| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Ilm-Kreis.png | Lage des Ilm-Kreises in Deutschland.PNG |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Verwaltungssitz: | Arnstadt |
| Fläche: | 843,30 km² |
| Einwohner: | 117.418 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 139 Einwohner je km² |
| Kreisschlüssel: | 16 0 70 |
| Kfz-Kennzeichen: | IK |
| Kreisgliederung: | 44 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Ritterstraße 14 99310 Arnstadt |
| Website: | www.ilm-kreis.de |
| Landrat: | Dr. Benno Kaufhold (CDU) |
| Lagekarte | |
| Thuringia ik.png | |
| Naturräumliche Gliederung des Ilm-Kreises | |
| Naturräume_Ilm-Kreis.PNG | |
Der Ilm-Kreis ist ein Landkreis in Thüringen, der sich von der Landeshauptstadt Erfurt südlich bis zum Rennsteig erstreckt.
Der Nordosten des Kreisgebiets (nördlich von Arnstadt) stellt den Südrand des Thüringer Beckens dar. Dieses Gebiet ist kaum bewaldet und wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Hier befindet sich auch auf dem Gebiet der Gemeinde Ichtershausen der mit 235 m über NN niedrigste Punkt des Kreisgebiets. Dieser liegt auf der Kreisgrenze, am Übergang der Gera in die kreisfreie Stadt Erfurt.
Der mittlere und östliche Bereich des Kreises wird durch Hügelland mit Höhenlagen zwischen 250 und 600 m über NN charakterisiert. Die Flüsse Ilm, Gera und Wilde Weiße haben hier teilweise bis zu 300 m tiefe Täler in die Landschaft gegraben. Je nach Boden- und Hangverhältnissen wird dieses Gebiet landwirtschaftlich genutzt oder ist bewaldet. Hier gibt es einige kleinere Bergketten wie z.B. die Reinsberge.
Das südliche Drittel des Landkreises bilden die Mittelgebirgslandschaften des Thüringer Waldes bzw. (im äußersten Südosten) des Thüringer Schiefergebirges. Im äußersten Südwesten befindet sich hier auch mit dem Großen Beerberg und dem Schneekopf die mit 982 m bzw. 978 m über NN beiden höchsten Erhebungen Thüringens. Dieser Bereich ist überwiegend von dichten Fichtenwäldern bewachsen, die forstwirtschaftlich genutzt werden. Bis auf die Gemeinden Schmiedefeld am Rennsteig und Frauenwald liegen alle übrigen Gebiete des Ilm-Kreises nördlich des Rennsteigs. Während der Thüringer Wald im südwestlichen Teil des Kreises noch stark zerklüftet ist, ebnet er nach Südosten hin immer weiter ab, sodass in der Neustädter Umgebung Hochflächen vorherrschend sind, während im Westen noch Bergkuppen dominieren.
Die beiden größten Städte Arnstadt und Ilmenau bilden jeweils die Grenze zwischen den verschiedenen geografischen Zonen. Daneben gibt es im Flach- und Hügelland eine Vielzahl kleiner Dörfer bzw. Städte, die teilweise bereits eine über tausendjährige Geschichte besitzen. In der Gegend südlich von Ilmenau konzentriert sich die Besiedelung auf wenige größere Ortschaften, die meist in den Gebirgstälern liegen, teilweise, besonders im Bereich des Rennsteigs, aber auch auf ebenen Bereichen des Kamms des Thüringer Waldes.
Die höchst gelegenen Orte des Ilm-Kreises sind Neustadt am Rennsteig (800 m ü. NN), Frauenwald (750 m ü. NN), Schmiedefeld am Rennsteig (700 m ü. NN) und Gehlberg (690 m ü. NN).
