Der Illativ ist ein grammatikalischer Lokalkasus, der die Bewegung "hinein" ausdrückt. Er ist einer der sekundären Lokalkasus im Litauischen, z. B. miškan (in den Wald hinein), heute wird jedoch dieser Umstand zumeist mit Präpositionalphrasen ausgedrückt, z. B. į mišką (am Meer). Er wird auch im übertragenen Sinne verwendet, z. B. viešumon (an die Öffentlichkeit).
Der Illativ drückt auch im Finnischen die "Hineinbewegung" aus, wird gleichzeitig auch in feststehenden Redewendungen gebraucht, tritt allerdings auch in Infinitivformen von Verben auf. Er drückt als Illativform des Infinitivs III (neben den Präsens-Aktiv-Formen) die im Finnischen fehlende Futurform eines Verbs aus: 'tulen auttamaan' - 'ich werde helfen'; auch in Verbindung mit Hilfsverben wie 'ruveta' (beginnen), 'ryhtyä' (herangehen an), 'mennä' (gehen).
Der Illativ hat im Ungarischen die Endung -ba oder -be nach der Vokalharmonie. Z.B. házba "ins Haus (hinein)".
In der Wiener Umgangssprache hört man Sätze wie: 'Wir fangen jetzt ins lesen an ...', was eine einwandfreie Illativform eines Infinitivs ist.
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