil des Wasser dort hinein abgeleitet werden. Er zweigt sich am Tannenwehr von der Ilm ab und trifft erst an der Fischerhütte wieder auf sie. Des weiteren bestehen zwischen Ilmenau und Manebach große Auflächen, die einen Teil des Hochwassers aufnehmen können und die Stadt dadurch schon des öfteren vor Überschwemmungen bewahrt haben.
Pegel befinden sich am Tannenwehr und an der Fischerhütte. Normal sind am Tannenwehr (geöffnet) etwa 15 Zentimeter und an der Fischerhütte etwa 20 Zentimeter. Große Überschwemmungen gab es in Ilmenau während der Thüringer Sintflut als die Ilm die Häuser des Endleiches (heutige Lindenstraße) vernichtete. Ende März 2006 gab es nach der Schneeschmelze ungewöhnlich viel Wasser in der Ilm, so dass an der Fischerhütte Pegelstände von 1,10 Meter gemessen wurden. Schäden blieben aus, es wurden jedoch zahlreiche Wiesen und Felder sowie einige Gärten überflutet.
Ilmenau wurde 1273 erstmals urkundlich erwähnt. Es zur Grafschaft Käfernburg. Die Stadtrechte wurden Ilmenau bereits 1341 verliehen, 1343 wurden die Grafen von Henneberg neue Herren über die Stadt. Damals spielte der Silber- und Kupferbergbau eine wichtige Rolle. Nach dem Aussterben der Henneberger 1583 kam Ilmenau an das Gesamthaus Sachsen, 1661 zu Sachsen-Weimar. Stadtbrände wüteten mehrfach in Ilmenau, zuletzt 1752, als fast die ganze Stadt ein Raub der Flammen wurde. Die Porzellanfabrikation wurde 1777 in Ilmenau begonnen und dauerte bis 2002 an. Die durchgängige Glasproduktion erfolgte erstmals 1852. 1879 bekam die Stadt mit der Strecke Erfurt-Ilmenau erstmals einen Anschluss an das Eisenbahnnetz. Das Thüringische Technikum, das Grundstein der heutigen Universität ist, wurde 1894 eröffnet. Ilmenau gehörte ab 1920 zum Land Thüringen und von 1922 bis 1952 zum neueingerichteten Landkreis Arnstadt. 1952 wurde der Kreis geteilt und Ilmenau wurde Kreisstadt des neu geschaffenen Kreises Ilmenau, der 1994 wieder mit dem Kreis Arnstadt fusionierte und nun den Ilm-Kreis mit Verwaltungssitz in Arnstadt bildet. 1993 wurde die Technische Hochschule in eine Technische Universität umgewandelt.
Spätestens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zogen auch wieder Katholiken in der Stadt. Die seit 1901 bestehende katholische Gemeinde St. Josef besaß aber bis 1983 keine eigene Kirche und hat heute in Ilmenau und Umgebung 2000 Mitglieder. Die Pfarrgemeinde gehört zum Dekanat Weimar innerhalb des Bistums Erfurt. Des weiteren gab es bis 1938 eine jüdische Gemeinde, die 1930 etwa 90 Mitglieder zählte. Sie hatte weder eine Synagoge, noch einen Rabbiner, es gab lediglich eine Betstube in der Burggasse.
Heute sind die meisten Bürger Ilmenaus konfessionslos, was damit zusammenhängt, dass in der DDR eine atheistische Weltanschauung vertreten wurde.
Ilmenau Einwohnerentwicklung.png Die Einwohnerzahl Ilmenaus schwankte in der Zeit zwischen ihrer Gründung und 1800 immer zwischen 400 und 1500. Als um 1870 die Industrialisierung in Ilmenau einsetzte, vervierfachte sich die Einwohnerzahl bis zum Beginn des ersten Weltkrieges. Eine zweite Zuzugswelle begann Ende der 1970er-Jahre bedingt durch die Errichtung der Industriegebiete im Nordosten der Stadt. Die höchste Einwohnerzahl erreichte die Stadt im Jahr 1989 mit 29.293 Einwohnern. Nach der Wiedervereinigung ging die diese dann wieder leicht zurück. Seit 2001 liegt sie recht stabil bei rund 27.000.