- bgcolor="#FFDEAD" | Berge im Ilm-Kreis | Höhe in m | Gemeinde |
|---|---|---|
| Großer Beerberg | | |
| Schneekopf | | |
| Großer Finsterberg | | |
| Großer Eisenberg | | |
| Kickelhahn | | |
| Langer Berg | | |
| Rumpelsberg Hohe Warte | | |
| Lindenberg | | |
| Singer Berg | | |
| Veronikaberg | | |
| Riechheimer Berg | | |
| Wassenberg Veste Wachsenburg | | |
- bgcolor="#FFDEAD" | Art der Nutzung | Ilm-Kreis | Thüringen |
|---|---|---|
| Gesamt | 843,30 km² | 16.171,96 km² |
| Wald | 361,64 km² 42,88% | 5.156,75 km² 31,89% |
| Ackerland | 369,17 km² 43,78% | 8.736,29 54,02% |
| Wasserflächen | 7,99 km² 0,95% | 193,97 km² 1,20% |
- bgcolor="#FFDEAD" | Flüsse im Ilm-Kreis | Gesamtlänge in km | davon im Kreisgebiet |
|---|---|---|
| Ilm | | |
| Gera | | |
| Wipfra | | |
| Wilde Gera | | |
| Zahme Gera | | |
| Wohlrose | | |
Der Ilm-Kreis verfügt nur über wenige natürliche Standgewässer, diese befinden sich im Gehrener Feuchtgebiet, im Ilmenauer Teichgebiet und bei Rudisleben. Die größte Gewässerfläche stellt die Talsperre Heyda dar, die Bewässerungszwecken dient. Daneben gibt es noch die Talsperre Lütsche, die zur Versorgung der Dampflokomotiven der Deutschen Reichsbahn gebaut worden war, heute aber hauptsächlich touristischen Zwecken dient.
Die Jahresmitteltemperaturen betragen im Nordrand des Kreises etwa 8 °C, während sie in den Gipfellagen des Thüringer Waldes nur etwa 4 °C erreichen. Noch deutlicher wird der Unterschied bei den Niederschlägen: In den Gipfellagen fallen im langjährigen Mittel etwa 1200 mm Niederschlag. Dieser Wert nimmt nach Norden hin deutlich ab und erreicht im Bereich der Drei Gleichen kaum noch 450 mm jährlich. Dieses Gebiet gehört damit zu den trockensten in Deutschland. Das Gebiet um den Großen Beerberg und die Schmücke gehört zu den im Winter schneesichersten Bereichen des Thüringer Waldes. Die mittlere Jahressumme an Sonnenscheinstunden beträgt zwischen 1400 Stunden im Bergland und 1600 Stunden am Nordrand des Kreises.
Der Klimawandel der letzten Jahrzehnte wirkt sich auch auf das Klima im Ilm-Kreis aus, wobei die Stärke der Auswirkungen wiederum regional sehr unterschiedlich ist. So betrug die Zunahme der mittleren Temperatur in den Jahren 1951 bis 2000 im Norden ca. 0,8 K, aber nur etwa 0,4 K im Bergland. Bei den Niederschlägen lassen sich sogar gegensätzliche Trends feststellen: Während es im genannten Zeitraum zu einer Zunahme der jährlichen Niederschlagsmenge im Mittelgebirge um bis zu 20 Prozent kam, gingen die Niederschlagsmengen am Rand des Thüringer Beckens leicht zurück. Insgesamt lässt sich im Ilm-Kreis wie in ganz Thüringen ein Trend zu nasseren Wintern und trockeneren und wärmeren Sommern feststellen.
Problematisch ist auch, dass einige kleinere Bäche im Thüringer Wald alljährlich zur Schneeschmelze im Februar/März große Wassermengen abtransportieren müssen. Dadurch kommt es immer wieder zu Überschwemmungen, besonders im Ilmtal zwischen Gräfinau-Angstedt und Stadtilm, wo das Tal nur ein geringes Gefälle besitzt. Dort sind aber ausreichende Flutauen vorhanden. Zu verheerenden Überschwemmungen, wie etwa in Sachsen oder Bayern kommt es im Ilm-Kreis bei der Schneeschmelze jedoch nicht, da die Flüsse zwischen den Ortschaften nicht begradigt sind und überall Auflächen vorhanden sind. Beispielsweise beträgt der Ilmpegel am Grenzhammer in Ilmenau durchschnittlich zwischen 20 und 30 Zentimeter, zur Schneeschmelze steigt er auf etwa 50 bis 80 Zentimeter an. Zu Überschwemmungen im Stadtgebiet würde es ab Pegelständen um 1 Meter kommen.