Zur Bewältigung der Aufgaben des Stadtrates wurden durch diesen sieben Ausschüsse gebildet. Zu den beschließenden Ausschüssen zählen der Haupt- und Finanzausschuss, der Bau- und Vergabeausschuss sowie der Werkausschuss. Vorbereitende Funktionen übernehmen der Wirtschafts-, Umwelt- und Verkehrsausschuss, der Kultur- und Sportausschuss, der Sozial- und Gleichstellungsausschuss sowie der Rechnungsprüfungsausschuss. Sitzungen des Stadtrates finden in der Regel monatlich (mit Ausnahme einer Sommerpause im August), die Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses meist zwei Wochen vor der Stadtratssitzung statt.
Wahlergebnisse (Stadtratswahlen):
- bgcolor="#FFDEAD" | Partei | Ergebnis 1999 | Sitze 1999-2004 | Ergebnis 2004 | Sitze 2004-2009 |
|---|---|---|---|---|
| CDU | 51,9% | 16 | 45,8% | 14 |
| PDS | 18,8% | 6 | 24,3% | 7 |
| SPD | 16,4% | 5 | 11,2% | 4 |
| Freie Wähler | 5,7% | 2 | 7,7% | 2 |
| Neues Forum/Grüne/Bürgerbündnis | 5,6% | 1 | 11,1% | 3 |
| FDP | 1,8% | 0 | nicht angetreten | 0 |
Das Wählerverhalten schwankt in Ilmenau (wie in den meisten Teilen Ostdeutschlands) sehr stark. Auf kommunaler Ebene dominiert die CDU, die SPD ist hier gegenüber der Bundesebene schwächer vertreten. Die PDS.Linkspartei ist in Ilmenau auf kommunaler Ebene für „thüringische Verhältnisse“ eher schwach vertreten. Auf Landesebene steht die CDU in der Gunst der Ilmenauer Wähler ebenfalls etwas höher als die SPD, jedoch nicht mehr so deutlich wie in der Kommune. Ebenfalls stark ist die PDS.Linkspartei auf der Landesebene vertreten. Dies ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass sich auf SPD und PDS.Linkspartei mehr Stimmen der auf Landesebene nicht vertretenen Freien Wähler verteilen als auf die CDU. Auf der Bundesebene ist Ilmenau SPD-dominiert. Im Bundestag ist die Stadt durch Petra Heß (SPD) vertreten. Bei den vergangenen Bundestagswahlen konnte die SPD in Ilmenau stets etwas mehr Stimmen erringen, als die CDU. Die Grünen sind in Ilmenau (für „ostdeutsche Verhältnisse“) stark vertreten. Erreichen sie in anderen Städten der Umgebung nur etwa zwei bis drei Prozent der Stimmen, so liegt ihr Anteil in Ilmenau etwa zwischen sechs und neun Prozent. Die FDP spielt in Ilmenau keine Rolle, da sie weder im Stadtrat, noch im thüringischen Landtag vertreten ist. Ihr Stimmenanteil schwankt bei Wahlen in der Stadt etwa zwischen ein und drei Prozent. Der Anteil der NPD-Stimmen liegt bei Landtags- oder Bundestagswahlen in Ilmenau etwa bei zwei bis vier Prozent, was zum einen etwas weniger als in vielen anderen Thüringer Kommunen ist, zum anderen jedoch deutlich mehr als in den meisten Städten der alten Bundesländer.
| Bürgermeister | Oberbürgermeister: |
Städtepartnerschaften bestehen im Jahr 2006 mit den folgenden vier Städten:
Außerdem gab es Versuche, eine Städtepartnerschaft zu gründen mit:
Doch gerade in jüngster Zeit wird die Kultur stark durch die Universität beeinflusst. Große Teile der studentischen Kultur werden vom Ilmenauer Studentenclub e.V. gestaltet. Dieser Verein betreibt auf dem Campus vier Studentenclubs sowie ein Studentencafé mit einem reichhaltigen Party- und Diskothekenprogramm und unterstützt verschiedene kulturelle Schwerpunkte wie Film, Musik und Unterhaltung. Einen weiteren Anteil der kulturellen Arbeit an der Universität trägt der Verein KuKo e.V. (Kulturelle Koordinierung), welcher verschiedene Interessengebiete, wie Fotografie, Theater oder Musik vereint. Aus dem universitären Umfeld sind verschiedene Initiativen entstanden, die mit Veranstaltungen das kulturelle Programm der Stadt bereichern.
Ebenfalls der Nähe zur Universität und damit zum Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnik (IDMT) verdankt das Ilmenauer Kino Lindenlichtspiele eine Besonderheit. Es ist nicht nur das derzeit das einzige Kino im Ilm-Kreis, sondern auch weltweit das erste Kino, welches mit der IOSONO-Technik zur Klangfeldsynthese ausgestattet ist.
Das kulturelle Erbe der Stadt wird zu einem kleinen Teil im Stadt- und Goethemuseum ausgestellt. Der größere Teil befindet sich in den beiden Archiven der Stadt: dem Museumsarchiv im Rathaus (v.a. Literatur und Schriftstücke wie Briefe von Goethe, Knebel oder Schröter) und dem Stadtarchiv in der Festhalle (v.a. antike Möbel, Maschinen, Glasbläserutensilien etc.).
Konzerte mit maximal 150 Besuchern finden vor allem in den vier Studentenclubs auf dem Campus statt, Räumlichkeiten für größere Veranstaltungen bietet die Festhalle der Stadt Ilmenau, in der in unregelmäßigen Abständen Konzerte unterschiedlichster Stilrichtungen stattfinden. Großes Engagement zeigt auch die Ilmenauer Jazz-Szene. So finden im April jeden Jahres die Ilmenauer Jazztage statt. Auch während der jährlich im Herbst in ganz Thüringen stattfindenden Konzertreihe Jazzmeile werden Ilmenauer Locations regelmäßig genutzt. Seit einigen Jahren hat sich das Himmelblau-Festival etabliert, welches im Mai im Stadtpark hinter der Festhalle stattfindet. Zielgruppe des Festivals ist vor allem junges Publikum bis 20 Jahre. In den Jahren 2004 bis 2006 trat der Thüringer Rapper Clueso auf dem Festival auf. Vergleichbar mit Kneipenfestivals in anderen Städten findet auch in Ilmenau seit einigen Jahren im Frühjahr das Ilmenauer Kneipenfestival statt. Nachdem einmalig Eintritt bezahlt wurde, können die Besucher zwischen allein teilnehmenden Kneipen und Gaststätten pendeln, um ein möglichst breites Programm an Livemusik erleben zu können.
Alle zwei Jahre findet die Internationale Studentenwoche Ilmenau (ISWI) statt, bei der sich Studenten aus aller Welt in Ilmenau treffen. In der letzten Augustwoche findet jährlich das Kickelhahnfest statt. Eine weitere Ilmenauer Tradition ist das Neuschülerfest, das seit dem 17. Jahrhundert alljährlich begangen wird. Dabei werden die Schüler, die in die erste Klasse kommen, festlich gekleidet und ein Umzug durch die Innenstadt gestaltet. Heute findet das Neuschülerfest Anfang Juni jeden Jahres statt.
1998 fand in Ilmenau der dritte Thüringentag statt.
Während des ersten Ilmenauer Kunstweg von Mai bis November 2000 wurden Bronzeskulpturen des Bildhauers Volkmar Kühn ausgestellt, zwei der Figuren sind heute am Apothekerbrunnen aufgestellt. Der unter das Thema „Die Metamorphose der Ilmenauer Linden“ gestellte zweite Ilmenauer Kunstweg von Oktober 2002 bis Oktober 2003, stieß auf Ablehnung unter der Ilmenauer Bevölkerung. Im Rahmen der Neugestaltung der Lindenstraße wurden die dort stehenden Linden gefällt und durch die Künstlerin Franziska Uhl umgestaltet, indem sie die Rinde entfernte und die „nackten“ Baumstämme schwarz anstrich. Da jedoch schon die Abholzung der Linden nicht unumstritten war, wirkte sich die radikale Umgestaltung noch negativer auf die Meinung zu den Kunstwerken aus. Die Stadtverwaltung entschloss sich trotzdem, die Skulpturen zu erwerben und dauerhaft vor dem Kino in der Lindenstraße auszustellen. Der dritte Ilmenauer Kunstweg zeigte von Mai bis Oktober 2005 abstrakte Sandsteinskulpturen. Die Stadtverwaltung erwarb erneut zwei dieser Kunstwerke, um sie in der Innenstadt auszustellen.