Der älteste tektonische Vorgang, der für die geologische Betrachtung des Gebiets von Bedeutung ist, war die variszische Gebirgsfaltung vor etwa 325 Millionen Jahren. Sie hinterließ eine rasche Abfolge von Wellen und Satteln, die von Südwest nach Nordost ausgerichtet waren. Im Gebiet des Ilm-Kreises unterscheidet man dabei den östlich gelegenen Schwarzburger Sattel und die zentral gelegene Oberhöfer Mulde. Im Muldenbereich bildeten sich dabei einzelne Vulkane. Die bei dieser Faltung herausgehobenen Sedimente wurden rasch eingeebnet. Es entstanden langgezogene Schwellengebiete und Senken. Die Mulden wurden von den Schwellen her mit den Schuttmassen (vor allem Sandsteine und Konglomerate) aufgefüllt. Im Bereich des oberen Ilmtals war dies aber auch Granit infolge der Vulkantätigkeit.
Nach dieser Periode drang vor etwa 240 Millionen Jahren aus nordwestlicher Richtung das Zechsteinmeer nach Thüringen vor. Dessen Ablagerungen, vor allem Kalke, Dolomite, tonige Gesteine und Salze bilden ein zweites Stockwerk auf den variszischen Gesteinen.
Durch tektonische Bewegungen der Erdkruste vor etwa 160 Millionen Jahren bildeten sich die noch heute sichtbaren Großformen im thüringer Bereich aus. Es entstanden vorrangig von Nordwest nach Südost gerichtete Schollen, die sich, wie die relativ schmale Scholle des heutigen Thüringer Waldes und die deutlich breitere Scholle des Thüringer Schiefergebirges teilweise bis zu 1000 Meter aus ihrer Umgebung heraushoben, aber auch um wesentlich geringere Beträge wie die Scholle des Thüringer Beckens. Von besonderer geologischer Bedeutung sind die Ränder dieser Schollen, wo sich Gesteinsschichten teilweise senkrecht aufstellten. Ein solche Störungszone ist die Eichenberg-Gotha-Saalfelder-Störungszone, durch die nordwestlich von Arnstadt zwei charakteristische Höhenzüge entstanden sind, aus deren Mulde zwischen den beiden der Keuper-Bergkegel der Veste Wachsenburg herausragt. Dieser Bereich ist wegen der hier zutage tretenden unterschiedlichsten Gesteinsschichten geologisch besonders interessant und die Basis für den entstehenden Geopark Drei Gleichen.
Die tektonischen Bewegungen, die auch saxonische Gebirgsbildung genannt werden, hörten gegen Ende des Tertiärs im Pliozän vor etwa zwei Millionen Jahren auf. Bereits in dieser Phase wurden die Schichten des Zechsteins und der Trias (Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper) von den Höhenlagen der Schollen abgetragen, wobei im Bereich des Thüringer Waldes weitere für die Witterung anfällige Gesteine zutage traten, während im Bereich des Schiefergebirges ältere, feste Gesteine die relativ flache Oberfläche noch heute bilden.
Im nachfolgenden Quartär, dem den jüngsten geologischen Zeitraum der Erdgeschichte, kam es zu häufig wechselnden Klimazuständen, die ständig zwischen warm- und Kaltzeiten pendelten. Insbesondere in den Kaltzeiten kam zu intensiven Frostverwitterungen vor allem des Buntsandsteins und des Keupers, während der Muschelkalk auf Grund seiner Wasserdurchlässigkeit, aber geringen Wasseraufnahmefähigkeit in dieser Zeit kaum angegriffen wurde. Diese je nach Gesteinsart verschiedene Wirkung des Wassers lässt sich noch heute an der Breite der Flusstäler im Ilm-Kreis erkennen: Während die Gera im Bereich der aus Muschelkalk bestehenden Ohrdrufer Platte ein tiefes Tal mit steilen Muschelkalkfelsen geschaffen hat, hat die Ilm zwischen Ilmenau und Stadtilm die dort vorhandenen Buntsandsteinflächen relativ breitflächig abgetragen. In den Muschelkalkbereichen zwischen den Flüssen wurden die Deckflächen abgetragen und es entstanden relative flache Flächen, von denen das Plateau von Gossel besonders bemerkenswert ist. Die neu entstandenen, nach Nordosten gerichteten Flüsse trugen große Mengen des verwitterten Gesteins in das Vorland des Thüringer Waldes, wo sie wegen des geringeren Gefälles nicht mehr abgetragen werden konnten und Schotterterrassen bildeten, die heute vor allem im Bereich Ilmenau – Gräfenroda anzutreffen sind.