Die Sommersportstätten liegen im Ilmtal westlich der Stadt. Dort gibt es ein Stadion und ein beheiztes Freibad. Ilmenau stellt eine Handballmannschaft (HV Ilmenau 55) in der Oberliga. Die Fußballmannschaft SV Germania Ilmenau spielt in der Thüringenliga (5. Liga). Ein sportlicher Höhepunkt jeden Jahres sind die Downhillwettkämpfe am Abfahrtshang vom Lindenberg hinunter in das Gabelbachtal. Vor dem zweiten Weltkrieg fand um Ilmenau alljährlich mit dem Gabelbachrennen ein wichtiges Bergrennen für den Automobil- und Kraftradsport statt. Obwohl es zwischen 1913 und 1934 nur zehn mal stattfand, lockte es in seinen besten Jahren über 40.000 Zuschauer an.
Ilmenau verfügt über erfolgreiche Schwimmsportmannschaften. Hierzu gehören die Wasserwacht Ilmenau (Ilmenauer Hechte) sowie der erfolgreiche Tauchsportverein der Universität (TSG TU Ilmenau 56), der mit dem Schwimmer Felix Schönau (Jahrgang 1993) einen zweifachen deutschen Vize-Juniorenmeister auf den Strecken 50 Meter Flossenschwimmen und 100 Meter Flossenschwimmen als Mitglied hat.
Etwas Besonderes an der Ilmenauer Landschaft sind die Teiche im Osten des Stadtgebiets, welche aus dem Großen Teich, Brandenburger Teich, Dixbixer Teich, Steinteich, Neuhäuser Teich und Prinzessinloch bestehen und den Campus der Technischen Universität von der Altstadt trennen. Sie sind Naherholungsgebiet und werden vom Ilmenauer Naturlehrpfad durchzogen.
Ein Flächennaturdenkmal ist der vom Gabelbach durchflossene Ritzebühler Teich im Südwesten der Stadt. Er hat vor allem als Krötenlaichplatz Bedeutung.
Nördlich der Stadt liegt der Streichteich. Seit 1998 ist der durch den Bau der Autobahn etwas in Vergessenheit geraten. Er ist sehr fischreich und ein wichtiger Lebensraum der Graureiher.
Von großem Naturreichtum sind auch die Täler von Gabelbach und Schorte, die von Ilmenau südwärts in den Thüringer Wald führen. Im Schortetal liegt ein Teil des Biosphärenreservates Vessertal auf Ilmenauer Stadtgebiet.
In der Vergangenheit wurden in und um Ilmenau viele Wanderwege angelegt. Sie werden durch Informationstafeln entlang ihres Verlaufes ergänzt. So entstanden im 19. Jahrhundert die Ilmenauer Kurpromenaden südlich der Stadt, die einen guten Ausblick über das Stadtgebiet bieten. In den 1970er-Jahren wurde der Goethe-Wanderweg angelegt. Er verbindet auf 18 km Länge alle Wirkungsstätten Goethes in der Ilmenauer Umgebung. Bereits in den 1950er-Jahren entstand der Ilmenauer Naturlehrpfad, welcher Orte besonderer Landschaft, wie das Schortetal oder die Ilmenauer Teiche, in der Umgebung von Ilmenau verbindet. Des weiteren gibt es noch den Oberen, Mittleren und Unteren Berggraben. Diese Hohlwege sind ehemalige Wassergräben mit geringem Gefälle, auf denen Holz von Stützerbach nach Ilmenau geflößt wurde. In den 1990er-Jahren entstand der Ilmtal-Radweg, der vom Rennsteig über Ilmenau und Weimar bis zur Mündung in die Saale führt.
In Ilmenau treffen sich drei Touristenstraßen: die Klassikerstraße, die alle Wirkungsstätten von Goethe und Schiller in Thüringen verbindet, die Deutsche Spielzeugstraße, die von Waltershausen nach Nürnberg führt und an der alle Orte mit (früher) bedeutender Spielzeugindustrie liegen und die Thüringer Porzellanstraße, die alle Orte in Thüringen verbindet, in denen es bedeutende Porzellanindustrie gibt bzw. gab.
Im Jahre 1777 begann dann die Porzellanherstellung in der Stadt. Das größte Unternehmen war schließlich im vergangenen Jahrhundert das Porzellanwerk Henneberg AG mit 2.000 Mitarbeitern im Jahr 1930 und 3.000 Beschäftigten im Jahr 1980. Nach 1990 wurde die Produktion unrentabel und musste im Jahr 2002 geschlossen werden. Jedoch siedelten sich auf dem ehemaligen Werksgelände wieder porzellanproduzierende Unternehmen an. Weitere bekannte Porzellanhersteller aus Ilmenau waren Metzler & Ortloff sowie Galluba & Hoffmann. 2006 wird nur noch in kleinstem Rahmen Porzellan produziert, aber weiterhin finden sich noch in vielen Küchenschränken Tassen oder Teller mit der Signatur „Graf von Henneberg 1777 Ilmenau“.
Logo_Sophienhütte_Ilmenau.JPG Als zweiter wichtiger Industriezweig entwickelte sich die Glasherstellung, welche durchgehend seit 1852 in Ilmenau beheimatet ist. Spezialisiert war die ansässige Glasindustrie seit jeher auf Messgeräte (Thermometer), Labortechnik und industrielle Glasinstrumente. Wichtige Unternehmen waren die Sophienhütte, gegründet 1852, Alexander Küchler & Söhne gegründet 1866 und Alt, Eberhardt und Jäger, gegründet 1874. 1973 wurden alle Ilmenauer Glashütten zum Industrieglaswerk Ilmenau zusammengeschlossen, das zeitweise knapp 4.000 Mitarbeiter beschäftigte. Nach 1990 schrumpfte auch diese Industrie, so dass heute nur noch etwa 600 Menschen in ihr tätig sind.
Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die Stadt zusätzlich eine Spielzeugindustrie aufzuweisen, in der 2.000 Menschen arbeiteten. Die stark krisenanfällige Spielzeugindustrie konnte jedoch nach 1929 nicht mit der Konkurrenz aus Franken mithalten, so dass sie keine Bedeutung mehr hat.
Nach 1990 hat sich Ilmenau von einer Industrie- zu einer Dienstleistungsstadt gewandelt. An der Arbeitslosenrate von 17 % (2005) kann man aber erkennen, dass der Wegfall von Arbeitsplätzen in der Glas- und Porzellanindustrie noch nicht überwunden ist. Es hat sich die High-Tech-Industrie – vor allem in den Bereichen Softwareentwicklung, Medientechnik und Medienproduktion – angesiedelt, welche zum großen Teil durch Ausgründungen aus der Technischen Universität und universitätsnahen Instituten besteht. Diese Branche ist zwar zukunftsträchtig, kann jedoch mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von sieben Mitarbeitern die Arbeitslosigkeit kaum verringern.
Seit 1990 wurden zahlreiche Gewerbegebiete angelegt, die z. T. komplett belegt sind, es gibt aber auch einige, die nur zu 50 % ausgelastet sind. Das größte Ilmenauer Gewerbegebiet ist das Gewerbegebiet am Vogelherd, das ab 1973 als Industriegebiet existiert. Hier befand sich bis Ende der 80er Jahre das Ilmenauer Glaswerk. Daraus ging die Firma Technische Glaswerke Ilmenau hervor, die derzeit etwa 230 Mitarbeiter beschäftigt und vor allem Laborglasinstrumente produziert. Des weiteren haben noch mehrere andere Firmen, wie das Ilmvac, ein Produzent von Vakuumtechnik, ihren Sitz dort. Neben dem Gewerbegebiet am Vogelherd gibt es noch die Gewerbegebiete Am Ziegelhüttenweg, Am Eichicht und Am Wald. Das Gewerbegebiet Am Eichicht besteht fast nur aus dem ehemaligen Porzellanwerk Ilmenau. Somit konzentriert sich der Großteil der Industrie im Nordosten der Stadt. Außerdem existieren noch ein Gewerbegebiet An der B 4 und einige kleinere Gewerbegebiete in der Nähe der Universität. Weitere wichtige Industrieunternehmen sind im Jahr 2006 Wincor Nixdorf, ein Hersteller von Leergutrücknahmeautomaten und Binz, ein Automobilausrüster vor allem für Ambulanzfahrzeuge.