Die Vereisungen der Elster- und Saale-Eiszeit erreichten zwar das Thüringer Becken, berührten den Ilm-Kreis aber nur an seiner äußersten nördlichen Grenze. Deshalb sind dort wenige Reste in Form von Grundmoränenmaterial zu finden. Bedeutender sind aus dieser Zeit die Lößablagerungen in Höhen bis zu 400 m über dem Meeresspiegel infolge der kaltzeitlichen Verwitterung, die die Bodenstruktur für die heutige Landwirtschaft bildeten. Nach der letzten Eiszeit, in der das Gebiet eine Art Tundra darstellte, hielten die Wälder wieder Einzug, wenn auch mit einem geringeren Artenreichtum als es noch im Tertiär unter tropischen Klimabedingungen der Fall war. Durch den Bewuchs nach der letzten Kaltzeit hat sich das zu diesem Zeitpunkt herausgebildete Relief bis heute dann kaum verändert.
Pro-Kopf-Einkommen
Ilm-Kreis:
Anschluss an das Autobahnnetz erhielt der damalige Landkreis Arnstadt bereits 1940, seitdem die heutige, von Ost nach West verlaufende A 4 das nördliche Kreisgebiet berührt. Die auf dem Gebiet der damaligen Gemeinde Thörey gelegene Anschlussstelle trug dann auch bis zur Eröffnung der A 71 den Namen Arnstadt (heute: Neudietendorf).
In den Jahren von 1996 bis 2003 wurde, beginnend am Erfurter Kreuz (Kreuzung zur A4) die Bundesautobahn 71 (auch Thüringer-Wald-Autobahn genannt) von Nordost nach Südwest durch das Kreisgebiet gebaut, wobei einige beachtenswerte Brücken- und Tunnelbauwerke entstanden sind. An dieser Autobahn liegen im Ilm-Kreis die Anschlussstellen Arnstadt-Nord und -Süd, Ilmenau-Ost und -West sowie Gräfenroda.
Neben den Autobahnen gibt es im Kreisgebiet noch Abschnitte folgender Bundesstraßen:
Personenverkehr (In Betrieb):
Stillgelegte Strecken:
Des weiteren wird der Ilm-Kreis in Nord-Süd-Richtung von der im Bau befindlichen Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8.1, (Skandinavien -) Berlin - München (- Italien), durchzogen. Diese Schnellfahrstrecke verläuft im Abschnitt Erfurter Kreuz - Traßdorf parallel zur A 71 und ist im Abschnitt Erfurt - Wümbach bis auf die Streckenausrüstung Ende 2005 nahezu fertig gestellt. Der Weiterbau der Strecke geht jedoch 2006 aufgrund unzureichender Finanzierung nur schleppend voran. Mit der Inbetriebnahme der Gesamtstrecke wird frühestens im Jahr 2015 gerechnet.
Regelmäßige Güterverladung findet in Arnstadt Hbf (werktägliche Bedienung durch DB Cargo + Sonderleistungen) und in Ilmenau (2 Mal pro Woche Müllcontainerzug nach Leuna + gelegentliche Sonderleistungen) statt.