Seit 2005 gibt es im Gewerbepark Vogelherd auch ein kleines Biomasseheizkraftwerk mit einer Kapazität von etwa 20 Megawatt thermischer Heizleistung, welches Wärmeengergie in das Fernheizsystem der Stadt einspeist.
Der Stadtverkehr wird durch die Linien A, B und C abgedeckt, die im 20-Minuten-Takt das Stadtzentrum mit den äußeren Stadtvierteln sowie den Ortsteilen Ober- und Unterpörlitz verbinden. Der IOV ist sowohl Mitglied im Interessenverband Regionaler Personenverkehr Südthüringen als auch der Verkehrsgemeinschaft Mittelthüringen.
Zu den Nord-Süd-Verbindungen gehört die B4, die von Erfurt nach Coburg führt. Der Abschnitt zwischen Ilmenau und der ehemaligen Amtsgrenze bei Plaue, die „Marienstraße“ war die erste befestigte Straße die Ilmenau erreichte. Sie wurde zwischen 1805 und 1809 angelegt und ist nach ihrer Spenderin, der Weimarer Herzogin Maria Pawlowna benannt. 2004 ist die B4 in diesem Bereich zur L3004 herabgestuft worden. Der südliche Teil wurde 1836 errichtet und folgt anfangs über Manebach der Ilm bis zur ehemaligen Amtsgrenze nach Stützerbach. Die zweite Nord-Süd-Strecke besteht aus der B87, die Ilmenau mit Stadtilm und Weimar verbindet. Sie wurde 1829 angelegt und führt vom Judentor in Ilmenau über Bücheloh zur ehemaligen Amtsgrenze. Diese liegt nahe der heutigen Autobahnanschlussstelle der A71 Ilmenau-Ost und ist durch einen ungefähr ein Meter hohen Grenzstein, der in den letzten Jahren restauriert wurde, erkennbar. Als Fortsetzung Richtung Süden kann die Gabelbach-Straße nach Neustadt am Rennsteig, vorbei am Kickelhahn über den Rennsteig, betrachtet werden. Dieser Weg wurde zwischen 1817 und 1829 gebaut und trägt heutzutage die Bezeichnung L1137.
Die Langewiesener Straße, angelegt 1825, führt vom Mühltor bis zur Amtsgrenze am Grenzhammer und verbindet Ilmenau mit Langewiesen. Sie ist heute Teil der Ost-West-Strecke B88 von Rudolstadt nach Eisenach und derzeit die wichtigste Bundesstraße Ilmenaus. Die westliche Fortführung nach Elgersburg wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut und ist seit 2004 Kreisstraße herabgestuft. Weitere Straßen ins Umland bestehen nach Oberpörlitz (K42), Wümbach (K43), Unterpörlitz (L2272) und Oehrenstock.
Jüngster und inzwischen schon wichtigster Bestandteil der Infrastruktur Ilmenaus ist die A71, welche die Stadt mit Erfurt bzw. Schweinfurt verbindet. Im Ilmenauer Stadtgebiet finden sich dazu zwei Großbrückenbauwerke, nämlich die Talbrücke Altwipfergrund und die Talbrücke Streichgrund. Der Anschluss nach Erfurt erfolgte 1998 mit einer provisorischen Ab- bzw. Auffahrt nach der Eröffnung des Abschnittes bis Traßdorf. 2001 wurde die Anschlussstelle Ilmenau-Ost und zwei Jahre später, im Jahr 2003, die Anschlussstelle Ilmenau-West, sowie die Strecke bis Meiningen dem Verkehr übergeben. Seit 2005 ist die Autobahn Richtung Süden durchgängig bis Schweinfurt befahrbar, ab 2008 wird dies auch über die A73 nach Nürnberg der Fall sein.
Ilmenau ist seit 1879 durch eine Nebenbahnstrecke über Plaue nach Arnstadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen (siehe: Erfurt-Ilmenauer Eisenbahn). Auf der seit dem 15. Dezember 2002 von der Erfurter Industriebahn und Südthüringenbahn betriebenen Verbindung fahren die Züge im Einstundentakt nach Erfurt. Die Streckenfortsetzung Richtung Süden über den Thüringer Wald erfolgte 1904 durch die Rennsteigbahn via Schmiedefeld am Rennsteig nach Schleusingen. Der Zugverkehr auf dieser Relation wurde 1998 eingestellt, seit Ende 2005 findet aber wieder planmäßiger Betrieb zwischen Ilmenau und Stützerbach statt. Als weitere Bahn in den Thüringer Wald wurde 1881 die Strecke nach Großbreitenbach (Ilmenau-Großbreitenbacher Eisenbahn) eröffnet, welche 1998 stillgelegt wurde. Die genannten Bahnstrecken haben auf Ilmenauer Stadtgebiet neben dem Bahnhof Ilmenau die Haltepunkte Ilmenau Pörlitzer Höhe und Ilmenau-Roda an der Erfurter Strecke, Ilmenau Bad und Manebach an der Rennsteigbahn sowie den stillgelegten Bahnhof Grenzhammer an der Großbreitenbacher Strecke.
Seit 1996 befindet sich die Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt für den ICE- und Güterverkehr in Bau. Zwischen Erfurt und Wümbach war im Jahr 2005 die Streckentrasse fertiggestellt, unter anderem mit der 570 m langen Wümbachtalbrücke. Vier Kilometer östlich von Ilmenau, nahe dem Ort Wümbach, ist ein neuer Bahnhof vorgesehen, der für Ilmenau und die Umgebung eine bessere Fernverkehrsnetzanbindung bringen soll. Wegen unzureichender Finanzierungsmittel gehen die Bauarbeiten im Jahr 2006 aber nur punktuell voran.
Neben den genannten Printmedien ist auch der Hörfunk durch radio hsf, dem Campusradio der Technischen Universität, in der Stadt vertreten. Als ältestes deutsches Hochschulradio verbreitete der Sender zunächst sein Programm nur per Lautsprecher, später per Kabel und seit 1999 auch über die UKW-Frequenz 98,1 MHz in das Stadtgebiet.
1923 wurde ein erstes Krankenhaus in Ilmenau errichtet. Bis dahin gab es nur kleinere Stifte und Spitale, die die Kranken versorgten. Für schwerere Krankheiten oder Operationen war das Krankenhaus von Arnstadt zuständig. Das neu errichtete Krankenhaus behandelte seitdem Patienten aus allen Orten der Umgebung. Als es durch die Verwaltungsreform von 1952 zum Kreiskrankenhaus des Kreises Ilmenau wurde, mussten die Kapazitäten erweitert werden. So wurde in den 1950er-Jahren ein weiteres Gebäude hinter dem alten Krankenhaus errichtet. In den 1970ern folgte die Poliklinik, ein Ärztehaus, dass in dieser Form in vielen ostdeutschen Städten bestand. In den 1990er-Jahren wurde das Kreiskrankenhaus Ilmenau den neu gegründeten Ilm-Kreis-Kliniken (einer gGmbH) angegliedert, sodass es heute den Namen Ilm-Kreis-Kliniken Ilmenau trägt. Schließlich folgte 2002 der Anbau eines weiteren Bettenhauses.
Im Umfeld der Universität haben sich ein Reihe von Forschungseinrichtungen angesiedelt. Dies sind unter anderem das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT), das sich unter Leitung des Miterfinders des MP3-Formats Karlheinz Brandenburg mit Codierverfahren für Audio- und Videosignale und deren Anwendung in der Akustik beschäftigt, das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Systemtechnik (AST) und das Institut für Mikroelektronik und Mechatroniksysteme gGmbH (IMMS) sowie das 1991 gegründete Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau (TGZ), das vorrangig von der Praxisanwendung der Forschungsgergebnisse der TU Ilmenau lebt.