X=Der Ort war auf 2 Staaten aufgeteilt
Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen: Alkersleben, Altenfeld, Angelhausen, Arnstadt, Behringen, Branchewinda, Dannheim, Dosdorf, Espenfeld, Ettischleben, Frankenhain, Gehren, Geschwenda, Görbitzhausen, Gräfinau-Angstedt (X), Großbreitenbach, Hausen, Jesuborn, Kleinbreitenbach, Langewiesen, Marlishausen, Möhrenbach, Neustadt am Rennsteig (X), Niederwillingen, Oberndorf, Oberwillingen, Oehrenstock, Osthausen, Pennewitz, Plaue, Reinsfeld, Rockhausen, Roda (b. Arnstadt), Rudisleben, Schmerfeld, Siegelbach, Witzleben, Wülfershausen
Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt: Allersdorf, Angelroda, Böhlen, Bücheloh, Cottendorf, Döllstedt, Dörnfeld, Ehrenstein, Elxleben, Friedersdorf, Geilsdoirf, Gillersdorf, Gösselborn, Gräfinau-Angstedt (X), Griesheim, Großhettstedt, Großliebringen, Hammersfeld, Herschdorf, Kleinhettstedt, Kleinliebringen, Oesteroda, Singen, Stadtilm, Wildenspring, Willmersdorf, Wüllersleben Wümbach,
Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha: Bittstädt, Eischleben, Elgersburg, Frankenhain, Gehlberg, Geraberg, Gossel, Gräfenroda, Haarhausen, Holzhausen, Ichtershausen, Kettmannshausen, Liebenstein, Manebach (X), Neuroda, Rehestädt, Rippersroda, Sülzenbrücken, Thörey, Traßdorf Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach: Bösleben, Dienstedt, Heyda, Ilmenau, Manebach (X), Martinroda, Neusiß, Oberpörlitz, Oesteröda, Roda (b. Ilmenau), Schmerfeld, Sützerbach (X), Unterpörlitz, Wipfra
Herzogtum Sachsen-Meiningen: Achelstädt, Gügleben, Neustadt am Rennsteig (X), Osthausen, Riechheim
Königreich Preußen: Bechstedt-Wagd, Eischleben, Frauenwald, Kirchheim, Röhrensee, Schmiedefeld, Stützerbach (X), Werningsleben,
Zahlen ab 1994 immer zum 31. Dezember des Jahres.
In den letzten Jahren nahm die Bevölkerung in weiten Teilen des Ilm-Kreises ab. Die meisten Einwohner verloren die Gemeinden entlang des Rennsteiges im Südwesten des Kreises, die Gemeinden in der Großbreitenbacher Region im Südosten und die Gemeinden im oberen Geratal im Westen. Mäßige Verluste erlitten die Gemeinden in der Mitte des Kreises um die Städte Stadtilm und Arnstadt. Nahezu konstant war die Bevölkerung in Ilmenau und den Vororten der Stadt (in der Karte das große gelbe Gebiet in der Mitte) sowie in den Gemeinden am Nordwestrand des Kreises, die von der Nähe zu den Städten Erfurt und Gotha profitieren können. Einen Bevölkerungszuwachs gab es in den Gemeinden im Nordosten. Das ist darauf zurückzuführen, dass dort in zahlreichen Orten Einfamilienhaussiedlungen entstanden, die vor allem von ehemaligen Erfurtern genutzt werden. Diese Orte profitieren von der unmittelbaren Nähe der Stadt Erfurt. Die Gemeinde Wipfratal kann dadurch einen Bevölkerungszuwachs erzielen, dass das Bauland dort relativ preiswert ist, was viele Familien aus Arnstadt und Ilmenau anlockt. Insgesamt schrumpft die Bevölkerung des Ilm-Kreises um etwa ein Prozent pro Jahr, womit er im Thüringer Durchschnitt liegt.
Zum besseren Verständnis ist der Landkreis Arnstadt/Kreis Arnstadt/Kreis Ilmenau/Ilm-Kreis immer nur als Ilm-Kreis bezeichnet.
- bgcolor="#FFDEAD" | Partei | Ingsgesamt | Bestes Ergebnis (Gemeinde) | Schlechtestes Ergebnis (Gemeinde) | Ergebnis Ilmenau | Ergebnis Arnstadt |
|---|---|---|---|---|---|
| CDU | 41,9% | (Wolfsberg) | (Geraberg) | 43,4% | 32,8% |
| Linke.PDS | 27,3% | (Großbreitenbach) | (Elleben) | 29,9% | 32,6% |
| SPD | 12,6% | (Bösleben-W.) | (Böhlen) | 12,0% | 12,4% |
| Freie Wähler | 10,5% | (Geschwenda) | (Witzleben) | 5,7% | 10,7% |
| FDP | 3,9% | (Osthausen-W.) | (Neustadt/R.) | 2,0% | 7,1% |
| Grüne | 3,7% | (Elleben) | (Neusiß) | 7,0% | 4,4% |
| Wahlbeteiligung | 54,1% | (Elleben) | (Arnstadt) | 47,5% | 42,5% |
| Städte | Gemeinden |
Verwaltungsgemeinschaften *Sitz der VG
| 1. VG Geratal |
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