Mit dem Ilmenau-Kolleg besitzt die Stadt ein staatliches Institut zur Erlangung der Hochschulreife im Zweiten Bildungsweg. Dieses ging 1993 aus der 1991 gegründeten Außenstelle Ilmenau des Thüringenkollegs Weimar hervor und befindet sich in Trägerschaft des Ilm-Kreises. Nach 1990 entstanden außerdem die Privatschule Franz von Assisi, die Lernförderschule Pestalozzi sowie die Sonderschule Dr. Hans Vogel.
Zu den Persönlichkeiten, die mit Ilmenau in Verbindung gebracht werden, zählt Johann Wolfgang von Goethe, der die Stadt zwischen 1776 und 1831 28mal besuchte. Auch ein Teil seines Bekanntenkreises ist mit Ilmenau verbunden. Beispielsweise lebte Corona Schröter lange Zeit in der Stadt, sie starb im Jahre 1802 und ist auf dem Stadtfriedhof begraben.
In jüngerer Zeit ist Ilmenau durch seine Wintersportler bekannt geworden. Vor allem der Ilmenauer Rennrodel-Sport hat viele erfolgreiche Sportler, unter ihnen Rennrodel-Weltmeister Wolfram Fiedler hervorgebracht. Die frühere Rodel-Europameisterin und Olympiazweite Ute Oberhoffner ist Ortsbürgermeisterin des Ilmenauer Ortsteils Unterpörlitz. Doch auch Sportler anderer Sportarten wie die Biathleten Andrea Henkel und Peter Sendel, der Bobfahrer André Lange oder der ehemalige Olympiasieger im Gehen Hartwig Gauder wurden in der Stadt geboren oder lebten dort vorübergehend.
Mitarbeiter und ehemalige Studenten der Technischen Universität gehören gleichfalls zu den Persönlichkeiten der Stadt. Neben wissenschaftlichen Größen wie Karlheinz Brandenburg sind Politiker, wie Dagmar Schipanski, Claudia Nolte oder Manfred Ruge erwähnenswert.
Staatlich zuerkannte Titel sind Universitätsstadt, offiziell seit 2004, obwohl die Universität schon seit 1993 bestand sowie Große kreisangehörige Stadt. Auf der Titelseite des Amtsblattes der Stadt Ilmenau werden die Titel wie folgt verwendet: Goethe- und Universitätsstadt, Große kreisangehörige Stadt.
Des Weiteren schrieb Johann Wolfgang Goethe ein Gedicht mit dem Titel Ilmenau.
Die Henne ist heute eines der Ilmenauer Wappentiere. Sie war einst das Wappentier der Grafschaft Henneberg, zu der Ilmenau im Mittelalter gehörte. So fand sie auch Einzug auf das Stadtwappen. Gewidmet sind der Henne heute der Hennebrunnen am Marktplatz sowie die Ilmenauer Tageszeitung Die Henne. Laut Volksmund soll der Ehepartner der Ilmenauer Henne der Kickelhahn sein, der hoch oben über seine Frau, die Stadt, wacht.
Die Ziege war nie ein Wappentier der Stadt. Wie sie mit Ilmenau in Verbindung kam, ist ungeklärt. Eine Möglichkeit könnte sein, dass die armen Ilmenauer Bergleute sich einst keine Rinder leisten konnten und deshalb nur Ziegen besaßen, wofür sie von Bauern aus dem flacheren Umland verspottet wurden. Heute gibt es in Ilmenau einen Ziegenbrunnen und ein tanzendes Ziegenpaar ist im Logo der Stadt zu finden. Außerdem gibt es im Volksmund über die Ziege zahlreiche Verse und Reime, wovon „In Ilmenau, da ist der Himmel blau, da tanzt der Ziegenbock Unterrock mit seiner Frau“ der bekannteste ist. Die Ziege wird in der regionalen Mundart „Hebbelbock“ genannt, wobei die Hebbeln die Hörner sind. Die früher verbreitetste Ziegenart war die endemische Thüringerwald-Ziege.
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